Wer auf der Suche nach einem authentischen, malerischen Hafenort auf Mallorca ist, wird in Cala Figuera im Südosten der Insel fündig. Das kleine Fischerdorf zählt zu den schönsten und besterhaltenen Küstenorten der Balearen und begeistert Segler, Yachtliebhaber und Ruhesuchende gleichermaßen. Mit seinen traditionellen Bootshäusern, den sogenannten Colgades, die sich direkt an den schmalen Fjord schmiegen, strahlt Cala Figuera eine unverfälschte, mediterrane Atmosphäre aus. Der Ort liegt fernab der großen Touristenströme und bietet dennoch alle Annehmlichkeiten, die Segler und Chartergäste schätzen: geschützte Ankerplätze, charmante Restaurants am Wasser und eine hervorragende Ausgangslage für Törns entlang der Ostküste Mallorcas.
Warum Cala Figuera ein Geheimtipp für Yachtcharter ist
Im Gegensatz zu den großen Yachthäfen wie Palma, Port Adriano oder Alcúdia ist Cala Figuera ein kleiner, natürlicher Hafen, der vor allem bei erfahrenen Seglern und Chartergästen beliebt ist, die Wert auf Authentizität legen. Der schmale, fjordartige Einschnitt ins Inselinnere bietet guten Schutz vor Wind und Wellen aus den meisten Richtungen und ist daher ein sicherer Ankerplatz. Die Bucht teilt sich in zwei Arme: Caló d’en Busques im Osten und Caló d’en Boira im Westen. Beide Seitenarme sind von traditionellen, weißen Bootshäusern gesäumt, die den besonderen Charakter des Ortes ausmachen.
Für Yachtcharter-Gäste bietet Cala Figuera eine willkommene Abwechslung zu den großen Marinas. Hier ankert man in ruhiger, idyllischer Umgebung, umgeben von Kiefern und Pinienwäldern, die bis ans Uasser reichen. Der Hafen verfügt über keine kommerzielle Marina mit Liegeplätzen für große Charterflotten, sondern ist in erster Linie ein Arbeitshafen für lokale Fischer und ein beliebter Ankerplatz für kleinere Segelyachten und Motoryachten. Wer mit einer gecharterten Yacht hierherkommt, sollte sich auf das Ankern vorbereiten und den Ort mit dem Dingi erkunden.
Lage und Anreise nach Cala Figuera
Cala Figuera gehört zur Gemeinde Santanyí und liegt etwa 60 Kilometer südöstlich von Palma de Mallorca. Die Anreise mit dem Auto dauert vom Flughafen Palma etwa eine Stunde. Der Ort ist über gut ausgebaute Landstraßen erreichbar und liegt in direkter Nähe zu anderen charmanten Küstenorten wie Cala Santanyí, Cala Llombards und dem beliebten Strand Es Trenc. Für Segler, die eine Yacht ab Palma oder einer der umliegenden Marinas chartern, ist Cala Figuera ein lohnendes Ziel für einen Tagesausflug oder einen mehrtägigen Stopp entlang der Südostküste.
Die Anfahrt vom Meer aus ist relativ einfach, sofern man die Einfahrt zur schmalen Bucht beachtet. Die Einfahrt liegt zwischen felsigen Klippen und ist bei ruhiger See gut passierbar. Bei starkem Süd- oder Südostwind sollte man jedoch vorsichtig sein, da die Wellen direkt in die Bucht laufen können. In den Sommermonaten herrschen in der Regel günstige Bedingungen, und die Bucht bietet exzellenten Schutz vor den vorherrschenden Nord- und Nordostwinden.
Ankerplätze und Liegeplätze in Cala Figuera
Wie bereits erwähnt, gibt es in Cala Figuera keine klassische Marina mit festen Liegeplätzen für Charteryachten. Der Hafen wird hauptsächlich von Fischerbooten genutzt, die in den traditionellen Bootshäusern untergebracht sind. Yachten ankern üblicherweise in der Bucht oder in einem der beiden Seitenarme. Der Grund besteht überwiegend aus Fels und Seegras, daher ist ein guter Anker mit ausreichend Kette empfehlenswert. Die Wassertiefe variiert zwischen 3 und 8 Metern, je nach Position in der Bucht.
