Malta, die sonnenverwöhnte Mittelmeerinsel zwischen Sizilien und der nordafrikanischen Küste, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der beliebtesten Ziele für Yachtbesitzer und Chartergäste entwickelt. Im Herzen dieses maritimen Paradieses liegt Valletta, die kleinste Hauptstadt Europas und zugleich ein pulsierendes Zentrum für Segler und Bootsliebhaber. Die historische Festungsstadt, die 1566 von den Johannitern gegründet wurde, vereint auf einzigartige Weise barocke Architektur, kulturelles Erbe und moderne Marina-Infrastruktur. Wer mit der Yacht nach Valletta kommt, erlebt nicht nur Geschichte zum Anfassen, sondern auch erstklassige Liegeplätze, exzellente Serviceleistungen und eine lebendige Atmosphäre, die Tradition und Moderne perfekt verbindet.
Die Gewässer rund um Malta bieten ideale Bedingungen für Yacht Charter-Erlebnisse: Kristallklares Wasser, beständige Winde, über 300 Sonnentage im Jahr und eine Vielzahl geschützter Buchten und Ankerbuchten machen die Region zu einem wahren Paradies für Segler. Valletta selbst liegt am Grand Harbour, einem der größten natürlichen Tiefwasserhäfen der Welt, der seit Jahrhunderten Seefahrer aus aller Welt anzieht. Die strategische Lage der Stadt, umgeben von imposanten Befestigungsanlagen und mit direktem Zugang zum offenen Meer, macht sie zum perfekten Ausgangspunkt für Törns zu den Nachbarinseln Gozo und Comino oder für längere Routen Richtung Sizilien oder Tunesien.
Warum Valletta das perfekte Yacht-Ziel im Mittelmeer ist
Die Hauptstadt Maltas punktet mit einer einzigartigen Kombination aus historischem Flair und maritimer Exzellenz. Der Grand Harbour, der sich in mehrere Buchten gliedert, bietet Platz für Yachten jeder Größe – von eleganten Segelyachten bis zu imposanten Megayachts. Die Marina-Infrastruktur wurde in den letzten Jahren massiv ausgebaut und modernisiert, sodass Yachtbesitzer heute auf Weltklasse-Einrichtungen zurückgreifen können. Neben technischen Serviceeinrichtungen wie Slipanlagen, Werften und Reparaturwerkstätten finden sich in unmittelbarer Hafennähe erstklassige Restaurants, Bars und Einkaufsmöglichkeiten.
Ein besonderer Vorteil von Valletta ist die ganzjährige Erreichbarkeit. Während viele Mittelmeer-Destinationen in den Wintermonaten nur eingeschränkt nutzbar sind, bleibt Malta dank des milden Klimas das ganze Jahr über attraktiv. Die durchschnittlichen Wintertemperaturen liegen bei angenehmen 12-15 Grad Celsius, im Sommer steigen die Werte auf 28-32 Grad. Für Yachtcharter-Gäste bedeutet das eine flexible Planung und die Möglichkeit, auch in der Nebensaison die Region zu erkunden – oft zu deutlich günstigeren Konditionen und mit weniger Trubel in den Häfen.
Die maritime Geschichte Vallettas
Die Geschichte Vallettas ist untrennbar mit der Seefahrt verbunden. Nach der erfolgreichen Verteidigung gegen die osmanische Belagerung im Jahr 1565 beschloss der Johanniterorden unter Großmeister Jean de la Valette den Bau einer neuen, perfekt befestigten Hauptstadt. Die Stadt wurde auf der Halbinsel zwischen dem Grand Harbour und dem Marsamxett Harbour errichtet und nach militärischen Gesichtspunkten geplant. Die gesamte Anlage war darauf ausgelegt, den Hafen zu schützen und gleichzeitig als Basis für die mächtige Flotte des Ordens zu dienen.
Diese maritime Tradition setzt sich bis heute fort. Der Grand Harbour ist nicht nur historisches Monument, sondern auch ein lebendiger, modern ausgestatteter Yachthafen. Die alten Festungsmauern, die einst Angreifer abwehren sollten, bilden heute eine spektakuläre Kulisse für Yachten aus aller Welt. Besucher können die Geschichte bei einem Spaziergang entlang der Waterfront hautnah erleben – die Gebäude, Bastionen und Kirchen erzählen von einer Zeit, als Malta das Zentrum der christlichen Seefahrt im Mittelmeer war.
