Die griechische Insel Korfu, die smaragdgrüne Perle der Ionischen Inseln, lockt Jahr für Jahr Segler und Yacht-Enthusiasten aus aller Welt. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus venezianischen Festungen, kristallklaren Buchten und charmanten Küstendörfern bietet Korfu eine perfekte Kulisse für unvergessliche Segeltörns. Wer eine Korfu Yacht chartert, erlebt nicht nur das Mittelmeer von seiner schönsten Seite, sondern taucht auch in eine reiche Kultur ein, die von antiken Mythen bis zu modernen Annehmlichkeiten reicht. Die Kombination aus geschützten Ankerbuchten, abwechslungsreichen Routen und erstklassigen Marinas macht die Insel zu einem idealen Revier sowohl für erfahrene Skipper als auch für Charter-Einsteiger.
Warum Korfu das perfekte Segelrevier ist
Korfu unterscheidet sich deutlich von anderen griechischen Segelrevieren. Während die Kykladen mit kargen Landschaften und starken Winden herausfordern, präsentiert sich die Ionische See rund um Korfu deutlich gemäßigter. Die Windverhältnisse sind überwiegend moderat, ideal für entspannte Törns mit der Familie oder für Einsteiger, die erste Segelerfahrungen sammeln möchten. Die Maestro-Winde wehen hier sanfter als der berüchtigte Meltemi in der Ägäis, was längere Planungssicherheit und angenehmere Bedingungen an Bord garantiert. Die Distanzen zwischen den einzelnen Ankerplätzen und Häfen sind überschaubar, sodass man innerhalb weniger Stunden von einer malerischen Bucht zur nächsten segeln kann.
Die ionische Küste Korfus ist geprägt von üppiger Vegetation – Olivenhaine, Zypressen und Pinienwälder reichen bis ans Wasser und bilden einen starken Kontrast zum türkisblauen Meer. Diese grüne Landschaft ist nicht nur optisch beeindruckend, sondern bietet auch natürlichen Windschutz in vielen Buchten. Zahlreiche versteckte Ankerbuchten laden zum Baden, Schnorcheln und Entspannen ein. Besonders die Nordostküste mit ihren kleinen Inseln und Buchten bietet hervorragende Möglichkeiten für Tagesausflüge mit der Korfu Yacht. Die Infrastruktur für Segler ist hervorragend ausgebaut: Moderne Marinas mit Vollservice, gut sortierte Chandleries und kompetente Werkstätten sorgen dafür, dass technische Probleme schnell gelöst werden können.
Die besten Marinas und Ausgangshäfen auf Korfu
Der Hauptausgangspunkt für Charter-Törns auf Korfu ist die moderne Gouvia Marina, etwa acht Kilometer nördlich der Hauptstadt Kerkyra gelegen. Sie bietet über 1.000 Liegeplätze und zählt zu den größten und am besten ausgestatteten Yachthäfen Griechenlands. Hier finden Segler alles, was das Herz begehrt: Strom- und Wasseranschlüsse, WLAN, Sanitäranlagen, Supermärkte, Restaurants und technische Servicebetriebe. Die Gouvia Marina ist auch Heimathafen der meisten Charterfirmen auf Korfu, was die Übernahme und Rückgabe der Korfu Yacht unkompliziert macht. Der Flughafen Korfu ist nur etwa 15 Kilometer entfernt, die Transferzeit beträgt meist unter 30 Minuten.
Eine weitere attraktive Option ist der Hafen von Kerkyra (Korfu-Stadt) selbst. Er liegt zentral in der Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, und bietet direkten Zugang zu historischen Sehenswürdigkeiten wie der Alten und Neuen Festung. Allerdings sind die Liegeplätze hier begrenzt und oft von Fähren und Kreuzfahrtschiffen belegt. Für kleinere Yachten bis etwa 15 Meter ist der alte Hafen dennoch eine charmante Alternative, um die erste oder letzte Nacht des Törns in urbaner Atmosphäre zu verbringen. Wer eine ruhigere Basis bevorzugt, kann auch die kleineren Häfen im Norden wie Kassiopi oder im Süden wie Lefkimmi in Betracht ziehen, wobei hier die Infrastruktur deutlich einfacher ausfällt.