Viele Segler bevorzugen den westlichen Arm, Caló d’en Boira, da hier etwas mehr Platz zum Ankern ist und die Umgebung besonders malerisch wirkt. Bei starkem Andrang in der Hochsaison kann es jedoch eng werden, weshalb ein frühes Eintreffen von Vorteil ist. Wer plant, die Nacht in der Bucht zu verbringen, sollte den Anker sorgfältig setzen und regelmäßig kontrollieren, da der Untergrund stellenweise rutschig sein kann. Ein Dingi ist hier unerlässlich, um an Land zu gelangen und die örtlichen Restaurants und Geschäfte zu besuchen.
Infrastruktur und Versorgung für Segler
Obwohl Cala Figuera ein kleiner Ort ist, bietet er eine solide Grundversorgung für Segler und Yachtcharter-Gäste. Entlang der Hafenpromenade finden sich mehrere Restaurants und Cafés, die frischen Fisch und lokale Spezialitäten servieren. Besonders empfehlenswert sind die Restaurants mit Blick auf die Bucht, wo man bei Sonnenuntergang die einzigartige Stimmung genießen kann. Einige der Restaurants sind seit Jahrzehnten in Familienbesitz und bieten authentische mallorquinische Küche.
Für die Versorgung mit Lebensmitteln gibt es im Ort kleine Supermärkte und Bäckereien. Wasser und Treibstoff sind jedoch nicht direkt am Hafen verfügbar, weshalb Segler vor der Anfahrt nach Cala Figuera sicherstellen sollten, dass ihre Vorräte ausreichend sind. Die nächstgrößere Stadt mit umfassender Infrastruktur ist Santanyí, etwa 5 Kilometer landeinwärts, wo auch ein Wochenmarkt stattfindet. Hier können frische Produkte, Fleisch, Käse und andere regionale Spezialitäten eingekauft werden.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten rund um Cala Figuera
Neben dem Hafen selbst bietet die Umgebung von Cala Figuera zahlreiche Möglichkeiten für Landausflüge und Erkundungen. Nur wenige Gehminuten entfernt liegt der Leuchtturm Far de Cala Figuera, der einen spektakulären Ausblick über die Steilküste und das offene Meer bietet. Der Weg dorthin führt durch typisch mediterrane Landschaft mit niedrigen Steinmauern, Olivenbäumen und Wildkräutern. Fotografen und Naturliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten.
Auch die umliegenden Buchten sind einen Besuch wert. Cala Santanyí, etwa 3 Kilometer nördlich, ist ein beliebter Badestrand mit feinem Sand und kristallklarem Wasser. Cala Llombards, etwas weiter westlich, besticht durch ihre geschützte Lage und das ruhige, türkisfarbene Meer. Beide Strände sind mit dem Dingi oder zu Fuß erreichbar und eignen sich hervorragend für eine Pause vom Segeln. Wer gerne schnorchelt, findet entlang der felsigen Küste zahlreiche Spots mit intakter Unterwasserwelt.
Für kulturell Interessierte lohnt sich ein Ausflug ins nahegelegene Dorf Santanyí. Der Ort ist bekannt für seine Sandstein-Architektur, die wöchentlichen Märkte und die lebendige Kunstszene. Jeden Mittwoch und Samstag findet hier ein großer Wochenmarkt statt, auf dem lokale Produkte, Kunsthandwerk und Kleidung angeboten werden. Die Kirche Sant Andreu Apòstol im Zentrum von Santanyí ist ebenfalls sehenswert und ein schönes Beispiel für mallorquinische Sakralarchitektur.
Beste Reisezeit für einen Yachtcharter nach Cala Figuera
Die beste Zeit für einen Besuch in Cala Figuera mit der Yacht ist zwischen Mai und Oktober. In diesen Monaten sind die Wetterbedingungen stabil, die Wassertemperaturen angenehm und die Infrastruktur vollständig geöffnet. Im Hochsommer, besonders im Juli und August, kann es in der Bucht jedoch recht voll werden, da viele Segler und Motorbootfahrer den Ort als Etappenziel nutzen. Wer es ruhiger mag, sollte die Nebensaison im Frühjahr oder Herbst wählen. Im September und Oktober sind die Temperaturen noch sommerlich, das Wasser warm und die Bucht deutlich weniger frequentiert.
