Das Mittelmeer zählt zu den beliebtesten Segelrevieren der Welt und bietet für Yachtcharter-Enthusiasten das ganze Jahr über faszinierende Möglichkeiten. Doch wann ist die ideale Reisezeit für den perfekten Törn? Die Mittelmeer Segelzeiten variieren je nach Region erheblich, und die Wahl des richtigen Zeitfensters kann den Unterschied zwischen einem entspannten Segelerlebnis und einer herausfordernden Reise ausmachen. In diesem umfassenden Ratgeber erfährst du alles Wichtige über die besten Segelzeiten im Mittelmeer, regionalen Besonderheiten und wie du deine Yachtcharter optimal planst.
Warum die Wahl der richtigen Segelzeit entscheidend ist
Die Planung der richtigen Reisezeit für deine Yachtcharter im Mittelmeer beeinflusst nicht nur das Wetter und die Windverhältnisse, sondern auch die Verfügbarkeit von Yachten, die Preise und die Atmosphäre in den Häfen und Buchten. Während der Hochsaison im Juli und August sind die Marinas voll, die Preise hoch und die beliebten Ankerplätze oft überlaufen. In der Nebensaison hingegen genießt du mehr Ruhe, günstigere Charterraten und oft auch bessere Segelbedingungen. Die Mittelmeer Segelzeiten lassen sich grob in drei Hauptperioden einteilen: Frühjahr (April bis Juni), Hochsommer (Juli bis August) und Herbst (September bis Oktober). Jede dieser Perioden hat ihre eigenen Vorzüge und Herausforderungen.
Frühjahr: Der Geheimtipp für entspanntes Segeln
Die Monate April bis Juni gelten unter erfahrenen Seglern als Geheimtipp für Yachtcharter im Mittelmeer. Die Temperaturen steigen angenehm auf 20 bis 25 Grad Celsius, das Wasser erreicht allmählich badefreundliche Temperaturen und die Natur erwacht in voller Blüte. Besonders in Regionen wie Kroatien, Griechenland und der Türkei sind die Windverhältnisse im Frühjahr ideal: konstant, aber nicht zu stark, was perfekte Bedingungen für Segelanfänger und entspannte Törns bietet. Die Charterpreise liegen deutlich unter denen der Hochsaison, und in vielen Häfen findest du problemlos Liegeplätze. Ein weiterer Vorteil: Die touristische Infrastruktur ist bereits voll funktionsfähig, während die Massen noch ausbleiben.
Hochsommer: Für Sonnenanbeter und Partyfreunde
Juli und August sind die klassischen Urlaubsmonate und ziehen die meisten Chartergäste ans Mittelmeer. Die Temperaturen klettern auf 30 Grad und mehr, das Meer ist warm und einladend, und überall herrscht lebhaftes Treiben. Allerdings bringen diese Monate auch Herausforderungen mit sich: In vielen Regionen herrschen Hochdrucklagen mit wenig Wind, was das Segeln manchmal mehr zum Motoren als zum echten Segelvergnügen macht. Der Meltemi in der Ägäis und der Mistral in Südfrankreich können zudem überraschend stark ausfallen und erfordern Segelerfahrung. Die Charterpreise erreichen ihr Maximum, und beliebte Ankerplätze sind oft überfüllt. Wer Trubel und Geselligkeit schätzt und keine Probleme mit höheren Kosten hat, findet im Hochsommer dennoch ideale Bedingungen – besonders in Kombination mit dem pulsierenden Nachtleben in Destinationen wie Ibiza oder der kroatischen Küste.
Herbst: Die goldene Segelzeit
September und Oktober gelten vielen als die schönsten Monate für Mittelmeer Segelzeiten. Das Meer hat seine maximale Temperatur erreicht und bleibt bis in den Oktober hinein angenehm warm. Die sommerliche Hitze weicht angenehmeren Temperaturen, und die Windverhältnisse stabilisieren sich wieder. Die großen Touristenströme ebben ab, während die Infrastruktur weiterhin voll verfügbar bleibt. In dieser Zeit bieten viele Charterfirmen attraktive Nachsaisonpreise an, und du hast eine deutlich größere Auswahl an verfügbaren Yachten. Besonders in Sardinien, Kroatien und Griechenland sind die Herbstmonate ideal für ausgedehnte Törns mit optimalen Bedingungen. Die Sonnenuntergänge sind spektakulär, die Wasserqualität exzellent und die Atmosphäre in den Häfen entspannt und authentisch.