Charter-Angebote und Yacht-Typen für Korfu
Das Angebot an Charter-Yachten auf Korfu ist vielfältig und reicht von kompakten Segelyachten für Paare bis zu luxuriösen Katamaranen für größere Gruppen. Die meisten Charterfirmen bieten moderne Flotten führender Hersteller wie Beneteau, Jeanneau, Bavaria und Lagoon. Einrumpfyachten zwischen 35 und 50 Fuß sind besonders beliebt, da sie ein gutes Verhältnis zwischen Wendigkeit, Komfort und Preis bieten. Für Familien oder Gruppen empfehlen sich Katamarane, die mit ihrem großen Platzangebot, flachem Tiefgang und stabiler Lage im Wasser überzeugen. Besonders in den ruhigen Buchten Korfus können Katamarane ihre Vorteile voll ausspielen.
Die Preise für eine Korfu Yacht variieren je nach Saison, Yacht-Typ und Ausstattung erheblich. In der Hochsaison (Juli und August) beginnen die Wochenpreise für eine 40-Fuß-Segelyacht bei etwa 2.500 Euro, während Katamarane ab circa 4.500 Euro starten. In der Nebensaison (Mai, Juni, September, Oktober) lassen sich oft Rabatte von 30 bis 50 Prozent erzielen. Viele Charterer entscheiden sich für eine Bareboat-Charter, bei der sie die Yacht selbst führen – ähnlich einem Bareboat Charter in Kroatien, das ebenfalls bei erfahrenen Seglern sehr beliebt ist. Alternativ kann man eine Korfu Yacht auch mit Skipper chartern, was gerade für weniger erfahrene Segler oder Gruppen ohne eigenen Bootsführerschein sinnvoll ist. Der Skipper kennt die lokalen Gegebenheiten, Ankerplätze und Wetterphänomene und kann wertvolle Tipps für den perfekten Törn geben.
Erforderliche Qualifikationen und Formalitäten
Für die Bareboat-Charter einer Yacht in Griechenland ist grundsätzlich ein anerkannter Bootsführerschein erforderlich. In Deutschland ist das der Sportbootführerschein See (SBF See), international wird häufig auch der International Certificate of Competence (ICC) verlangt. Zusätzlich verlangen die meisten Charterfirmen einen Nachweis über ausreichende Segelerfahrung, oft in Form eines Logbuchs mit mindestens 300 bis 500 Seemeilen. Wer keine entsprechende Lizenz besitzt, kann dennoch eine Korfu Yacht chartern – dann allerdings mit Skipper an Bord. Diese Option bietet nicht nur Sicherheit, sondern auch den Vorteil, von lokalem Wissen zu profitieren.
Die griechischen Behörden verlangen für Charter-Yachten eine sogenannte Transit Log, ein offizielles Dokument, das beim Ein- und Auslaufen in Häfen vorgelegt werden muss. Dieses Dokument wird in der Regel von der Charterfirma bereitgestellt und muss während des gesamten Törns an Bord sein. Auch eine gültige Haftpflichtversicherung ist Pflicht, die jedoch normalerweise im Charter-Preis enthalten ist. Eine Kaution wird bei Übernahme der Yacht fällig, meist zwischen 2.000 und 5.000 Euro, je nach Yacht-Größe und -wert. Diese wird entweder bar, per Kreditkarte oder als Bankgarantie hinterlegt und nach schadensfreier Rückgabe zurückerstattet. Optional können Segler eine Kautionsversicherung abschließen, die im Schadensfall einspringt und die Kaution schützt.