Im Winter ist Cala Figuera ebenfalls reizvoll, jedoch sind viele Restaurants geschlossen und das Wetter kann wechselhaft sein. Für erfahrene Segler, die die Stille und Ursprünglichkeit der Insel schätzen, kann ein Besuch in der kalten Jahreszeit jedoch ein besonderes Erlebnis sein. Die Landschaft zeigt sich dann in sattem Grün, und die wenigen Einheimischen, die vor Ort sind, sind besonders gastfreundlich.
Yachtcharter ab Mallorca: Beliebte Ausgangsbasen für Törns nach Cala Figuera
Mallorca bietet eine Vielzahl an Charterbasen, von denen aus man Cala Figuera bequem erreichen kann. Die größte und bekannteste Basis ist Palma de Mallorca, wo zahlreiche Charterfirmen Segel- und Motoryachten in allen Größen und Ausstattungsvarianten anbieten. Von Palma aus beträgt die Distanz nach Cala Figuera etwa 30 Seemeilen, was je nach Windverhältnissen eine Tagesetappe oder eine gemütliche Halbtagestour bedeutet. Die Route führt entlang der Südküste, vorbei an bekannten Ankerbuchten wie Cala Pi, Es Trenc und Colònia de Sant Jordi.
Eine weitere beliebte Ausgangsbasis ist Port Adriano, eine moderne Marina westlich von Palma, die vor allem für ihre luxuriösen Yachten und gehobene Infrastruktur bekannt ist. Auch von hier aus ist Cala Figuera gut erreichbar, die Strecke ist jedoch etwas länger. Alternativ können Chartergäste auch von kleineren Häfen wie Portocolom oder Cala d’Or starten, die näher an Cala Figuera liegen und ebenfalls eine gute Auswahl an Charterbooten bieten. Wer eine mehrtägige Segelroute plant, kann Cala Figuera als Zwischenstopp auf einer Rundfahrt um die Insel einplanen.
Tipps für die Törnplanung mit Cala Figuera als Ziel
Bei der Planung eines Törns nach Cala Figuera sollte man mehrere Faktoren berücksichtigen. Zunächst ist es wichtig, die Wetterbedingungen im Auge zu behalten. Die Südostküste Mallorcas ist generell windgeschützt, kann aber bei südlichen Winden oder Gewittern ungemütlich werden. Ein Blick auf die aktuelle Wettervorhersage und die Windrichtung ist daher unverzichtbar. Bei unsicheren Bedingungen ist es ratsam, alternative Ankerbuchten wie Cala Llombards oder Cala Santanyí in Betracht zu ziehen.
Auch die Tageszeit spielt eine Rolle. Wer früh am Morgen in Cala Figuera ankommt, hat bessere Chancen auf einen ruhigen Ankerplatz und kann den Tag entspannt mit einem Bummel durch den Ort oder einem Frühstück in einem der Cafés beginnen. Am Nachmittag wird es oft voller, da viele Boote aus den umliegenden Marinas eintreffen. Übernachtungsgäste sollten den Anker gut setzen und gegebenenfalls eine zusätzliche Leine an Land befestigen, um bei Nacht sicher zu liegen.
Für längere Törns entlang der Südküste empfiehlt es sich, mehrere Tage einzuplanen und verschiedene Buchten und Häfen zu erkunden. Eine mögliche Route könnte von Palma über Cala Pi, Es Trenc, Colònia de Sant Jordi und Cala Figuera bis nach Portocolom oder Cala d’Or führen. Auf diese Weise erlebt man die Vielfalt der mallorquinischen Küste und kann die schönsten Ankerplätze der Insel in Ruhe genießen. Wer weniger Zeit hat, kann auch nur einen Tagesausflug nach Cala Figuera unternehmen und am Abend zurück nach Palma segeln.