Die besten Marinas in und um Valletta
Für Yachtbesitzer und Chartergäste stehen in der Region Valletta mehrere erstklassige Marinas zur Verfügung, die sich in Ausstattung, Lage und Preisgestaltung unterscheiden. Jede Marina hat ihren eigenen Charakter und richtet sich an unterschiedliche Bedürfnisse – von der luxuriösen Vollservice-Marina für Superyachts bis zur familiären Anlaufstelle für Segelyachten.
Grand Harbour Marina
Die Grand Harbour Marina liegt direkt gegenüber von Valletta auf der Birgu-Halbinsel und gilt als eine der exklusivsten Marinas im gesamten Mittelmeerraum. Mit 140 Liegeplätzen für Yachten von 12 bis 120 Metern Länge bietet sie modernste Einrichtungen und einen erstklassigen Service. Die Marina wurde 2005 eröffnet und hat seitdem zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Besonders beeindruckend ist die Lage: Die historischen Befestigungsanlagen von Birgu bilden die Kulisse, während man direkt auf die imposante Skyline von Valletta blickt.
Die Ausstattung umfasst Strom- und Wasseranschlüsse, High-Speed-Internet, 24-Stunden-Sicherheitsdienst, Concierge-Service, Tankstelle und Abwasserentsorgung. Vor Ort gibt es auch ein Yacht-Service-Center, das Reparaturen, Wartung und technische Unterstützung anbietet. Die Marina verfügt über einen exklusiven Yachtclub, ein Restaurant und eine Bar mit Panoramablick. Für Crew-Mitglieder stehen Duschen, Waschräume und ein Fitnesscenter zur Verfügung.

Manoel Island Yacht Yard
Auf Manoel Island, zwischen Valletta und Sliema gelegen, befindet sich die Manoel Island Yacht Yard – eine Marina, die sich besonders an Segler richtet, die technischen Support und Werftleistungen benötigen. Die Anlage verfügt über einen 75-Tonnen-Kran, mehrere Slipanlagen und eine Vielzahl von Werkstätten für Reparaturen, Lackierungen und technische Umbauten. Viele Langzeitsegler nutzen die Werft als Winterlager oder für größere Wartungsarbeiten.
Die Liegeplätze sind preislich attraktiver als in der Grand Harbour Marina, die Ausstattung ist funktional und auf die Bedürfnisse von Seglern ausgerichtet. Die Infrastruktur umfasst Strom- und Wasseranschlüsse, Sanitäranlagen, Wi-Fi und eine kleine Chandlery mit Ersatzteilen und Zubehör. Die Lage ist ideal für Ausflüge nach Valletta, das nur wenige Minuten mit dem Wassertaxi oder zu Fuß über die Brücke entfernt ist. Auch Sliema, einer der beliebtesten Wohnorte Maltas mit zahlreichen Restaurants und Geschäften, ist schnell erreichbar.
Msida Marina
Nördlich von Valletta liegt die Msida Marina, die größte Marina Maltas mit über 250 Liegeplätzen für Yachten bis 25 Meter Länge. Die Marina ist besonders bei Dauercharter-Flotten und privaten Yachtbesitzern beliebt, die einen festen Standort auf Malta suchen. Die Preise sind moderat, die Ausstattung solide und die Community sehr international. Viele Segler schätzen die entspannte Atmosphäre und die gute Anbindung an die Hauptstadt sowie an andere Teile der Insel.
Die Msida Marina bietet alle wichtigen Services: Strom, Wasser, Sanitäranlagen, Sicherheitsdienst und einen kleinen Supermarkt in unmittelbarer Nähe. Die Umgebung ist weniger touristisch als in Valletta oder Sliema, dafür authentischer und ruhiger. Ein regelmäßiger Busservice verbindet Msida mit der Hauptstadt, die Fahrtzeit beträgt etwa 15 Minuten. Für Provisioning stehen mehrere größere Supermärkte in der Nähe zur Verfügung.
Praktische Tipps für Yachtcharter in Valletta
Die Planung einer Yacht Charter in Valletta erfordert einige Vorbereitungen, um das Beste aus dem Aufenthalt herauszuholen. Malta bietet eine hervorragende Infrastruktur für Segler, gleichzeitig gibt es einige lokale Besonderheiten zu beachten. Von den bürokratischen Anforderungen über die beste Reisezeit bis hin zu den schönsten Ankerplätzen – dieser Abschnitt gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über alles Wissenswerte.