Beste Reisezeit für Yacht-Charter auf Korfu
Die Segelsaison auf Korfu erstreckt sich von April bis Oktober, wobei die Monate Mai, Juni und September als besonders attraktiv gelten. In diesen Monaten herrschen angenehme Temperaturen zwischen 22 und 28 Grad Celsius, das Wasser ist warm genug zum Baden (20 bis 24 Grad) und die Windverhältnisse sind stabil und moderat. Die Hochsaison im Juli und August bringt zwar garantiert sonniges Wetter und warmes Wasser, aber auch höhere Preise, vollere Ankerplätze und mehr Bootsverkehr. Wer Ruhe und authentische Atmosphäre sucht, sollte die Nebensaison bevorzugen. Im Frühjahr blüht die Vegetation besonders üppig, im Herbst sind die Wassertemperaturen oft noch angenehmer als im Frühsommer.
Die Windverhältnisse auf Korfu sind ganzjährig moderat und gut kalkulierbar. Der vorherrschende Wind ist der Maestro, der aus nordwestlicher Richtung weht und vor allem in den Sommermonaten für angenehme Segelbrisen zwischen 3 und 5 Beaufort sorgt. Anders als der Meltemi in der Ägäis, der oft stürmisch werden kann, bleibt der Maestro rund um Korfu meist berechenbar und seglerfreundlich. Gewitterfronten sind vor allem im Frühjahr und Herbst möglich, lassen sich aber mit moderner Wettervorhersage gut umgehen. Wer sich für die beste Zeit für eine beste Reisezeit für Yachtcharter interessiert, findet in den klimatischen Bedingungen Korfus ähnlich ideale Voraussetzungen wie an der kroatischen Küste.
Die schönsten Segelrouten rund um Korfu
Eine der beliebtesten Routen für eine einwöchige Korfu Yacht-Charter ist die Umrundung der Insel mit Abstechern zu den vorgelagerten Inseln Paxos und Antipaxos. Diese Route bietet eine perfekte Mischung aus Segeln, Baden und Kultur. Start ist meist in der Gouvia Marina, von wo aus man zunächst nordwärts segelt. Der erste Stopp könnte die malerische Bucht von Agni Bay sein, bekannt für ihre erstklassigen Fischtavernen direkt am Wasser. Hier lässt sich hervorragend ankern, und die ruhige Atmosphäre lädt zum Verweilen ein. Weiter nördlich erreicht man Kassiopi, ein charmantes Fischerdorf mit venezianischer Burgruine und kleinem Hafen.
Von Kassiopi aus bietet sich ein Abstecher zur Nordostküste an, wo sich einige der schönsten Ankerbuchten der Insel befinden. Die Bucht von Kouloura ist ein Bilderbuch-Ankerplatz mit traditionellen Fischerbooten und türkisfarbenem Wasser. Hier kann man in aller Ruhe schnorcheln oder mit dem Dinghy ans Ufer fahren, um in einer der wenigen Tavernen frischen Fisch zu genießen. Die Nordspitze Korfus ist geprägt von dramatischen Klippen und versteckten Buchten, die nur vom Wasser aus erreichbar sind. Besonders eindrucksvoll ist die Bucht von Erimitis, die mit steilen weißen Kalkfelsen und kristallklarem Wasser begeistert. An der Westküste angekommen, lohnt sich ein Stopp in Paleokastritsa, einer der bekanntesten und fotogensten Buchten Korfus.
Paxos und Antipaxos: Die Highlights südlich von Korfu
Ein absolutes Muss für jeden Korfu-Törn ist der Besuch der kleinen Inseln Paxos und Antipaxos, die etwa 10 Seemeilen südlich von Korfu liegen. Die Überfahrt dauert je nach Wind und Boot zwischen zwei und drei Stunden und führt durch offenes, aber meist ruhiges Wasser. Paxos ist bekannt für seine dramatischen Klippen an der Westküste, in denen sich zahlreiche Meereshöhlen befinden. Besonders die Blauen Grotten bei Erimitis sind ein spektakuläres Naturschauspiel, das man am besten mit dem Dinghy erkundet. Das Wasser leuchtet hier in intensiven Blau- und Türkistönen, ein Anblick, den man so schnell nicht vergisst.
