San Teodoro an der Nordostküste Sardiniens hat sich in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Yachtcharter-Ziele im Mittelmeer entwickelt. Die malerische Küstenstadt vereint kristallklares Wasser, puderzuckerweiße Sandstrände und eine perfekt ausgebaute Marina-Infrastruktur. Wer San Teodoro Sardinien vom Wasser aus erkundet, entdeckt eine Küstenlinie voller versteckter Buchten, vorgelagerter Inseln und Naturschutzgebiete, die nur per Boot erreichbar sind. Die Kombination aus mediterranem Flair, exzellenten Restaurants und dem pulsierenden Nachtleben macht den Ort zum idealen Ausgangspunkt für unvergessliche Segeltörns entlang der sardischen Ostküste.
Warum San Teodoro der perfekte Yachtcharter-Hafen ist
Die Marina von San Teodoro liegt strategisch günstig zwischen den bekannteren Häfen von Porto Rotondo Olbia im Norden und Orosei im Süden. Der moderne Yachthafen Porto di San Teodoro verfügt über rund 450 Liegeplätze für Boote bis zu 40 Meter Länge und bietet alle Annehmlichkeiten, die Segler erwarten: Strom- und Wasseranschlüsse, Tankstelle, technischen Service, WLAN und Sanitäranlagen auf hohem Niveau. Die Marina ist ganzjährig geöffnet, wobei die Hauptsaison von Mai bis Oktober reicht. Besonders praktisch: Der Hafen liegt nur wenige Gehminuten vom Ortszentrum entfernt, sodass Proviantierung und Restaurantbesuche problemlos möglich sind.
Die nautischen Bedingungen vor San Teodoro Sardinien sind ideal für Segler aller Erfahrungsstufen. Die Gewässer sind gut betonnt, die Navigationsbedingungen übersichtlich und die Windverhältnisse im Sommer meist moderat. Der vorherrschende Mistral aus Nordwesten sorgt für angenehme Segelwinde zwischen 10 und 20 Knoten, während die Bucht von San Teodoro selbst gut geschützt liegt. Die Gezeiten sind mit etwa 30 Zentimetern Tidenhub minimal, was die Ankerplanung erheblich vereinfacht. Besonders attraktiv für Chartergäste: Von hier aus sind zahlreiche Highlights der sardischen Küste in Tagesetappen erreichbar, darunter das La Maddalena-Archipel, die Cala Gonone und die Insel Tavolara.
Die schönsten Traumstrände rund um San Teodoro
Die Strände rund um San Teodoro zählen zu den schönsten Stränden Sardiniens und sind vom Wasser aus besonders eindrucksvoll. Der bekannteste ist zweifellos La Cinta, ein vier Kilometer langer, halbmondförmiger Sandstrand mit türkisfarbenem, flachem Wasser. Die Bucht ist durch die vorgelagerte Isola Tavolara und die Punta Sabatino geschützt und bietet perfekte Bedingungen zum Ankern. Der feine weiße Sand und das seichte Wasser machen La Cinta besonders familienfreundlich. Mit der Yacht können Sie morgens vor der Ankunft der Strandbesucher ankern und die Bucht in absoluter Ruhe genießen, bevor gegen Mittag die ersten Sonnenhungrigen eintreffen.
Etwas südlich liegt die Cala Brandinchi, auch „Klein-Tahiti“ genannt – und der Name ist Programm. Der feine weiße Sand und das in allen Blautönen schimmernde Wasser erinnern tatsächlich an die Südsee. Die Bucht ist vom Land aus nur über eine unbefestigte Straße erreichbar, was sie deutlich ruhiger macht als La Cinta. Vom Ankerplatz aus haben Sie direkten Blick auf die bewaldeten Hügel im Hinterland und die charakteristischen Granitfelsen, die für diese Küstenregion typisch sind. Die Wassertiefe beträgt in Strandnähe etwa 3-5 Meter, der Grund ist sandig und bietet guten Halt. Bei auflandigem Wind aus Süden kann es hier allerdings ungemütlich werden, dann empfiehlt sich ein Ausweichen in geschütztere Buchten.