Anreise und Check-in
Die Anreise nach Malta erfolgt in der Regel über den Malta International Airport, der etwa 8 Kilometer südlich von Valletta liegt. Der Flughafen wird von zahlreichen europäischen Städten direkt angeflogen, die Flugzeit von Mitteleuropa beträgt etwa 2-3 Stunden. Vom Flughafen erreicht man die Marinas per Taxi, Mietwagen oder öffentlichem Bus. Viele Charter-Unternehmen bieten auch einen Transfer-Service direkt zur Marina an.
Der Check-in bei der Charteryacht verläuft üblicherweise am Nachmittag zwischen 16 und 18 Uhr. Die Übergabe umfasst eine gründliche Einweisung in die Yacht, die Überprüfung der Ausrüstung und Sicherheitseinrichtungen sowie eine Einführung in die Navigation und lokale Besonderheiten. Es empfiehlt sich, ausreichend Zeit für den Check-in einzuplanen und eine Checkliste vorzubereiten. Die meisten Marinas verlangen beim Check-in eine Kaution, die per Kreditkarte hinterlegt wird. Diese wird nach der Rückgabe der Yacht und der Überprüfung auf Schäden wieder freigegeben.
Erforderliche Dokumente und Lizenzen
Für das Chartern einer Yacht in Valletta benötigen Sie einen gültigen Bootsführerschein, der für Segelboote oder Motorboote ausgestellt ist. In Deutschland ist dies der Sportbootführerschein See (SBF See), in Österreich der Schiffsführerpatent und in der Schweiz der Hochseeausweis. Internationale Bootsführerscheine wie das International Certificate of Competence (ICC) werden ebenfalls akzeptiert. Wer keinen Führerschein besitzt, kann alternativ eine Yacht mit Skipper chartern – eine Option, die gerade für Einsteiger oder Gruppen ohne Segelerfahrung sinnvoll ist.
Neben dem Bootsführerschein sollten Sie einen gültigen Reisepass oder Personalausweis mitführen. EU-Bürger benötigen für die Einreise nach Malta kein Visum. Auch ein Funkzeugnis (Short Range Certificate oder Long Range Certificate) kann je nach Yacht-Typ und Ausstattung erforderlich sein. Die meisten modernen Charteryachten verfügen über UKW-Seefunkanlagen, deren Bedienung mit einem entsprechenden Funkzeugnis nachgewiesen werden muss. Informieren Sie sich vor der Buchung bei Ihrem Charter-Unternehmen über die genauen Anforderungen.
Beste Reisezeit für Yachtcharter auf Malta
Die beste Reisezeit für Valletta und Malta ist von April bis Oktober. In diesen Monaten sind die Temperaturen angenehm warm, die Winde beständig und das Wetter überwiegend sonnig. Die Hauptsaison liegt zwischen Juni und September, wenn die Temperaturen auf über 30 Grad steigen und das Meer sich auf bis zu 26 Grad erwärmt. In dieser Zeit sind die Marinas gut gefüllt und beliebte Ankerplätze können überlaufen sein. Wer es ruhiger mag, sollte die Nebensaison im April, Mai oder Oktober wählen – die Temperaturen sind dann immer noch mild, die Preise niedriger und die Marinas leerer.
Der Winter auf Malta ist mild, aber auch wechselhaft. Von November bis März kann es zu Regenfällen und stärkeren Winden kommen. Dennoch nutzen viele Segler die Wintermonate für längere Aufenthalte oder Werftarbeiten, da die Liegeplatzkosten deutlich günstiger sind. Für Charter-Törns ist der Winter weniger empfehlenswert, es sei denn, man sucht gezielt nach einer Herausforderung oder möchte die Ruhe der Nebensaison genießen.

Die schönsten Segelrouten ab Valletta
Von Valletta aus lassen sich zahlreiche attraktive Segelrouten starten, die sowohl für Tagesausflüge als auch für mehrtägige Törns geeignet sind. Die maltesischen Gewässer bieten eine Vielzahl an Ankerbuchten, kleinen Häfen und Naturschönheiten, die vom Wasser aus am besten zu erkunden sind. Die meisten Routen führen entlang der Küste Maltas oder zu den Nachbarinseln Gozo und Comino.