Der Hauptort Gaios auf Paxos bietet einen gut geschützten Hafen mit zahlreichen Liegeplätzen für Yachten. Die Altstadt mit ihren engen Gassen, traditionellen Tavernen und kleinen Boutiquen lädt zum Bummeln ein. Abends herrscht hier eine lebendige, aber entspannte Atmosphäre – perfekt für einen Sundowner an Deck oder ein Abendessen an Land. Von Gaios aus ist es nur eine kurze Segelstrecke nach Antipaxos, der kleinen Schwesterinsel. Antipaxos ist nahezu unbewohnt und berühmt für seine Traumstrände Voutoumi und Vrika, die zu den schönsten des gesamten Ionischen Meeres zählen. Das Wasser hier ist so klar und türkis, dass es an die Karibik erinnert. Da es keine Straßenverbindung gibt, ist Antipaxos nur per Boot erreichbar, was die Strände besonders exklusiv macht.
Ankerplätze und Buchten: Die besten Spots zum Verweilen
Einer der größten Vorteile beim Segeln mit einer Korfu Yacht ist die Vielzahl an geschützten Ankerbuchten, die oft menschenleer und naturbelassen sind. An der Ostküste, geschützt vor den vorherrschenden Westwinden, finden sich zahlreiche ideale Ankerplätze. Die Bucht von Kalami ist ein beliebter Stopp, nicht nur wegen ihrer Schönheit, sondern auch wegen ihrer literarischen Bedeutung: Hier lebte der britische Schriftsteller Lawrence Durrell, dessen weißes Haus heute ein kleines Museum beherbergt. Die Bucht bietet guten Ankergrund in 3 bis 6 Metern Tiefe und ist gut vor Nord- und Ostwinden geschützt.
Weiter südlich liegt die Bucht von Nisaki, die mit ihrem klaren Wasser und den umliegenden Olivenhainen besticht. Hier kann man hervorragend schnorcheln und die reiche Unterwasserwelt erkunden. An der Südostküste ist die Bucht von Benitses ein praktischer Ankerplatz mit guter Infrastruktur in der Nähe. Der Ort selbst hat sich von einem einstigen Partyziel zu einem charmanten Küstendorf mit traditionellem Charakter entwickelt. Wer absolute Ruhe sucht, sollte die kleinen, namenlosen Buchten zwischen den bekannteren Spots ansteuern – hier findet man oft völlige Einsamkeit und unberührte Natur. Wichtig ist, stets auf die Ankerbedingungen zu achten: Viele Buchten haben felsigen oder bewachsenen Grund, der das Ankermanöver erschweren kann.

Tagesroute: Von Gouvia nach Paxos und zurück
Für Segler mit begrenzter Zeit bietet sich eine intensive Tagesroute von Gouvia nach Paxos an. Start ist früh morgens in der Marina, idealerweise gegen 8 Uhr, um die ruhigeren Vormittagswinde zu nutzen. Die Strecke von etwa 20 Seemeilen lässt sich bei moderatem Wind in drei bis vier Stunden bewältigen. Der Kurs führt zunächst südwärts entlang der Ostküste Korfus, vorbei an der Mäuseinsel (Pontikonissi) und dem Kloster Vlacherna, zwei der Wahrzeichen der Insel. Nach Verlassen der Küstengewässer öffnet sich das offene Meer, und man steuert direkt auf Paxos zu. Die Überfahrt ist meist unkompliziert, bei ruhiger See kann man auch unter Motor fahren, um Zeit zu sparen.