Regionale Unterschiede bei den Mittelmeer Segelzeiten
Das Mittelmeer erstreckt sich über mehrere Klimazonen und geografische Regionen, was zu erheblichen Unterschieden bei den optimalen Segelzeiten führt. Während die Grundprinzipien ähnlich sind, gibt es regionale Besonderheiten, die du bei der Planung deiner Yachtcharter unbedingt berücksichtigen solltest.
Westliches Mittelmeer: Spanien, Frankreich und Italien
Das westliche Mittelmeer mit den Balearen, der französischen Côte d’Azur und der italienischen Küste bietet von April bis Oktober exzellente Segelbedingungen. Die Balearen wie Mallorca und Ibiza sind bereits ab April gut befahrbar, wobei die Windverhältnisse im Frühjahr und Herbst am stabilsten sind. Der berüchtigte Mistral in Südfrankreich kann besonders im Frühjahr und Herbst kräftig wehen und stellt höhere Anforderungen an Crew und Material. Die italienische Küste von Ligurien bis Sizilien bietet ganzjährig milde Bedingungen, wobei die Sommermonate sehr heiß werden können. Sardinien und die Amalfiküste sind besonders im Mai, Juni, September und Oktober traumhaft zu besegeln.
Adria: Kroatien, Montenegro und Albanien
Die Adria mit ihrer zerklüfteten Küste und den zahllosen Inseln zählt zu den beliebtesten Segelrevieren Europas. Die optimalen Mittelmeer Segelzeiten für die Adria liegen zwischen Mai und Oktober, wobei September oft als bester Monat gilt. Im Frühjahr kann die Bora, ein kalter Fallwind aus dem Nordosten, noch kräftig wehen und für ungemütliche Bedingungen sorgen. Die Sommermonate bringen stabile Hochdrucklagen mit moderaten Winden, ideal für Segelanfänger. Bei der Planung einer 7-tägigen Segelroute in Kroatien solltest du die regionalen Windverhältnisse berücksichtigen. Der Herbst bietet herrliche Segelbedingungen mit weniger Trubel in den beliebten Buchten und Häfen. Die Marina-Gebühren in Kroatien sind in der Nebensaison oft günstiger.
Östliches Mittelmeer: Griechenland und Türkei
Die griechischen Inseln und die türkische Ägäisküste bieten von April bis November hervorragende Segelbedingungen. Der Meltemi, ein beständiger Nordwind, prägt die Sommermonate und kann in der Ägäis Windstärken von 6 bis 7 Beaufort erreichen. Für erfahrene Segler ist dies ideal, für Anfänger kann es herausfordernd werden. Die beste Zeit für entspanntes Segeln sind Mai, Juni und September bis Oktober, wenn der Meltemi moderater weht. Die Ionischen Inseln an der Westküste Griechenlands bieten ganzjährig mildere Windverhältnisse und sind auch für weniger erfahrene Crews gut geeignet. Die türkische Küste um Bodrum und Marmaris ist von April bis November ideal zu besegeln, wobei die Herbstmonate besonders angenehm sind.
Windverhältnisse und Wetterphänomene im Mittelmeer
Das Verständnis der typischen Windverhältnisse und Wetterphänomene ist entscheidend für die sichere und angenehme Planung deiner Yachtcharter. Das Mittelmeer wird von verschiedenen regionalen Winden geprägt, die je nach Jahreszeit und Region unterschiedlich stark ausgeprägt sind.
Die wichtigsten Mittelmeerwinde
Der Meltemi ist der bekannteste Wind der Ägäis und weht von Mai bis September aus nördlichen Richtungen. Er entsteht durch den Temperaturgegensatz zwischen dem heißen Festland und dem kühleren Meer und erreicht seine größte Stärke im Juli und August. Der Mistral fegt von den Alpen durch das Rhônetal und erreicht das westliche Mittelmeer mit enormer Kraft. Er tritt hauptsächlich im Frühjahr und Herbst auf und kann Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h erreichen. Die Bora ist ein kalter Fallwind, der im Winter und Frühjahr von den Dinarischen Alpen über die kroatische Küste weht. Der Scirocco ist ein warmer, feuchter Wind aus Südosten, der von der Sahara über das Mittelmeer zieht und oft schlechte Sicht und unruhige See mit sich bringt.