Tagestörn zur Blue Lagoon auf Comino
Einer der beliebtesten Tagesausflüge führt von Valletta zur Blue Lagoon auf der kleinen Insel Comino, die zwischen Malta und Gozo liegt. Die Segelstrecke beträgt etwa 12 Seemeilen und dauert je nach Wind und Yacht zwischen 2 und 3 Stunden. Die Blue Lagoon ist berühmt für ihr kristallklares, türkisfarbenes Wasser und die spektakuläre Unterwasserwelt. Der Ankerplatz ist jedoch sehr beliebt, daher empfiehlt es sich, früh am Morgen zu starten, um einen guten Platz zu ergattern.
Neben der Blue Lagoon bietet Comino weitere reizvolle Ankerplätze wie die Santa Maria Bay oder die Crystal Lagoon. Die Insel ist unbewohnt und naturbelassen, ideal zum Schnorcheln, Schwimmen und Entspannen. Wer möchte, kann an Land gehen und die wenigen Wanderwege der Insel erkunden. Auf dem Rückweg nach Valletta lohnt sich ein Abstecher zur St. Paul’s Bay auf Malta, wo sich weitere geschützte Ankerplätze und kleine Restaurants am Wasser finden.
Wochenendtörn nach Gozo
Gozo, die Schwesterinsel Maltas, ist ein Paradies für Segler und bietet eine Vielzahl malerischer Buchten und Häfen. Die Überfahrt von Valletta nach Gozo dauert je nach Zielhafen etwa 3-5 Stunden. Die meisten Yachten steuern den Hafen von Mgarr an, der über eine kleine Marina mit Liegeplätzen für Besucher verfügt. Von hier aus lassen sich die Sehenswürdigkeiten Gozos erkunden: die Zitadelle in Victoria, die Blaue Lagune von Dwejra oder die malerischen Fischerdörfer entlang der Küste.
Besonders reizvoll sind die Ankerbuchten an der Nordwestküste Gozos, wie die Xlendi Bay oder die Dwejra Bay. Diese Buchten bieten guten Schutz vor den vorherrschenden Nordwestwinden und sind ideal zum Schnorcheln und Tauchen. In der Dwejra Bay befand sich bis 2017 das berühmte Azure Window, ein natürlicher Felsbogen, der leider eingestürzt ist. Die Unterwasserwelt rund um die ehemalige Formation ist jedoch nach wie vor spektakulär und zieht Taucher aus aller Welt an.
Umrundung Maltas in 4-5 Tagen
Für einen längeren Törn bietet sich die Umrundung Maltas an, bei der man alle Küstenabschnitte der Insel kennenlernen kann. Die Route führt von Valletta zunächst an der Südküste entlang über Marsaxlokk, ein malerisches Fischerdorf mit traditionellen bunten Booten, weiter zur Blue Grotto, einer spektakulären Felsformation mit Höhlen, die vom Wasser aus erkundet werden können. Die Südküste ist geprägt von dramatischen Klippen, versteckten Buchten und kristallklarem Wasser.
Weiter geht es entlang der Westküste nach Norden, vorbei an der Dingli-Klippe, der höchsten Erhebung Maltas, bis zur Golden Bay und Mellieha Bay im Nordwesten. Diese Buchten bieten breite Sandstrände und gute Ankermöglichkeiten. Von hier aus kann man einen Abstecher nach Comino und Gozo unternehmen, bevor es an der Ostküste zurück nach Valletta geht. Die Ostküste ist dichter besiedelt und bietet zahlreiche Marinas und Häfen sowie die lebendige Stadt Sliema mit ihrem urbanen Flair.
Kulinarik und Nightlife in Valletta
Ein Yachtcharter in Valletta wäre unvollständig ohne einen Ausflug in die kulinarische Szene der Hauptstadt. Malta hat eine eigenständige Küche, die von verschiedenen Einflüssen geprägt ist – italienische Pasta, nordafrikanische Gewürze, britische Traditionen und natürlich frischer Fisch und Meeresfrüchte. In den engen Gassen Vallettas finden sich zahlreiche Restaurants, Cafés und Weinbars, die traditionelle maltesische Gerichte und internationale Küche servieren.