Gegen Mittag erreicht man Gaios, wo man entweder im Hafen festmacht oder in einer der umliegenden Buchten ankert. Nach einem Mittagessen im Ort lohnt sich ein kurzer Segeltörn nach Antipaxos, um die berühmten Strände zu besuchen. Hier kann man einige Stunden vor Anker liegen, schwimmen, schnorcheln und die Sonne genießen. Am späten Nachmittag tritt man die Rückfahrt an, idealerweise so, dass man den Sonnenuntergang auf See erleben kann – ein unvergessliches Erlebnis. Die Rückkehr zur Marina sollte vor Einbruch der Dunkelheit erfolgen, also spätestens gegen 19 oder 20 Uhr in den Sommermonaten. Diese Route ist ambitioniert, aber machbar und bietet ein Maximum an Highlights in kurzer Zeit.
Mehrtägige Route: Einwöchiger Törn rund um Korfu
Wer eine ganze Woche Zeit hat, kann die Korfu Yacht für einen ausgedehnten Törn nutzen, der sowohl die Insel als auch die umliegenden Gewässer abdeckt. Ein bewährter Routenvorschlag startet in Gouvia und führt zunächst an die Nordostküste mit Stopps in Agni Bay, Kouloura und Kassiopi (Tag 1 und 2). Am dritten Tag segelt man um die Nordspitze herum zur Westküste und ankert in Paleokastritsa oder einer der umliegenden Buchten. Die Westküste ist tendenziell rauer und offener, bietet aber spektakuläre Landschaften und dramatische Sonnenuntergänge. Tag 4 führt weiter südwärts nach Paxos, wo man zwei Nächte verbringt, um die Insel und Antipaxos ausgiebig zu erkunden.
Am sechsten Tag geht es zurück Richtung Korfu, diesmal entlang der Südküste. Hier lohnt sich ein Stopp in Kavos oder einer der ruhigeren Buchten südlich davon. Die Südküste ist weniger touristisch, bietet aber schöne Sandstrände und authentische Tavernen. Am letzten Tag segelt man gemütlich zurück zur Gouvia Marina, mit einem letzten Zwischenstopp in Benitses oder direkt in Korfu-Stadt, um die Altstadt zu besichtigen. Diese Route bietet eine perfekte Balance aus Segeln, Entspannung und Kultur und ist sowohl für erfahrene Segler als auch für Familien geeignet. Wer Inspiration für längere Routen sucht, findet beispielsweise bei den Segelrouten in Kroatien über 7 Tage ähnlich strukturierte Vorschläge.
Erweiterte Routen: Zu den Nachbarinseln und nach Albanien
Ambitionierte Segler können von Korfu aus auch weitere Ziele in der Ionischen See ansteuern. Südlich von Paxos liegt die größere Insel Lefkada, die mit ihren spektakulären Stränden wie Porto Katsiki und Egremni lockt. Die Überfahrt von Korfu nach Lefkada dauert etwa einen Tag und ist ideal für einen zweiwöchigen Törn. Eine andere Möglichkeit ist die Fahrt nach Norden Richtung Albanien. Die albanische Riviera ist noch weitgehend unentdeckt und bietet ursprüngliche Küstenstädte wie Saranda und Himara. Die Infrastruktur ist einfacher als in Griechenland, aber genau das macht den Reiz aus. Für Fahrten ins Ausland müssen allerdings zusätzliche Formalitäten beachtet werden, etwa Grenzformalitäten und entsprechende Versicherungen.
Ein weiteres spannendes Ziel ist die Insel Kefalonia, die südöstlich von Korfu liegt. Mit ihren dramatischen Klippen, unterirdischen Seen und charmanten Dörfern ist Kefalonia ein Highlight für jeden Segler. Die Anfahrt von Korfu dauert je nach Route und Wetterbedingungen ein bis zwei Tage. Alternativ kann man auch Richtung Nordosten segeln und die Inselwelt der Diapontischen Inseln erkunden, eine Gruppe kleiner, kaum bewohnter Inseln nordwestlich von Korfu. Hier findet man absolute Ruhe, unberührte Natur und einige der klarsten Gewässer des Mittelmeers. Diese erweiterten Routen erfordern mehr Erfahrung und Planung, belohnen aber mit einzigartigen Erlebnissen abseits der Touristenpfade.