Thermische Winde und lokale Besonderheiten
Neben den großräumigen Windsystemen spielen lokale thermische Winde eine wichtige Rolle bei den Mittelmeer Segelzeiten. Diese entstehen durch Temperaturunterschiede zwischen Land und Meer und folgen typischen Tagesmustern. Die Seebrise setzt meist am späten Vormittag ein, wenn sich das Land erwärmt und die kühlere Luft vom Meer nachströmt. Sie erreicht ihre maximale Stärke am frühen Nachmittag und lässt zum Abend hin wieder nach. In Küstennähe kann sie das Segeln erheblich erleichtern, während weiter draußen auf dem offenen Meer oft Flaute herrscht. Die Landbrise ist das nächtliche Gegenstück und weht vom abgekühlten Land aufs wärmere Meer hinaus. Sie ist meist schwächer als die Seebrise, kann aber für Nachtfahrten oder frühmorgendliche Starts genutzt werden. In Regionen mit hohen Bergen nahe der Küste können Fallwinde entstehen, die unerwartet stark sein können und besondere Vorsicht erfordern.
Wettervorhersage und moderne Hilfsmittel
Eine zuverlässige Wettervorhersage ist für sicheres Segeln unerlässlich. Moderne Technologie bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich über die aktuelle und kommende Wetterlage zu informieren. Apps wie Windy, PredictWind oder Windfinder liefern detaillierte Vorhersagen für Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Wellen und Niederschlag. Viele dieser Apps nutzen mehrere Wettermodelle und ermöglichen den Vergleich verschiedener Prognosen. Satellitenkommunikation und Internet an Bord machen es möglich, auch auf hoher See stets aktuelle Informationen zu erhalten. Dennoch solltest du dich nicht blind auf technische Hilfsmittel verlassen: Die Beobachtung von Wolkenformationen, Luftdruck und lokalen Wetterzeichen gehört zum Handwerk eines guten Seglers. In vielen mediterranen Häfen gibt es zudem lokale Hafenmeister oder erfahrene Fischer, die wertvolle Tipps zu regionalen Wetterbesonderheiten geben können.

Saisonale Preisunterschiede und Buchungsstrategien
Die Kosten für eine Yachtcharter im Mittelmeer variieren erheblich je nach Saison, Region und Yacht-Typ. Wer die Mittelmeer Segelzeiten geschickt wählt, kann mehrere tausend Euro sparen, ohne auf Qualität oder Erlebnis verzichten zu müssen.
Hochsaison vs. Nebensaison: Der Preisunterschied
In der Hochsaison von Mitte Juli bis Ende August erreichen die Charterpreise ihr Maximum. Eine mittelgroße Segelyacht für eine Woche kann in dieser Zeit 3.000 bis 5.000 Euro oder mehr kosten, während die gleiche Yacht in der Nebensaison oft für 1.500 bis 2.500 Euro zu haben ist. Bei Katamaranen und Luxusyachten sind die Preisunterschiede noch drastischer. Die sogenannte Zwischensaison im Juni und September bietet einen guten Kompromiss: Die Preise liegen etwa 20 bis 30 Prozent unter dem Hochsaisonsniveau, während die Bedingungen oft sogar besser sind als im Hochsommer. Auch die Yachtcharter-Kosten in Kroatien folgen diesem Muster. Frühbucher profitieren zusätzlich von Rabatten von 10 bis 20 Prozent, wenn sie ihre Yacht bereits im Vorjahr oder in den ersten Monaten des Jahres buchen.
Last-Minute-Angebote und flexible Planung
Wer flexibel ist und kurzfristig entscheiden kann, findet manchmal echte Schnäppchen. Charterfirmen bieten ungebuchte Yachten kurz vor dem Saisonstart oft zu stark reduzierten Preisen an. Besonders attraktiv sind Last-Minute-Angebote in der Nebensaison, wenn die Auslastung geringer ist. Allerdings ist die Auswahl begrenzter, und du musst bei Reisedatum, Abfahrtshafen und Yacht-Typ Kompromisse eingehen. Für spontane Segler, die keine festen Pläne haben, können sich aber erhebliche Ersparnisse ergeben. Auch Einwegcharter, bei denen die Yacht an einem anderen Ort zurückgegeben wird als sie übernommen wurde, werden oft zu günstigen Konditionen angeboten, da die Charterfirmen ihre Flotten saisonal umpositionieren müssen.