Restaurants und Bars an der Waterfront
Die Waterfront von Valletta, direkt am Grand Harbour gelegen, ist ein beliebter Treffpunkt für Yachtbesatzungen und Touristen. Hier reihen sich Restaurants und Bars aneinander, die eine herrliche Aussicht auf den Hafen und die vorbeiziehenden Yachten bieten. Besonders empfehlenswert sind die Fischrestaurants, die täglich frischen Fang zubereiten – von gegrilltem Oktopus über Thunfisch-Steaks bis zu traditionellem Lampuki, einem lokalen Fisch, der im Herbst Saison hat.
Die meisten Restaurants bieten sowohl Innen- als auch Außenplätze, ideal für laue Sommerabende. Die Preise sind moderat bis gehoben, die Qualität überwiegend ausgezeichnet. Viele Lokale haben Live-Musik, besonders am Wochenende, was für eine lebendige Atmosphäre sorgt. Wer es exklusiver mag, findet in den höheren Etagen einiger Häuser Rooftop-Bars mit Panoramablick über Valletta und den Hafen – perfekt für einen Sundowner nach einem langen Segeltag.
Maltesische Spezialitäten, die Sie probieren sollten
Die maltesische Küche ist herzhaft, würzig und stark von mediterranen Einflüssen geprägt. Zu den bekanntesten Gerichten gehört Pastizzi, eine Art Blätterteigtasche gefüllt mit Ricotta oder Erbsenpüree – ein günstiger und leckerer Snack, den man überall auf Malta findet. Fenkata ist ein traditionelles Kaninchen-Eintopfgericht, das besonders auf dem Land und in Familienbetrieben serviert wird. Bragioli, Rinderrouladen gefüllt mit Hackfleisch, Eiern und Gewürzen, sind ebenfalls ein Klassiker.
Fischliebhaber sollten unbedingt den Lampuki-Pie probieren, eine Pastete mit dem lokalen Fisch Lampuki, Tomaten und Oliven. Auch Aljotta, eine kräftige Fischsuppe mit Knoblauch, Tomaten und Reis, ist ein Muss. Als Beilage wird häufig Ħobż biż-żejt serviert, ein knuspriges Brot mit Olivenöl, Tomaten, Kapern und Thunfisch. Zum Dessert empfiehlt sich Mqaret, frittierte Teigtaschen mit Dattelfüllung, oder Kannoli, die bekannten italienischen Gebäckrollen mit Ricotta-Füllung.
Nightlife und Unterhaltung
Valletta bietet ein lebendiges Nightlife, das von gemütlichen Weinbars bis zu angesagten Clubs reicht. Die Strait Street, früher das Rotlichtviertel der Stadt, hat sich in den letzten Jahren zu einer trendigen Ausgehmeile entwickelt. Hier finden sich Jazz-Clubs, Cocktailbars und kleine Theater, die Live-Musik und kulturelle Veranstaltungen anbieten. Besonders an Wochenenden ist hier viel los, und die Atmosphäre ist entspannt und international.
Wer es lauter und moderner mag, sollte sich nach Paceville begeben, dem Partyviertel im benachbarten St. Julian’s. Hier reihen sich Nachtclubs, Diskotheken und Bars aneinander, die bis in die frühen Morgenstunden geöffnet haben. Paceville ist besonders bei jüngerem Publikum beliebt und gilt als das Ibiza Maltas. Die Anfahrt von Valletta dauert mit dem Taxi etwa 15 Minuten. Viele Yachtbesatzungen nutzen die Gelegenheit, nach einem ruhigen Segeltag die Nacht durchzufeiern.

Technischer Service und Wartung in Valletta
Ein wichtiger Aspekt für längere Aufenthalte oder technische Probleme ist die Verfügbarkeit von Service- und Reparatureinrichtungen. Valletta und die umliegenden Marinas bieten eine exzellente Infrastruktur für Wartung, Reparaturen und technische Umbauten. Die Manoel Island Yacht Yard ist besonders bekannt für ihre Werftleistungen und verfügt über erfahrene Handwerker, die alle gängigen Reparaturen durchführen können – von Motorenservice über Segelmacherei bis zu Lackierarbeiten und GFK-Reparaturen.