Geheimtipp-Strände nur per Boot erreichbar
Wer mit der Yacht unterwegs ist, hat Zugang zu Stränden, die Landtouristen verwehrt bleiben. Die Cala Suaraccia beispielsweise liegt etwa drei Seemeilen südlich von San Teodoro Sardinien und ist ausschließlich per Boot oder über einen anspruchsvollen Wanderweg erreichbar. Die kleine Bucht mit ihrem glasklaren Wasser und den umgebenden Pinienwäldern bietet Platz für maximal ein bis zwei ankernde Yachten und garantiert absolute Privatsphäre. Der Ankergrund ist felsig-sandig, bei schwachem Wind aus Nord bis Ost ideal zum Übernachten.
Noch weiter südlich, etwa auf halber Strecke nach Orosei, finden sich die Buchten von Capo Coda Cavallo. Die gleichnamige Halbinsel ragt weit ins Meer und schützt mehrere kleine Sandstrände vor Wind und Wellen. Besonders reizvoll ist die Punta Don Diego mit ihrem charakteristischen Leuchtturm. Hier ankern Sie in 4-6 Metern Tiefe auf Sandgrund, umgeben von Granitfelsen und mediterraner Macchia. Das Wasser ist so klar, dass Sie vom Deck aus Fischschwärme und gelegentlich sogar Delfine beobachten können. Diese abgelegenen Ankerplätze sind der wahre Schatz einer Yachtcharter ab San Teodoro – Orte, die ihre ursprüngliche Schönheit bewahrt haben und nur wenigen zugänglich sind.

Die besten Ankerbuchten und Ankerplätze
Die Bucht von San Teodoro selbst bietet mehrere gute Ankermöglichkeiten. Der Hauptankerplatz liegt südlich der Marina vor dem Strand La Cinta in 3-5 Metern Wassertiefe auf Sandgrund. Bei vorherrschenden Nordwestwinden ist dieser Platz gut geschützt und eignet sich hervorragend für Übernachtungen. Allerdings kann es in der Hochsaison voll werden, da auch viele Tagescharterer hier ankern. Die Anfahrt ist unkompliziert, Sie müssen lediglich die flachen Bereiche nahe der Strandlinie meiden. Ein Dinghiausflug an Land ist jederzeit möglich, am besten bei der kleinen Pier nahe des nördlichen Endes von La Cinta.
Nördlich von San Teodoro eröffnet sich mit den Gewässern um die Insel Tavolara ein wahres Paradies für ankernde Yachten. Die Isola Tavolara selbst ist ein 565 Meter hoher, massiver Kalksteinfelsen, der dramatisch aus dem Meer ragt. An der Westseite der Insel, in der Cala Tramontana, finden Sie einen der spektakulärsten Ankerplätze der gesamten Region. In 5-8 Metern Tiefe auf Sandgrund liegend, haben Sie den imposanten Felsmassiv direkt vor sich, während Sie geschützt vor den vorherrschenden Nordwestwinden liegen. Bei Südwind ist dieser Platz allerdings ungeeignet. An Land gibt es ein kleines Restaurant, das frischen Fisch und sardische Spezialitäten serviert – vom Ankerplatz aus sind es nur wenige Meter mit dem Dinghi.
Molara und die vorgelagerten Inseln
Zwischen Tavolara und dem Festland liegt die kleinere Insel Molara, ein weiterer Geheimtipp für Segler. Die Ostseite von Molara bietet mehrere geschützte Ankerbuchten mit kristallklarem Wasser und Sandgrund. Besonders die Cala di Chiesa im Norden der Insel ist bei Seglern beliebt: geschützt, ruhig und mit einem spektakulären Unterwasserrelief, das Schnorchler begeistert. Das Wasser ist hier so klar, dass Sie in zehn Metern Tiefe noch jedes Detail des Meeresbodens erkennen können. Die Insel ist unbewohnt und steht unter Naturschutz, was bedeutet, dass Sie hier absolute Ruhe und unberührte Natur erleben.