Vorschriften und Umweltschutz beim Ankern in Cala Figuera
Wie in vielen anderen Küstengebieten Mallorcas gelten auch in Cala Figuera strenge Umweltschutzvorschriften. Das Ankern auf Seegraswiesen, den sogenannten Posidonia-Feldern, ist verboten und wird mit hohen Bußgeldern geahndet. Posidonia oceanica ist eine geschützte Meerespflanze, die für das ökologische Gleichgewicht im Mittelmeer von großer Bedeutung ist. Segler sollten daher beim Ankern darauf achten, nur auf sandigen oder felsigen Untergründen zu ankern und Seegraswiesen zu meiden.
Zusätzlich ist es wichtig, keinen Müll oder Abwasser ins Meer zu entsorgen. Die meisten modernen Charteryachten verfügen über Tanks für Grauwasser und Fäkalien, die in den Häfen entleert werden können. Auch das Entsorgen von Plastik, Öl oder anderen Schadstoffen ist streng verboten und schadet der Umwelt erheblich. Wer sich an diese Regeln hält, trägt dazu bei, die natürliche Schönheit von Cala Figuera und der umliegenden Küste zu bewahren. Ein nachhaltiger Segelurlaub beginnt mit verantwortungsvollem Verhalten an Bord und am Ankerplatz.

Yachtcharter-Optionen: Segelyacht oder Motorboot?
Für einen Törn nach Cala Figuera stehen verschiedene Bootstypen zur Auswahl. Segelyachten sind bei klassischen Seglern beliebt, da sie das authentische Segelerlebnis bieten und ideal für längere Törns entlang der Küste sind. Sie sind in verschiedenen Größen erhältlich, von kompakten 30-Fuß-Yachten für Paare bis hin zu großen 50-Fuß-Modellen für Gruppen oder Familien. Segelyachten sind in der Regel günstiger im Verbrauch als Motorboote und bieten ein ruhiges, umweltfreundliches Reisen.
Motorboote und Motoryachten hingegen sind schneller und bieten mehr Komfort, besonders bei kurzen Tagesausflügen. Sie eignen sich gut für Chartergäste, die wenig Segelerfahrung haben oder einfach nur die Küste genießen möchten, ohne sich um Segel und Wind kümmern zu müssen. Für Familien mit Kindern oder ältere Personen können Motorboote die komfortablere Wahl sein, da sie mehr Stabilität und Platz bieten. Auch Katamarane werden auf Mallorca häufig gechartert und bieten mit ihrem großen Platzangebot und der Stabilität ideale Bedingungen für entspannte Törns.
Mit oder ohne Skipper: Was ist die richtige Wahl?
Ob man eine Yacht mit oder ohne Skipper chartert, hängt von der eigenen Segelerfahrung und den persönlichen Vorlieben ab. Wer im Besitz eines gültigen Sportbootführerscheins ist und über ausreichend Erfahrung verfügt, kann problemlos eine Bareboat-Charter buchen und die Yacht selbst steuern. Dies bietet maximale Flexibilität und Unabhängigkeit bei der Routenplanung. Allerdings sollte man sich mit den lokalen Gegebenheiten, Navigationshilfen und Wetterbedingungen vertraut machen, bevor man in See sticht.
Für weniger erfahrene Segler oder solche, die sich voll und ganz auf den Urlaub konzentrieren möchten, ist eine Yachtcharter mit Skipper die bessere Wahl. Ein erfahrener Skipper kennt die besten Ankerplätze, die schönsten Buchten und kann wertvolle Tipps zur Region geben. Zudem übernimmt er die Navigation und das Manövrieren, sodass die Gäste sich entspannen und die Fahrt genießen können. Einige Charterfirmen bieten auch die Option, zusätzlich eine Hostess zu buchen, die sich um Verpflegung und Service an Bord kümmert.