Auch die Grand Harbour Marina bietet technischen Support und kann bei Bedarf spezialisierte Dienstleister vermitteln. Viele internationale Zulieferer und Hersteller haben Vertretungen auf Malta, sodass Ersatzteile meist schnell verfügbar sind. Für elektronische Reparaturen, Navigation und Kommunikationstechnik gibt es spezialisierte Unternehmen, die auch kurzfristig Termine anbieten. Die meisten Marinas haben zudem eine Chandlery, in der Segelzubehör, Ersatzteile und Ausrüstung gekauft werden können.
Sicherheit und Navigation im maltesischen Gewässer
Die Gewässer rund um Malta gelten als sicher und gut befahrbar. Die meisten Küstenabschnitte sind frei von gefährlichen Untiefen, und die wichtigsten Navigationshilfen wie Leuchttürme und Tonnen sind gut instand gehalten. Dennoch gibt es einige lokale Besonderheiten zu beachten. Die vorherrschenden Winde kommen aus Nordwest, im Sommer sind sie meist moderat, können aber bei Schlechtwetter stark auffrischen. Der berüchtigte Gregale, ein starker Nordostwind, tritt vor allem im Winter auf und kann für unvorbereitete Segler gefährlich werden.
Die Navigationskarten für Malta sind detailliert und aktuell, sowohl in Papierform als auch digital verfügbar. Moderne Charteryachten sind mit GPS-Plottern, Kartenplottern und AIS ausgestattet, was die Navigation erheblich erleichtert. Dennoch sollte man sich vor jedem Törn über die aktuellen Wetterbedingungen informieren – der maltesische Wetterdienst bietet zuverlässige Vorhersagen, und auch die Hafenmeister geben gerne Auskunft.
Ankern und Ankerplätze rund um Valletta
Das Ankern ist in den maltesischen Gewässern weitgehend erlaubt, solange man sich außerhalb von Schifffahrtswegen, Schwimmzonen und Naturschutzgebieten aufhält. Beliebte Ankerplätze in der Nähe von Valletta sind die St. Paul’s Bay, die Mellieha Bay und die zahlreichen kleinen Buchten an der Nordküste. Der Untergrund besteht meist aus Sand oder Fels, wobei Sandböden besseren Halt bieten. Bei Felsgrund sollte man besonders vorsichtig sein und gegebenenfalls zusätzlich eine Landleine ausbringen.
In den Sommermonaten können beliebte Ankerplätze schnell überfüllt sein, daher empfiehlt es sich, früh am Tag anzukommen oder alternative, weniger bekannte Buchten anzusteuern. Die meisten Ankerplätze sind kostenlos, lediglich in einigen wenigen Buchten werden in der Hochsaison Gebühren erhoben. Beim Ankern sollte man immer ausreichend Abstand zu anderen Yachten halten und auf die Schwojkreis-Radius achten, besonders bei wechselnden Winden.
Ausflüge und Sehenswürdigkeiten an Land
Neben den maritimen Erlebnissen hat Valletta auch an Land viel zu bieten. Die gesamte Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe und beeindruckt mit barocker Architektur, engen Gassen und historischen Palästen. Zu den Highlights gehört die St. John’s Co-Cathedral, eine prächtige Barockkirche mit Werken von Caravaggio. Der Großmeisterpalast, heute Sitz des maltesischen Parlaments, kann teilweise besichtigt werden und bietet einen Einblick in die Geschichte des Johanniterordens.
Das National Museum of Archaeology zeigt Funde aus der maltesischen Frühgeschichte, darunter Exponate aus den prähistorischen Tempeln von Ħaġar Qim und Mnajdra. Für Kunstliebhaber lohnt sich ein Besuch des MUŻA, des neuen Nationalmuseums für Kunst, das maltesische und internationale Werke ausstellt. Ein Spaziergang entlang der Upper Barrakka Gardens bietet einen spektakulären Blick über den Grand Harbour und die gegenüberliegenden Drei Städte Birgu, Senglea und Cospicua.
Die Drei Städte: Birgu, Senglea und Cospicua
Gegenüber von Valletta, auf der anderen Seite des Grand Harbour, liegen die sogenannten Drei Städte – Birgu, Senglea und Cospicua. Diese historischen Ortschaften sind älter als Valletta und waren die ursprüngliche Basis des Johanniterordens. Ein Besuch lohnt sich besonders für Geschichtsinteressierte. Birgu, auch Vittoriosa genannt, beherbergt das Malta Maritime Museum und zahlreiche restaurierte Paläste und Kirchen. Die engen Gassen und die entspannte Atmosphäre machen die Stadt zu einem angenehmen Kontrastprogramm zum lebhaften Valletta.