Für erfahrene Segler lohnt sich auch ein Abstecher zu den noch weiter vorgelagerten Inseln Molarotto und Piana. Diese winzigen Felseninseln sind von flachen Sandbänken umgeben, die bei ruhigem Wetter traumhafte Ankermöglichkeiten bieten. Das Wasser schimmert hier in allen Türkistönen, und mit etwas Glück haben Sie die gesamte Inselgruppe für sich allein. Allerdings ist Vorsicht geboten: Die Gewässer um diese Inseln sind teilweise sehr flach, und es gibt einzelne Felsen, die knapp unter der Wasseroberfläche liegen. Eine sorgfältige Navigation mit aktuellen Seekarten und GPS ist hier unerlässlich. Bei starkem Wind oder Seegang sollten diese exponierten Ankerplätze gemieden werden.
Segelrouten ab San Teodoro für verschiedene Zeiträume
Für einen Wochenendtörn ab San Teodoro Sardinien empfiehlt sich eine Route nach Norden. Am ersten Tag segeln Sie entlang der Küste nach Tavolara und Molara, wo Sie die Nacht in einer der geschützten Buchten verbringen. Tag zwei führt Sie weiter nordwärts nach Porto Rotondo, einem eleganten Yachthafen mit erstklassigen Restaurants und Boutiquen. Nach einer Nacht im Hafen geht es am dritten Tag zurück Richtung San Teodoro mit einem Stopp in der malerischen Bucht von Cala di Volpe, bevor Sie am Nachmittag wieder Ihren Ausgangshafen erreichen. Diese Route kombiniert spektakuläre Naturerlebnisse mit einem Hauch von Glamour und ist mit etwa 30 Seemeilen Gesamtdistanz auch für weniger erfahrene Crews gut zu bewältigen.
Wer eine Woche Zeit hat, kann von San Teodoro aus das gesamte La Maddalena-Archipel erkunden. Diese siebentägige Route führt Sie zunächst nach Norden zur Insel Tavolara, dann weiter nach Palau und ins Maddalena-Archipel. Hier verbringen Sie drei bis vier Tage mit Inselhopping zwischen La Maddalena, Caprera, Santo Stefano und den kleineren Inseln. Die Cala Coticcio auf Caprera, auch „Tahiti“ genannt, ist ein absolutes Highlight mit karibisch anmutendem Wasser. Auf dem Rückweg nach San Teodoro können Sie einen Stop in Santa Teresa Gallura einlegen und die beeindruckenden Klippen von Capo Testa bestaunen. Diese Wochenroute umfasst etwa 80-100 Seemeilen und bietet eine perfekte Mischung aus Segeln, Ankern und Hafenaufenthalten.
Südroute zur Ostküste und nach Cala Gonone
Eine Alternative für eine Woche ist die Südroute entlang der sardischen Ostküste bis zur Cala Luna. Diese Route ist landschaftlich besonders reizvoll, führt sie doch an der dramatischen Küste des Golfo di Orosei entlang. Nach dem Start in San Teodoro Sardinien segeln Sie zunächst nach Süden und ankern die erste Nacht in einer der Buchten bei Capo Coda Cavallo. Tag zwei bringt Sie nach Cala Liberotto oder S. Maria Navarrese, wo Sie in der kleinen Marina übernachten können. Die folgenden Tage erkunden Sie die spektakulären Buchten zwischen Cala Gonone und Arbatax: Cala Luna mit ihrem Höhlenstrand, Cala Mariolu mit dem charakteristischen rosafarbenen Kies und Cala Goloritzé mit ihrem berühmten Felsbogen.