Kosten für eine Yachtcharter nach Cala Figuera
Die Kosten für eine Yachtcharter auf Mallorca variieren je nach Saison, Bootstyp und Ausstattung. In der Hochsaison, von Juli bis August, sind die Preise am höchsten, während in der Nebensaison deutlich günstigere Angebote verfügbar sind. Eine durchschnittliche Segelyacht mit 3 Kabinen kostet in der Hochsaison etwa 2.000 bis 4.000 Euro pro Woche, während Motoryachten und Katamarane teurer sein können. Wer nur einen Tagesausflug nach Cala Figuera plant, kann auch eine Tagescharter buchen, die je nach Boot zwischen 300 und 1.000 Euro kostet.
Zusätzlich zu den Charterkosten fallen weitere Ausgaben an, wie z.B. Treibstoff, Hafengebühren, Endreinigung und gegebenenfalls die Kaution. Auch Verpflegung und persönliche Ausgaben sollten einkalkuliert werden. Wer sich für eine Charter mit Skipper entscheidet, muss mit einem Aufpreis von etwa 150 bis 250 Euro pro Tag rechnen. Es lohnt sich, verschiedene Anbieter zu vergleichen und frühzeitig zu buchen, um die besten Konditionen zu sichern. Wer flexibel ist, kann auch von Last-Minute-Angeboten profitieren.
Sicherheit und Navigation rund um Cala Figuera
Die Navigation entlang der Südostküste Mallorcas ist grundsätzlich gut zu bewältigen, erfordert jedoch Aufmerksamkeit und Vorsicht. Die Küste ist teilweise felsig, und es gibt einige Untiefen und Riffe, die auf den Seekarten verzeichnet sind. Moderne GPS-Systeme und Kartenplotter erleichtern die Navigation erheblich, dennoch sollte man sich nicht ausschließlich auf elektronische Hilfsmittel verlassen und stets auch die visuelle Orientierung nutzen. Bei der Einfahrt nach Cala Figuera ist besonders auf die Felsen an der Einfahrt zu achten, die bei niedrigem Wasserstand oder schlechter Sicht gefährlich werden können.
Es empfiehlt sich, bei Tageslicht anzukommen und die Einfahrt langsam und konzentriert zu navigieren. Die Bucht selbst ist gut geschützt, aber bei starkem Wind aus Süd oder Südwest kann es zu unangenehmen Wellen kommen. In solchen Fällen ist es ratsam, eine alternative Bucht aufzusuchen oder die Ankunft zu verschieben. Auch die Kommunikation mit anderen Booten in der Bucht ist wichtig, um Kollisionen beim Ankern zu vermeiden. Ein UKW-Funkgerät sollte an Bord sein und auf dem internationalen Notfallkanal 16 eingestellt sein.
Restaurants und kulinarische Highlights in Cala Figuera
Einer der Höhepunkte eines Besuchs in Cala Figuera ist zweifelsohne die lokale Gastronomie. Entlang der Hafenpromenade reihen sich mehrere Restaurants aneinander, die frischen Fisch und Meeresfrüchte aus der Region servieren. Besonders empfehlenswert sind traditionelle Gerichte wie Arroz de Pescado (Fischreis), Zarzuela de Mariscos (Meeresfrüchte-Eintopf) oder gegrillter Fisch der Saison. Viele Restaurants beziehen ihre Zutaten direkt von den lokalen Fischern, was für höchste Frische und Qualität sorgt.
Ein beliebtes Restaurant ist das Es Port, das direkt am Wasser liegt und einen spektakulären Blick auf die Bucht bietet. Hier kann man bei Sonnenuntergang die mallorquinische Küche in entspannter Atmosphäre genießen. Ebenfalls zu empfehlen ist das Restaurant Cala Figuera, das seit Jahrzehnten familiengeführt wird und für seine authentischen Rezepte bekannt ist. Wer es etwas gehobener mag, findet im Es Bergant eine moderne Interpretation der mediterranen Küche mit saisonalen Produkten und kreativen Kombinationen.
Neben den Restaurants gibt es in Cala Figuera auch einige Bars und Cafés, die sich perfekt für einen Aperitif oder einen Kaffee am Nachmittag eignen. Die meisten Lokale haben Außenterrassen mit Blick auf das Wasser, was den besonderen Charme des Ortes unterstreicht. Reservierungen sind in der Hochsaison empfehlenswert, da die Restaurants schnell ausgebucht sein können. Viele Einheimische und Stammgäste kehren Jahr für Jahr hierher zurück, was für die Qualität und Authentizität der Gastronomie spricht.