Praktische Tipps für die Charter-Vorbereitung
Die Planung eines erfolgreichen Segeltörns mit einer Korfu Yacht beginnt lange vor dem Ablegen. Zunächst sollte man sich über die verschiedenen Charterfirmen informieren und Angebote vergleichen. Wichtig sind nicht nur die Preise, sondern auch die Flottengröße, das Alter der Yachten, die Kundenbewertungen und die Serviceleistungen. Seriöse Anbieter bieten transparente Verträge, umfassende Briefings vor dem Ablegen und sind im Notfall rund um die Uhr erreichbar. Viele Segler buchen ihre Korfu Yacht Monate im Voraus, vor allem für die Hochsaison, um die besten Boote zu sichern und von Frühbucherrabatten zu profitieren. Last-Minute-Buchungen sind möglich, aber die Auswahl ist dann oft eingeschränkt.
Zur Vorbereitung gehört auch die Zusammenstellung der Crew. Ideal ist eine Gruppe, in der mindestens zwei Personen über Segelerfahrung verfügen und sich bei den Manövern abwechseln können. Die Crew sollte sich vorher auf die Route, die Segelzeiten und die gewünschten Aktivitäten einigen, um Missverständnisse zu vermeiden. Eine detaillierte Packliste ist ebenfalls hilfreich – ähnlich einer Packliste für den Segelurlaub. Neben der üblichen Segelausrüstung sollten Sonnenschutz, Badekleidung, leichte Kleidung für den Abend, feste Schuhe mit heller Sohle, Schnorchelausrüstung und persönliche Medikamente nicht fehlen. Auch wasserdichte Taschen für Elektronik und Dokumente sind empfehlenswert.
Proviant und Verpflegung an Bord
Die Verpflegung an Bord einer Korfu Yacht kann individuell gestaltet werden. Viele Charter-Firmen bieten einen Provisioning-Service an, bei dem die Yacht vor der Übernahme mit Lebensmitteln und Getränken bestückt wird. Dieser Service ist bequem, aber oft teurer als der Einkauf vor Ort. Eine gute Alternative ist der Besuch eines der großen Supermärkte in der Nähe der Gouvia Marina, wo man alles Nötige zu fairen Preisen bekommt. Frisches Brot, Obst, Gemüse, Käse, Wurst, Pasta, Olivenöl und natürlich griechischen Wein und Ouzo sollten auf keiner Einkaufsliste fehlen. Auch ausreichend Wasser ist wichtig, da die Tanks auf den meisten Yachten begrenzte Kapazität haben.
An Bord empfiehlt sich eine einfache, mediterrane Küche, die wenig Aufwand erfordert und die Vorräte schont. Salate, gegrilltes Gemüse, frischer Fisch und Pasta sind ideale Bordgerichte. Viele Segler nutzen auch die zahlreichen Tavernen entlang der Route, um abends an Land zu essen. Das ist nicht nur eine kulinarische Bereicherung, sondern auch eine willkommene Abwechslung zum Bordalltag. In nahezu jedem Hafen und jeder größeren Ankerbucht findet man authentische griechische Restaurants, die frischen Fisch, gegrilltes Fleisch und traditionelle Mezze servieren. Ein Besuch in einer dieser Tavernen, idealerweise mit Blick auf die Korfu Yacht, die vor Anker liegt, gehört zu den schönsten Momenten eines Segeltörns.
Navigation und Sicherheit auf Korfu
Die Navigation rund um Korfu ist dank moderner Technik und guter Seekarten unkompliziert. Die meisten Charter-Yachten sind mit GPS-Plottern, Kartenplottern und Autopiloten ausgestattet, die die Navigation erheblich erleichtern. Dennoch sollte man sich nicht ausschließlich auf die Elektronik verlassen und stets auch traditionelle Navigationsmethoden beherrschen. Aktuelle Seekarten, entweder in Papierform oder digital, sind unverzichtbar. Die griechischen Gewässer sind gut betonnt, und die Einfahrten zu Häfen und Marinas sind klar markiert. Trotzdem ist Vorsicht geboten: Untiefen, Felsen und Riffe sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, besonders in den Buchten und Küstennähe.