Diese Buchten gehören zum Nationalpark Golfo di Orosei und sind ausschließlich per Boot oder über anspruchsvolle Wanderwege erreichbar. Das Ankern ist nur in ausgewiesenen Bereichen erlaubt und wird in der Hochsaison reguliert, um die Umwelt zu schützen. Die hohen Kalksteinfelsen, die direkt ins Meer abfallen, schaffen eine dramatische Kulisse und bieten ausgezeichneten Windschutz. Allerdings sind diese Buchten bei Südwind exponiert, dann sollten Sie in nördlichere Gefilde ausweichen. Auf dem Rückweg nach San Teodoro können Sie in Orosei oder Cala Gonone übernachten, bevor Sie die letzte Etappe zurück zu Ihrem Ausgangshafen antreten. Diese Route umfasst etwa 100-120 Seemeilen und erfordert etwas mehr Segelerfahrung, da Teile der Küste exponiert liegen.

Yacht-Typen und Charter-Optionen in San Teodoro
In San Teodoro stehen verschiedene Yacht-Typen für Charter zur Verfügung. Segelyachten zwischen 35 und 50 Fuß Länge sind die beliebteste Wahl für klassische Segeltörns. Sie bieten ein authentisches Segelerlebnis, sind sparsam im Verbrauch und eignen sich perfekt für die Erkundung der sardischen Küste. Die meisten Charteryachten sind 3-4 Kabinen-Modelle, die 6-8 Personen komfortabel beherbergen können. Moderne Yachten verfügen über Bugstrahlruder, elektrische Winschen und GPS-Kartenplotter, was das Handling auch für weniger erfahrene Crews deutlich erleichtert. Die wöchentlichen Charterpreise beginnen in der Vorsaison bei etwa 2.000 Euro und können in der Hauptsaison im Juli/August für neuere Modelle bis zu 5.000 Euro und mehr betragen.
Wer mehr Platz und Stabilität bevorzugt, sollte einen Katamaran in Betracht ziehen. Diese zweihülligen Boote bieten deutlich mehr Platz sowohl im Innenbereich als auch auf Deck und liegen stabiler im Wasser, was besonders für Familien mit Kindern oder Menschen mit wenig Segelerfahrung attraktiv ist. Die großzügigen Badeplattformen am Heck erleichtern den Zugang zum Wasser beim Ankern erheblich. Allerdings sind Katamarane in der Anschaffung und damit auch im Charter teurer als vergleichbare Monohull-Yachten. Rechnen Sie mit wöchentlichen Charterpreisen ab etwa 3.500 Euro in der Nebensaison bis zu 8.000 Euro oder mehr in der Hauptsaison. Ein weiterer Punkt: Katamarane benötigen mehr Platz beim Anlegen und Ankern, was in kleineren Buchten manchmal limitierend sein kann.
Bareboat oder mit Skipper chartern
Die meisten Charterer entscheiden sich für einen Bareboat-Charter, also das Mieten der Yacht ohne Crew. Voraussetzung dafür ist ein gültiger Sportbootführerschein See sowie der Nachweis ausreichender Segelerfahrung. Viele Charterunternehmen verlangen einen Nachweis über mindestens 300 Seemeilen und das Kommando über ein Boot vergleichbarer Größe. Ein kurzes Check-in-Gespräch und manchmal ein kurzer Check-out-Törn stellen sicher, dass Sie mit dem Boot vertraut sind. Der Vorteil: Sie sind völlig unabhängig, bestimmen Ihre Route selbst und genießen maximale Privatsphäre. Allerdings tragen Sie auch die volle Verantwortung für das Boot und die Crew.