Wassersport und Freizeitaktivitäten
Neben dem Ankern und Genießen der Kulisse bietet Cala Figuera auch verschiedene Möglichkeiten für Wassersport und Freizeitaktivitäten. Schnorcheln ist besonders beliebt, da die felsige Küste und das klare Wasser ideale Bedingungen bieten. Mit Maske, Schnorchel und Flossen kann man die Unterwasserwelt erkunden und mit etwas Glück Oktopusse, bunte Fische und sogar kleine Kraken entdecken. Die besten Schnorchelspots befinden sich entlang der Außenküste und in den kleineren Buchten rund um Cala Figuera.
Auch Stand-Up-Paddling (SUP) ist eine tolle Möglichkeit, die Bucht aus einer anderen Perspektive zu erleben. Viele Charteryachten haben SUP-Boards an Bord, die man für Ausflüge entlang der Küste nutzen kann. Kajakfahren ist ebenfalls möglich und bietet eine ruhige, naturnahe Art, die Umgebung zu erkunden. Für Tauchbegeisterte gibt es in der Nähe mehrere Tauchschulen, die geführte Tauchgänge zu nahegelegenen Riffen und Höhlen anbieten.
An Land können Besucher wandern, Rad fahren oder einfach die malerischen Gassen des Ortes erkunden. Der bereits erwähnte Leuchtturm ist ein beliebtes Wanderziel, ebenso wie die umliegenden Küstenpfade, die atemberaubende Ausblicke auf das Meer bieten. Fotografen finden hier zahlreiche Motive, von traditionellen Bootshäusern über felsige Klippen bis hin zu idyllischen Sonnenuntergängen. Auch für Familien mit Kindern gibt es genug zu entdecken, von kleinen Badestellen bis hin zu schattigen Picknickplätzen unter Pinien.

Kombinationsmöglichkeiten: Cala Figuera als Teil einer größeren Route
Wer mehr Zeit mitbringt, kann Cala Figuera ideal in eine mehrtägige Segeltour entlang der Südküste Mallorcas einbinden. Eine klassische Route startet in Palma, führt über Cala Pi und Es Trenc nach Colònia de Sant Jordi, weiter nach Cala Figuera, Portocolom und schließlich nach Cala d’Or oder Porto Cristo. Auf diese Weise erlebt man die schönsten Ankerbuchten der Insel und kann jeden Tag neue Orte entdecken. Jede Bucht hat ihren eigenen Charakter, von einsamen Naturstränden bis hin zu lebhaften Hafenstädtchen.
Eine weitere interessante Route führt von Cala Figuera weiter in Richtung Cabrera, einer unbewohnten Inselgruppe südlich von Mallorca, die als Nationalpark geschützt ist. Cabrera ist ein Paradies für Naturliebhaber und bietet spektakuläre Ankerplätze in unberührter Landschaft. Allerdings ist für den Besuch von Cabrera eine Genehmigung erforderlich, die im Voraus beantragt werden muss. Wer diese Route plant, sollte ausreichend Proviant und Wasser an Bord haben, da auf Cabrera keine Infrastruktur vorhanden ist.
Auch eine Umrundung der gesamten Insel ist eine spannende Option für erfahrene Segler. Diese Tour dauert in der Regel 7 bis 10 Tage und führt an den schönsten Küstenabschnitten Mallorcas vorbei, von der rauen Nordküste über die romantischen Buchten des Westens bis hin zur entspannten Südostküste mit Cala Figuera als einem der Highlights. Solche Törns erfordern gute Planung, ausreichend Segelerfahrung und Flexibilität, um auf wechselnde Wetterbedingungen reagieren zu können.
Tipps für Anfänger: Worauf sollte man achten?