Zusätzliche Kosten nicht vergessen
Bei der Budgetplanung für deine Yachtcharter solltest du nicht nur den reinen Charterpreis berücksichtigen. Hinzu kommen verschiedene Nebenkosten wie die Endreinigung, Bettwäsche und Handtücher, Außenborder für das Beiboot, sowie Transitlog und Versicherungen. Die Kaution, die bei Übernahme der Yacht hinterlegt werden muss, beträgt oft 1.500 bis 3.000 Euro und wird bei unbeschädigter Rückgabe vollständig erstattet. Die Kosten für Treibstoff, Hafengebühren und Verpflegung kommen während des Törns hinzu. Marina-Gebühren können je nach Hafen und Saison stark variieren und sollten in die Kalkulation einbezogen werden. Wer sich für eine Yachtcharter mit Skipper entscheidet, muss mit zusätzlichen 100 bis 200 Euro pro Tag rechnen, profitiert aber von lokaler Expertise und kann sich voll aufs Urlaubserlebnis konzentrieren.
Planung und Vorbereitung für verschiedene Jahreszeiten
Die optimale Vorbereitung hängt stark von der gewählten Reisezeit ab. Was im Hochsommer funktioniert, kann im Frühjahr oder Herbst unzureichend sein. Hier erfährst du, worauf du je nach Saison besonders achten solltest.
Frühjahrstörn: Wechselhaftes Wetter einplanen
Im Frühjahr sind die Wetterbedingungen oft noch wechselhafter als im Sommer. Warme, sonnige Tage können mit kühlen Perioden und gelegentlichen Regenfällen abwechseln. Deine Packliste für den Segelurlaub sollte daher Kleidung für verschiedene Temperaturen umfassen: neben Badehose und T-Shirts auch Fleecejacken, lange Hosen und wind- und wasserdichte Segeljacken. Die Wassertemperatur liegt im April und Mai oft noch unter 20 Grad, weshalb ein Neoprenanzug für Wassersportaktivitäten sinnvoll ist. Die Sonneneinstrahlung wird oft unterschätzt, selbst wenn die Lufttemperatur noch nicht sommerlich ist – ein guter Sonnenschutz ist unverzichtbar. Bei der Routenplanung solltest du flexibel bleiben und alternative Ankerplätze einplanen, falls das Wetter umschlägt. Geschützte Buchten und Häfen mit guter Infrastruktur sind im Frühjahr besonders wertvoll.
Sommertörn: Hitze und volle Häfen meistern
Die größte Herausforderung im Hochsommer ist die Hitze. An Deck können die Temperaturen 35 Grad und mehr erreichen, unter Deck wird es ohne Ventilation unerträglich. Eine Yacht mit guter Belüftung, funktionierender Klimaanlage und ausreichend Schatten durch Bimini und Sprayhood ist Gold wert. Plane deine Segelzeiten so, dass du die heißesten Stunden des Tages in schattigen Buchten oder klimatisierten Häfen verbringst. Frühmorgens und abends sind die Bedingungen deutlich angenehmer. Ausreichend Trinkwasser ist essenziell – kalkuliere mindestens 3 bis 4 Liter pro Person und Tag ein. Die Häfen und beliebten Ankerplätze sind im Hochsommer oft überfüllt. Reserviere Liegeplätze im Voraus oder sei bereit, auf weniger bekannte Buchten auszuweichen. Früh ankommende Yachten sichern sich die besten Plätze, also plane deine Etappen entsprechend.
Herbsttörn: Das Beste aus beiden Welten
Der Herbst kombiniert viele Vorteile von Frühjahr und Sommer, ohne deren Nachteile. Das Wetter ist stabil, aber nicht zu heiß, das Wasser noch warm genug zum Baden, und die Häfen sind entspannter. Die Tage werden zwar kürzer, bieten aber oft spektakuläre Lichtverhältnisse für Fotografen und Romantiker. Die Mittelmeer Segelzeiten im Herbst sind ideal für längere Schläge und ambitioniertere Routen, da die Crew nicht unter der Hitze leidet. Allerdings solltest du beachten, dass ab Ende Oktober in vielen Regionen die touristische Infrastruktur zurückgefahren wird. Manche Restaurants und Geschäfte schließen, und nicht alle Marinas bieten noch Vollservice. Informiere dich im Voraus über die Verfügbarkeit von Liegeplätzen, Wasser, Strom und Proviantmöglichkeiten. Ein gut ausgestattetes Yacht-Depot und ausreichend Vorräte an Bord geben dir die nötige Unabhängigkeit.