Wer keine ausreichende Segelerfahrung hat oder einfach einen entspannteren Urlaub bevorzugt, kann eine Yacht mit Skipper chartern. Der professionelle Skipper übernimmt Navigation, Manöver und alle technischen Aspekte, während Sie sich zurücklehnen und den Urlaub genießen können. Viele Skipper sind zudem ortskundig und kennen die schönsten Ankerplätze und besten Restaurants entlang der Küste. Die zusätzlichen Kosten für einen Skipper liegen in der Regel bei 150-200 Euro pro Tag plus Verpflegung. Beachten Sie, dass der Skipper eine eigene Kabine benötigt, was die verfügbare Gästezahl reduziert. Besonders für Familien oder Gruppen ohne Segelerfahrung ist diese Option ideal – sie verbindet die Freiheit einer Yachtcharter mit dem Komfort einer geführten Tour.
Beste Reisezeit für Yachtcharter ab San Teodoro
Die optimale Chartersaison in San Teodoro Sardinien erstreckt sich von Mai bis Oktober, wobei jeder Monat seine eigenen Vorzüge hat. Im Mai erwacht die sardische Küste aus dem Winterschlaf, die Temperaturen klettern auf angenehme 20-25 Grad, und das Wasser erreicht etwa 18-20 Grad. Die Natur zeigt sich in voller Blüte, die Macchia duftet intensiv, und die Strände sind noch menschenleer. Charterpreise liegen deutlich unter Hochsaisonpreisen, und Liegeplätze in Marinas und Ankerbuchten sind problemlos verfügbar. Einziger Nachteil: Das Wasser ist noch etwas kühl für längere Schwimmausflüge, und gelegentlich können kräftigere Winde auftreten.
Der Juni und September gelten als ideale Reisemonate für Yachtcharter. Die Temperaturen liegen bei angenehmen 25-28 Grad, das Wasser hat im Juni etwa 21-23 Grad, im September sogar 23-25 Grad. Die Windverhältnisse sind meist stabil und moderat, perfekt für entspanntes Segeln. Die meisten Strandbars und Restaurants haben bereits oder noch geöffnet, aber die großen Touristenströme bleiben aus. Charterpreise liegen im mittleren Bereich, deutlich günstiger als im Juli/August. Diese Monate bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und sind besonders für Paare und Segler zu empfehlen, die etwas mehr Ruhe bevorzugen.
Hochsaison Juli und August
Im Juli und insbesondere im August herrscht Hochbetrieb in San Teodoro. Die Temperaturen können auf über 30 Grad steigen, das Wasser ist mit 24-26 Grad badewannenwarm. Die Strände sind gut besucht, ebenso die beliebten Ankerbuchten. Wer in dieser Zeit chartert, sollte Ankerplätze bereits am Vormittag ansteuern und mit anderen Yachten in der Nähe rechnen. Marinas sind oft ausgebucht, eine Reservierung ist unbedingt empfehlenswert. Die Charterpreise erreichen ihr Maximum, können aber durch frühzeitige Buchung oder Last-Minute-Angebote günstiger ausfallen. Vorteil der Hochsaison: Das gesamte touristische Angebot läuft auf Hochtouren, alle Restaurants und Bars sind geöffnet, und an Land herrscht reges, mediterranes Leben.
Der Oktober markiert das Ende der Hauptsaison. Die Temperaturen sinken auf angenehme 20-25 Grad, das Wasser ist mit 21-23 Grad noch warm genug zum Schwimmen. Der Mistral kann in diesem Monat kräftiger wehen, was erfahrene Segler schätzen, Anfänger aber vorsichtig sein lässt. Viele Strandbars schließen nach Mitte Oktober, auch einige Marinas fahren ihre Services herunter. Dafür sind die Preise wieder deutlich niedriger, und Sie haben viele Ankerplätze fast für sich allein. Für Segler, die Ruhe und authentisches Insel-Feeling suchen und mit gelegentlich wechselhaftem Wetter zurechtkommen, ist der Oktober eine reizvolle Alternative. Erwähnenswert ist auch, dass die sardische Herbstküche mit frischen Pilzen, Wild und neuen Wein aufwartet.