Wer zum ersten Mal eine Yacht chartert oder noch wenig Erfahrung mit dem Segeln hat, sollte einige grundlegende Tipps beachten. Zunächst ist es wichtig, sich vor der Abfahrt gründlich mit dem Boot vertraut zu machen. Die meisten Charterfirmen bieten eine ausführliche Einweisung an, bei der alle technischen Details, Sicherheitseinrichtungen und Bedienelemente erklärt werden. Diese Einweisung sollte man ernst nehmen und alle Fragen klären, bevor man ablegt.
Auch die richtige Ausrüstung ist entscheidend. Neben den üblichen Segelsachen wie wetterfester Kleidung, Sonnenschutz und Badebekleidung sollte man auch an eine gut ausgestattete Bordapotheke, ausreichend Proviant und genügend Trinkwasser denken. Eine Packliste für den Segelurlaub hilft dabei, nichts Wichtiges zu vergessen. Besonders wichtig sind auch rutschfeste Schuhe, die auf dem oft nassen Deck sicheren Halt bieten.
Für Anfänger empfiehlt es sich, zunächst kürzere Strecken zu segeln und einfachere Ankerbuchten anzusteuern. Cala Figuera ist zwar ein wunderschönes Ziel, erfordert aber aufgrund der schmalen Einfahrt und des felsigen Untergrunds etwas Geschick beim Ankern. Wer unsicher ist, kann jederzeit einen erfahrenen Skipper hinzubuchen oder sich einer geführten Charter-Tour anschließen. Auch der Austausch mit anderen Seglern in der Bucht kann hilfreich sein und wertvolle Tipps liefern.
Nachhaltigkeit und verantwortungsvoller Tourismus in Cala Figuera
Angesichts der steigenden Besucherzahlen gewinnt das Thema Nachhaltigkeit auch in Cala Figuera zunehmend an Bedeutung. Der kleine Ort lebt stark vom Tourismus, ist aber gleichzeitig darauf angewiesen, seinen authentischen Charakter und die natürliche Umgebung zu bewahren. Besucher können dazu beitragen, indem sie respektvoll mit der Natur und den Einheimischen umgehen. Dazu gehört, keinen Müll zu hinterlassen, die Ruhe des Ortes zu respektieren und lokale Geschäfte und Restaurants zu unterstützen.
Beim Ankern sollte unbedingt darauf geachtet werden, Seegraswiesen zu schonen und nur auf geeigneten Untergründen zu ankern. Auch der sparsame Umgang mit Wasser und Energie an Bord trägt zur Nachhaltigkeit bei. Viele moderne Charteryachten sind bereits mit Solarpanels, wassersparenden Armaturen und effizienten Motoren ausgestattet. Wer bewusst eine umweltfreundliche Yacht wählt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Mittelmeers und seiner einzigartigen Ökosysteme.
Fazit: Cala Figuera als unvergessliches Yachtcharter-Ziel
Cala Figuera ist ein echtes Juwel unter den mallorquinischen Häfen und ein Muss für jeden, der die authentische, ruhige Seite der Insel erleben möchte. Mit seiner fjordartigen Bucht, den traditionellen Bootshäusern und der entspannten Atmosphäre bietet Cala Figuera alles, was das Seglerherz begehrt. Ob als Tagesausflug von Palma, als Zwischenstopp auf einer längeren Tour oder als Ausgangspunkt für Erkundungen der Südostküste – Cala Figuera überzeugt durch Charme, Natur und Gastfreundschaft.
Für Yachtcharter-Gäste, die Wert auf Authentizität, Ruhe und landschaftliche Schönheit legen, ist dieser Ort ein absolutes Highlight. Die Kombination aus geschütztem Ankerplatz, exzellenter Gastronomie und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten macht Cala Figuera zu einem unvergesslichen Erlebnis. Mit der richtigen Planung, Respekt vor der Natur und einer Prise Abenteuerlust wird der Besuch in Cala Figuera zu einem der schönsten Erinnerungen an einen Segelurlaub auf Mallorca.
Egal, ob man mit einer Bareboat-Charter unterwegs ist oder sich für eine luxuriöse Motoryacht mit Crew entscheidet – Cala Figuera empfängt seine Gäste mit offenen Armen und bietet eine perfekte Mischung aus Tradition, Natur und mediterranem Lebensgefühl. Wer einmal hier war, wird sicher wiederkommen.