Die Sicherheit an Bord hat oberste Priorität. Vor dem Ablegen sollte ein ausführliches Sicherheitsbriefing durchgeführt werden, bei dem alle Crewmitglieder mit den Rettungswesten, Rettungsinseln, Feuerlöschern und Notfallverfahren vertraut gemacht werden. Auch die Bedienung der Funkgeräte und die Kenntnis der wichtigsten Notfallkanäle (Kanal 16 für Notrufe) gehören dazu. Jeder an Bord sollte wissen, wo sich die Erste-Hilfe-Ausrüstung befindet und wie sie im Notfall eingesetzt wird. Bei längeren Überfahrten und nachts sollten immer zwei Personen im Cockpit sein, damit im Notfall schnell reagiert werden kann. Die griechische Küstenwache ist gut organisiert und im Notfall schnell erreichbar, dennoch gilt: Prävention ist die beste Sicherheitsmaßnahme.

Kosten und Budgetplanung für den Korfu-Törn
Die Gesamtkosten für einen Segeltörn mit einer Korfu Yacht setzen sich aus mehreren Posten zusammen. Der Charterpreis ist der größte Einzelposten und variiert je nach Saison, Yacht-Typ, Größe und Ausstattung. Für eine Woche mit einer 40-Fuß-Segelyacht muss man in der Hochsaison mit etwa 2.500 bis 3.500 Euro rechnen, in der Nebensaison oft deutlich weniger. Hinzu kommen die Kosten für die Kaution, die bei Übernahme hinterlegt wird, sowie optionale Versicherungen wie Kautionsversicherung oder zusätzliche Haftpflichtdeckungen. Viele Charterer entscheiden sich auch für ein sogenanntes Comfort Package, das Außenborder, SUP-Board, Bettwäsche und Endreinigung umfasst und meist zwischen 200 und 400 Euro kostet.
Weitere Kostenpunkte sind Liegegebühren in Marinas und Häfen, die auf Korfu und Paxos zwischen 20 und 60 Euro pro Nacht liegen, je nach Größe der Yacht und Lage des Hafens. In vielen Buchten kann man kostenlos vor Anker liegen, was das Budget schont. Treibstoff für den Motor (vor allem für Manöver und längere Motorstrecken bei Flaute) sollte ebenfalls einkalkuliert werden, ebenso wie Verpflegung, Restaurantbesuche und eventuell Landausflüge. Eine realistische Budgetplanung für eine Woche auf einer Korfu Yacht sollte inklusive aller Nebenkosten etwa 4.000 bis 6.000 Euro für eine Crew von vier bis sechs Personen umfassen. Wer sich über die Yachtcharter Kosten in Kroatien informiert, findet vergleichbare Preisstrukturen und kann Parallelen ziehen.
Tipps für Einsteiger und Familien
Korfu ist ein ideales Revier für Segelanfänger und Familien mit Kindern. Die moderaten Windverhältnisse, die kurzen Distanzen zwischen den Ankerplätzen und die gute Infrastruktur schaffen optimale Bedingungen für entspannte Törns ohne Stress. Wer zum ersten Mal eine Yacht chartert, sollte sich für ein kleineres Boot entscheiden, das sich leichter handhaben lässt. Auch die Buchung einer Korfu Yacht mit Skipper ist für Einsteiger eine hervorragende Option. Der Skipper übernimmt nicht nur die Navigation und das Manövrieren, sondern gibt auch wertvolle Tipps und vermittelt Grundkenntnisse im Segeln – eine ideale Gelegenheit, um Erfahrung zu sammeln, ähnlich wie bei einem Yachtcharter mit Skipper in Kroatien.