Praktische Tipps für Ihre Yachtcharter ab San Teodoro
Die Anreise nach San Teodoro Sardinien erfolgt in der Regel über den Flughafen Olbia-Costa Smeralda, der nur etwa 25 Kilometer entfernt liegt. Dieser wird von zahlreichen europäischen Städten direkt angeflogen, besonders in der Sommersaison gibt es viele Verbindungen auch von deutschen Flughäfen. Vom Flughafen zur Marina erreichen Sie in etwa 30 Minuten mit dem Mietwagen oder Taxi. Eine Autobuchung ist empfehlenswert, da Sie damit flexibel für Einkäufe und Ausflüge bleiben. Alternativ können manche Charterfirmen auch einen Transfer organisieren. Wer einen eigenen Mietwagen auf Sardinien bucht, sollte dies vorab online tun, da die Verfügbarkeit vor Ort in der Hochsaison begrenzt sein kann.
Bei der Proviantierung haben Sie in San Teodoro mehrere Optionen. Direkt in der Marina gibt es einen kleinen Shop, der allerdings eher teuer ist und nur eine begrenzte Auswahl bietet. Besser ist ein Besuch in einem der Supermärkte im Ort, etwa dem Eurospin oder Conad, die beide gut sortiert sind und faire Preise haben. Für frischen Fisch sollten Sie früh morgens zum kleinen Fischereihafen gehen, wo lokale Fischer ihren Fang verkaufen. Auch Brot, Obst und Gemüse kaufen Sie am besten frisch auf dem Wochenmarkt, der jeden Dienstag und Samstag im Ortszentrum stattfindet. Rechnen Sie für eine Woche mit etwa 100-150 Euro pro Person für Lebensmittel, je nach Anspruch und geplanten Restaurantbesuchen.
Marina-Gebühren und Ankern
Die Liegegebühren in der Marina San Teodoro liegen im mittleren Preissegment sardischer Häfen. Für eine 12-Meter-Yacht zahlen Sie in der Nebensaison etwa 50-60 Euro pro Nacht, in der Hauptsaison Juli/August steigen die Preise auf 80-100 Euro. Diese Gebühren beinhalten Strom- und Wasseranschluss sowie Nutzung der Sanitäranlagen. Die Marina akzeptiert Reservierungen, besonders im August ist eine Voranmeldung dringend empfehlenswert. In den kleineren Häfen entlang der Küste sind die Gebühren meist etwas moderater, allerdings ist die Infrastruktur auch weniger ausgebaut. Wer Kosten sparen möchte, kann die meiste Zeit vor Anker verbringen und nur gelegentlich Marinas anlaufen.
Das freie Ankern ist in den meisten Buchten rund um San Teodoro erlaubt und kostenlos, allerdings gibt es einige wichtige Regeln zu beachten. In ausgewiesenen Naturschutzgebieten, wie Teilen des Golfo di Orosei oder rund um Tavolara, kann das Ankern eingeschränkt oder an bestimmte Bojen gebunden sein. In der Hochsaison Juli/August werden in beliebten Buchten oft Mooringbojen ausgelegt, deren Nutzung etwa 20-40 Euro pro Nacht kostet. Diese Bojen schonen den Meeresgrund und bieten sicheren Halt. Beim freien Ankern gilt: ausreichend Kette ausstossen mindestens das Dreifache der Wassertiefe, bei erwartetem Wind sogar das Fünffache. Sandgrund bietet den besten Halt, bei felsigem oder bewachsenem Grund kann der Anker ausbrechen. Achten Sie auch auf ausreichend Schwojkreis zu anderen Booten und zu Küstenfelsen.