Besondere Überlegungen für Segelanfänger und Familien
Die Wahl der richtigen Segelzeit ist besonders wichtig, wenn du zum ersten Mal eine Yacht charterst oder mit Kindern unterwegs bist. Nicht jede Saison eignet sich gleich gut für unerfahrene Crews oder Familien mit kleinen Kindern.
Die beste Jahreszeit für Segelneulinge
Wenn du noch wenig Segelerfahrung hast oder sogar ohne Führerschein eine Yacht mieten möchtest, sind Mai, Juni und September die idealen Monate. Die Windverhältnisse sind in dieser Zeit meist moderat und berechenbar, was das Handling der Yacht erleichtert. Die Temperaturen sind angenehm, aber nicht überhitzt, sodass auch länger dauernde Manöver nicht zur Tortur werden. In der Nebensaison hast du mehr Spielraum für Fehler: Ankerplätze sind weniger überfüllt, sodass du beim Ankern oder Anlegen mehrere Versuche unternehmen kannst, ohne andere zu behindern. Viele Charterfirmen bieten im Frühjahr und Herbst spezielle Einsteigerpakete mit ausführlichem Briefing und technischem Support. Wenn du ganz auf Nummer sicher gehen möchtest, ist eine Yachtcharter mit Skipper die richtige Wahl – so kannst du in entspannter Atmosphäre erste Erfahrungen sammeln und vom Wissen eines Profis profitieren.
Segeln mit Kindern: Timing ist alles
Familien mit schulpflichtigen Kindern sind oft auf die Ferienzeiten angewiesen und müssen daher mit den Bedingungen der Hochsaison klarkommen. Dennoch gibt es Möglichkeiten, die Reise kinderfreundlicher zu gestalten. Wähle eine Yacht mit ausreichend Platz und guter Sicherheitsausstattung: Netze am Bug, Sicherheitsleinen und genügend Schwimmwesten in Kindergrößen sind Pflicht. Plane kürzere Tagesetappen mit vielen Badepausen in flachen Buchten ein. Kinder langweilen sich schnell bei langen Segelschlägen, daher sind abwechslungsreiche Routen mit interessanten Stopps ideal. Die Schulferien zu Beginn der Sommerferien Ende Juni oder zu Beginn der Herbstferien im September sind oft besser geeignet als die Hochsaison im Juli und August. Das Wetter ist noch oder wieder angenehm, die Strände weniger überlaufen und die Preise moderater. Wenn du die Möglichkeit hast, außerhalb der Hauptferienzeiten zu reisen, sind Mai und Juni fantastische Monate für Familiensegelurlaub.
Sicherheitsaspekte je nach Saison
Die Sicherheit an Bord sollte immer oberste Priorität haben, und die Anforderungen variieren je nach Jahreszeit. Im Frühjahr können unerwartet starke Winde und schnelle Wetterumschwünge auftreten – eine gründliche Wetterbeobachtung und konservative Routenplanung sind wichtig. Die Wassertemperatur ist noch niedrig, was bei einem Sturz über Bord gefährlich werden kann. Schwimmwesten und Sicherheitsleinen sollten konsequent genutzt werden. Im Hochsommer ist die größte Gefahr die Hitze: Sonnenstich, Dehydrierung und Sonnenbrand sind häufige Probleme. Ausreichend Flüssigkeit, Sonnenschutz und regelmäßige Pausen im Schatten sind essenziell. Gewitter können im Sommer überraschend schnell aufziehen und gefährlich werden. Im Herbst steigt das Risiko für plötzliche Schlechtwetterfronten. Die Tage werden kürzer, was bei der Planung berücksichtigt werden muss. Achte darauf, dass deine Yacht über vollständige Sicherheitsausrüstung verfügt: Rettungsinsel, Feuerlöscher, Erste-Hilfe-Kasten, Seenotraketen und funktionierende Navigation sind unverzichtbar. Ein gründliches Sicherheitsbriefing zu Beginn des Törns ist unabhängig von der Jahreszeit Pflicht.