Familien mit Kindern profitieren von den ruhigen Buchten und flachen Stränden, die zum Baden und Spielen einladen. Sicherheitsnetze an Deck, Schwimmwesten für Kinder und eine kindersichere Reling sind bei den meisten Charter-Yachten Standard. Viele Charterfirmen bieten auch spezielle Familienpakete mit kinderfreundlicher Ausstattung an, etwa Schnorchelsets, Wasserspielzeug und SUP-Boards. Eine gute Routenplanung mit nicht zu langen Segelstrecken und ausreichend Zeit für Badeausflüge und Landgänge sorgt dafür, dass auch die jüngsten Crewmitglieder Spaß haben. Die griechische Gastfreundschaft und die kinderfreundliche Atmosphäre in den Tavernen machen den Aufenthalt auch an Land zu einem Vergnügen für die ganze Familie.
Umwelt und nachhaltiges Segeln auf Korfu
Nachhaltigkeit und Umweltschutz gewinnen auch im Segelsport zunehmend an Bedeutung. Die ionischen Gewässer rund um Korfu sind ökologisch sensibel und beherbergen eine reiche Unterwasserwelt, darunter auch geschützte Arten wie die Karettschildkröte. Verantwortungsvolle Segler sollten daher einige Grundregeln beachten: Müll wird konsequent an Bord gesammelt und in Häfen entsorgt, niemals über Bord geworfen. Besonders Plastik stellt eine erhebliche Gefahr für das marine Ökosystem dar. Beim Ankern sollte man darauf achten, Seegraswiesen und Korallenformationen zu meiden, da der Anker diese empfindlichen Biotope zerstören kann. Am besten eignen sich Sand- oder Schlammgrund.
Der sparsame Umgang mit Wasser und Energie an Bord schont nicht nur die Ressourcen, sondern verlängert auch die Autonomie der Yacht. Solaranlagen und Windgeneratoren, die auf vielen modernen Yachten installiert sind, tragen zur nachhaltigen Energieversorgung bei. Auch die Wahl biologisch abbaubarer Reinigungsmittel und Kosmetika ist ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Wer Interesse an einem nachhaltigen Segelurlaub hat, findet auch auf Korfu zahlreiche Möglichkeiten, verantwortungsbewusst zu segeln und die Schönheit der Natur für zukünftige Generationen zu bewahren. Einige Charterfirmen bieten mittlerweile auch spezielle Öko-Yachten an, die mit umweltfreundlichen Technologien ausgestattet sind.
Fazit: Korfu Yacht – Ein unvergessliches Segelerlebnis
Ein Segeltörn mit einer Korfu Yacht bietet alles, was das Herz eines Seglers begehrt: traumhafte Landschaften, kristallklares Wasser, charmante Häfen und eine reiche Kultur. Die Ionischen Inseln rund um Korfu sind ein Paradies für Segler, das sowohl Anfänger als auch erfahrene Skipper begeistert. Die moderaten Windverhältnisse, die kurzen Distanzen und die hervorragende Infrastruktur machen das Revier zu einem der zugänglichsten und zugleich schönsten im gesamten Mittelmeer. Ob man die versteckten Buchten der Nordostküste erkundet, die spektakulären Strände von Antipaxos ansteuert oder einen entspannten Abend im Hafen von Gaios verbringt – jeder Tag auf einer Korfu Yacht ist ein neues Abenteuer.
Die sorgfältige Planung, die richtige Auswahl der Yacht und eine gewissenhafte Vorbereitung sind die Grundlagen für einen gelungenen Törn. Mit den richtigen Tipps, einer guten Crew und der nötigen Portion Abenteuerlust wird der Segelurlaub auf Korfu zu einem unvergesslichen Erlebnis, das man immer wieder wiederholen möchte. Die Erinnerungen an stille Morgenstunden in einsamen Buchten, das Rauschen der Wellen unter dem Rumpf, den Duft von Olivenhainen und Pinien und die warme griechische Gastfreundschaft bleiben ein Leben lang. Korfu und die Ionischen Inseln sind nicht nur ein Segelrevier, sondern ein Lebensgefühl – und eine Korfu Yacht ist der Schlüssel dazu.