Sicherheit und Navigation
Die Navigation in den Gewässern um San Teodoro ist generell unkompliziert, erfordert aber Aufmerksamkeit in bestimmten Bereichen. Die Küste ist gut betonnt, und die meisten Gefahrenstellen sind in aktuellen Seekarten verzeichnet. Kritische Punkte sind die flachen Bereiche nördlich von Capo Coda Cavallo sowie die Gewässer um die vorgelagerten Inseln Tavolara und Molara, wo einzelne Felsen knapp unter der Wasseroberfläche liegen. Ein GPS-Kartenplotter mit aktuellen Karten ist obligatorisch, ein Echolot zur Kontrolle der Wassertiefe ebenfalls. Bei der Anfahrt an unbekannte Ankerplätze sollten Sie tagsüber und bei guter Sicht navigieren, um Unterwasserhindernisse rechtzeitig zu erkennen.
Die Wettervorhersage sollten Sie täglich kontrollieren. Der vorherrschende Mistral aus Nordwesten ist in den Sommermonaten meist moderat und stabil, kann aber gelegentlich auf 25-30 Knoten auffrischen, besonders am Nachmittag. Der Scirocco aus Südosten bringt warme, feuchte Luft und kann zu unruhiger See führen, besonders an der Ostküste. Lokale UKW-Wettermeldungen gibt es auf Kanal 16 und speziellen Wetterkanälen, auch das italienische Wetteramt bietet zuverlässige Vorhersagen über Apps und Webseiten. Bei Starkwindwarnung sollten Sie geschützte Buchten oder Marinas aufsuchen und nicht auf exponiertem Ankerplatz bleiben. Die gute Nachricht: Gewitter sind im Sommer selten, und die Sicht ist meist ausgezeichnet.
Notfallkontakte und medizinische Versorgung
Für Notfälle auf See ist die italienische Küstenwache unter der UKW-Frequenz Kanal 16 oder der Telefonnummer 1530 erreichbar. Die Küstenwache ist professionell ausgestattet und reagiert schnell auf Notrufe. Bei medizinischen Notfällen erreichen Sie den Rettungsdienst unter 118. In San Teodoro gibt es eine Guardia Medica medizinische Notfallambulanz für akute Fälle, das nächste Krankenhaus befindet sich in Olbia. Für kleinere medizinische Probleme gibt es mehrere Apotheken im Ort, die auch englisch sprechen. Eine gut ausgestattete Bordapotheke sollte Verbandsmaterial, Schmerzmittel, Mittel gegen Seekrankheit, Sonnenbrand und Durchfall enthalten.
Zur technischen Sicherheit gehört eine gründliche Überprüfung der Yacht beim Check-in. Kontrollieren Sie alle Sicherheitsausrüstung: Rettungswesten für alle Personen an Bord, Rettungsinsel, Feuerlöscher, Notfallraketen und Erste-Hilfe-Kasten. Testen Sie Motor, Elektrik und Navigationsinstrumente. Die meisten Charteryachten sind mit VHF-Funk, GPS und AIS ausgestattet. Ein Handy mit italienischer SIM-Karte oder Roaming ist zusätzlich sinnvoll für Hafenreservierungen und Notfälle. Informieren Sie sich auch über die Versicherung: Die meisten Charterverträge beinhalten eine Haftpflichtversicherung sowie eine Kaskoversicherung mit Selbstbeteiligung. Eine zusätzliche Kautionsversicherung kann die finanzielle Belastung im Schadensfall reduzieren.
Restaurants und Nightlife in San Teodoro
Die kulinarische Szene in San Teodoro verbindet traditionelle sardische Küche mit modernen mediterranen Einflüssen. Direkt an der Marina finden Sie mehrere Restaurants mit Blick auf die Yachten. Das „Grill 31“ ist bekannt für hervorragende Fisch- und Meeresfrüchtegerichte, während das „L’Osteria del Porto“ sardische Klassiker wie Culurgiones gefüllte Pasta und Porceddu Spanferkel serviert. Etwas gehobener ist das „Il Cormorano“, wo Sie bei Sonnenuntergang auf der Terrasse moderne italienische Küche mit Meerblick genießen können. Die Preise liegen im mittleren bis gehobenen Bereich, rechnen Sie mit 35-60 Euro pro Person für ein Drei-Gänge-Menü mit Wein.