Nachhaltig segeln: Umweltbewusste Planung der Mittelmeer Segelzeiten
Die Wahl der richtigen Reisezeit hat auch Auswirkungen auf die Umwelt. Ein nachhaltiger Segelurlaub berücksichtigt ökologische Aspekte und trägt zum Schutz des Mittelmeers bei.
Nebensaison für weniger Belastung
Die Konzentration des Tourismus auf wenige Wochen im Hochsommer belastet die empfindlichen Küstenökosysteme enorm. Ankern in Seegraswiesen, Müll in Buchten und überlastete Häfen sind nur einige der Probleme. Wenn du deine Yachtcharter in die Nebensaison legst, verteilst du die Belastung und trägst zu einem nachhaltigeren Tourismus bei. In der Nebensaison sind auch die beliebten Naturparadiese weniger überlaufen, sodass die Natur sich regenerieren kann. Wähle Ankerplätze bewusst aus und vermeide Seegraswiesen und geschützte Bereiche. Nutze wo möglich Mooringbojen statt zu ankern, um den Meeresboden zu schonen. Entsorge Abwasser und Müll ausschließlich in dafür vorgesehenen Einrichtungen an Land. Die Mittelmeer Segelzeiten außerhalb der Hauptsaison bieten dir mehr Raum, verantwortungsvoll zu handeln und die Natur zu genießen, ohne sie zu schädigen.
Moderne Yachten mit umweltfreundlicher Technologie
Viele moderne Charteryachten sind mit umweltfreundlicher Technologie ausgestattet. Solarpaneele liefern Strom für Beleuchtung und Kühlschrank, moderne Motoren sind effizienter und schadstoffärmer, und einige Yachten verfügen über Wasseraufbereitungsanlagen. Bei der Buchung kannst du gezielt nach solchen Yachten fragen und damit ein Zeichen setzen. Auch dein Segelstil macht einen Unterschied: Nutze so oft wie möglich den Wind statt den Motor, plane effiziente Routen und vermeide unnötige Fahrten. Jeder Liter eingesparter Diesel schont nicht nur die Umwelt, sondern auch dein Budget. Mit wachsendem Bewusstsein für Nachhaltigkeit bieten immer mehr Charterfirmen spezielle Öko-Pakete und umweltfreundliche Optionen an. Die bewusste Wahl deiner Segelzeit und deines Verhaltens an Bord leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der mediterranen Schönheit für kommende Generationen.
Fazit: Die perfekten Mittelmeer Segelzeiten für dein Abenteuer
Die Wahl der richtigen Reisezeit für deine Yachtcharter im Mittelmeer ist eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Urlaubsplanung. Die Mittelmeer Segelzeiten bieten für jeden Geschmack und jedes Erfahrungslevel passende Optionen. Das Frühjahr von April bis Juni lockt mit milden Temperaturen, moderaten Winden und deutlich günstigeren Preisen. Der Hochsommer im Juli und August bietet garantiert warmes Wetter und lebendiges Treiben, stellt aber höhere Anforderungen an Geldbeutel und Geduld. Der Herbst von September bis Oktober gilt vielen als die beste Zeit überhaupt: stabiles Wetter, warmes Wasser, weniger Trubel und faire Preise schaffen ideale Bedingungen. Regionale Unterschiede sollten unbedingt berücksichtigt werden: Während die Adria bereits im Mai angenehm zu besegeln ist, entfaltet die Ägäis ihre volle Pracht erst im späten Frühjahr und Herbst. Mit der richtigen Planung, guter Vorbereitung und flexiblem Umgang mit den Gegebenheiten wird deine Yachtcharter zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ob du als Familie mit Kindern, als Paar auf romantischer Reise oder als Gruppe abenteuerlustiger Freunde unterwegs bist – das Mittelmeer bietet zu jeder Jahreszeit faszinierende Möglichkeiten. Wähle deine Segelzeit bewusst, informiere dich gründlich und genieße dann die Freiheit, den Wind und die unvergleichliche Schönheit des Mittelmeers. Dein perfekter Segeltörn wartet bereits auf dich!