Senglea, auf einer schmalen Halbinsel gelegen, bietet spektakuläre Ausblicke auf Valletta und den Hafen. Der Vedette, ein kleiner Aussichtspunkt an der Spitze der Halbinsel, ist ein beliebtes Fotomotiv. Cospicua, die größte der Drei Städte, ist weniger touristisch und bietet einen authentischen Einblick in das maltesische Leben. Alle drei Städte sind per Wassertaxi oder Fähre von Valletta aus erreichbar, was den Ausflug besonders für Yachtbesatzungen attraktiv macht.
Kosten und Budgetplanung für Yachtcharter in Valletta
Die Kosten für einen Yachtcharter in Valletta variieren je nach Saison, Yacht-Typ und Ausstattung. In der Hochsaison (Juni bis September) liegen die Preise für eine Segelyacht zwischen 2.000 und 5.000 Euro pro Woche, für Katamarane zwischen 3.500 und 8.000 Euro. Motorboote und größere Yachten sind entsprechend teurer. In der Nebensaison können die Preise um bis zu 40 Prozent niedriger ausfallen. Zusätzlich zum Charter-Preis fallen Kosten für Kaution, Endreinigung, Bettwäsche und gegebenenfalls für einen Skipper an.
Die Liegeplatzgebühren in den Marinas rund um Valletta liegen zwischen 30 und 150 Euro pro Nacht, abhängig von Yacht-Größe und Marina. Die Grand Harbour Marina ist am teuersten, die Msida Marina deutlich günstiger. Treibstoff, Proviant und Hafengebühren sollten ebenfalls eingeplant werden. Für eine Woche Yachtcharter sollte man insgesamt mit einem Budget von 3.000 bis 7.000 Euro rechnen, je nach Komfortansprüchen und Gruppengröße.
Nachhaltigkeit und umweltbewusster Yachtcharter
Malta legt zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz im maritimen Bereich. Viele Marinas verfügen über Abwasserentsorgung und Recycling-Stationen. Yachtbesatzungen werden ermutigt, keinen Müll über Bord zu werfen und umweltfreundliche Reinigungsmittel zu verwenden. Einige Charter-Unternehmen bieten mittlerweile Yachten mit Solarmodulen, Windgeneratoren und umweltschonenden Antrieben an.
Beim Ankern sollte man darauf achten, Seegraswiesen zu meiden, da diese wichtige Lebensräume für Fische und andere Meeresbewohner sind. Das Schnorcheln und Tauchen sollte respektvoll erfolgen, ohne Korallen oder andere Meereslebewesen zu berühren. Auch der Einsatz von Sonnencreme sollte überdacht werden – viele herkömmliche Produkte enthalten Chemikalien, die schädlich für Korallenriffe sind. Stattdessen empfehlen sich mineralische, rifffreundliche Sonnenschutzmittel.
Fazit: Valletta – Ihr idealer Ausgangspunkt für unvergessliche Yacht-Erlebnisse
Valletta vereint auf einzigartige Weise Geschichte, Kultur und maritime Exzellenz. Die maltesische Hauptstadt bietet alles, was das Seglerherz begehrt: erstklassige Marinas, eine spektakuläre Kulisse, hervorragende Infrastruktur und zahlreiche Segelrouten zu malerischen Buchten und Inseln. Ob Sie eine luxuriöse Superyacht chartern oder mit einer kleinen Segelyacht die Küsten erkunden – Valletta ist der perfekte Ausgangspunkt für unvergessliche Yacht-Abenteuer im Mittelmeer.
Die Kombination aus mediterranem Klima, freundlicher Bevölkerung, exzellenter Gastronomie und kulturellem Reichtum macht Malta zu einem ganzjährigen Reiseziel. Egal ob Sie einen kurzen Wochenendtrip oder eine längere Segelreise planen – Valletta wird Sie mit seiner Vielfalt und seinem Charme begeistern. Setzen Sie die Segel und erleben Sie die Faszination dieser einzigartigen Mittelmeer-Destination!