Im Ortszentrum gibt es weitere empfehlenswerte Adressen. Das „Baffo Ristorante“ ist bei Einheimischen beliebt und bietet authentische sardische Küche zu fairen Preisen. Für Pizza empfiehlt sich das „Da Mario“, das als eine der besten Pizzerien der Region gilt. Wer Lust auf Gelato hat, sollte die „Gelateria Golosa“ besuchen, die hausgemachtes Eis in kreativen Sorten anbietet. Zum Aperitivo treffen sich Einheimische und Touristen in der Bar „Ambra“, die eine umfangreiche Cocktailkarte und kleine Snacks bereithält. Generell ist das gastronomische Niveau in San Teodoro Sardinien hoch, mit frischen, regionalen Zutaten und leidenschaftlicher Zubereitung.
Ausgehen und Nachtleben
Das Nachtleben in San Teodoro ist für einen Ort dieser Größe erstaunlich lebhaft, besonders in der Hochsaison. Das „Ambra Night“ ist der bekannteste Club und zieht ein internationales Publikum an. Mit mehreren Dancefloors, Live-Musik und DJ-Sets bis in die frühen Morgenstunden ist hier in den Sommermonaten immer etwas los. Der Eintritt liegt bei etwa 20-30 Euro und beinhaltet meist einen Drink. Etwas entspannter geht es in den Beach Clubs entlang von La Cinta zu, wo bei Sonnenuntergang DJ-Musik gespielt wird und Sie mit den Füßen im Sand tanzen können. Das „La Cinta Beach“ und das „Simius Beach“ sind hier die Top-Adressen.
Wer es ruhiger mag, findet in den zahlreichen Bars und Lounges im Zentrum gemütliche Atmosphäre. Die „Piazza Mediterraneo“ ist der zentrale Treffpunkt mit mehreren Bars und Cafés, wo Sie unter freiem Himmel bei einem Glas Vermentino, dem lokalen Weißwein, den Abend ausklingen lassen können. Live-Musik gibt es oft in der „Jazz Bar Gabbiano“, die für ihre entspannte Atmosphäre und guten Cocktails bekannt ist. Generell gilt: San Teodoro verbindet das entspannte Flair eines Küstenstädtchens mit genügend Ausgeh-Optionen, um auch Party-Freunde zufriedenzustellen, ohne dabei den Charme zu verlieren, der authentische sardische Orte auszeichnet.
Fazit: San Teodoro als idealer Ausgangspunkt
San Teodoro Sardinien vereint alle Vorzüge, die einen perfekten Yachtcharter-Standort ausmachen: eine modern ausgestattete Marina, spektakuläre Strände und Ankerbuchten in unmittelbarer Nähe, vielfältige Segelrouten für verschiedene Ansprüche und ein lebendiges Städtchen mit ausgezeichneter Gastronomie. Die nautischen Bedingungen sind ideal sowohl für erfahrene Segler als auch für Einsteiger mit entsprechenden Vorkenntnissen. Die Kombination aus geschützten Buchten für entspannte Ankertage und exponierteren Revieren für sportlichere Törns macht die Region abwechslungsreich und interessant.
Was San Teodoro von anderen Charterbasen unterscheidet, ist die perfekte Balance zwischen touristischer Infrastruktur und authentischem sardischen Charakter. Anders als in den mondäneren Häfen der Costa Smeralda wie Porto Cervo Arzachena geht es hier noch bodenständiger zu, ohne auf Komfort und Qualität zu verzichten. Gleichzeitig ist die Anbindung hervorragend, die Auswahl an Charteryachten groß und die nautischen Dienstleistungen professionell. Ob für einen Kurztrip übers Wochenende, eine einwöchige Inselumrundung oder als Ausgangspunkt für längere Törns entlang der sardischen Küste – San Teodoro ist eine ausgezeichnete Wahl für unvergessliche Segelerlebnisse im kristallklaren Wasser des Mittelmeers.