Pplignano a Mare: Yachtcharter, Yachthäfen und Geheimtipps

Weiße Luxusyacht ankert in türkisklarem Wasser vor den dramatischen Kalkklippen von pplignano a mare bei Sonnenuntergang.

Polignano a Mare – die malerische Küstenstadt in Apulien verzaubert mit ihrer spektakulären Lage auf Kalksteinfelsen über dem azurblauen Meer. Entdecken Sie traumhafte Strände, die berühmte Grotta Palazzese, historische Altstadt und authentische italienische Kultur. Der perfekte Guide für Ihren unvergesslichen Urlaub an der Adria mit allen wichtigen Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Reisetipps.

Inhaltsverzeichnis

An der italienischen Adriaküste, zwischen den schroffen Klippen Apuliens und dem azurblauen Meer, liegt ein Juwel, das selbst vielen Italien-Kennern noch unbekannt ist: Polignano a Mare. Die malerische Küstenstadt thront spektakulär auf Felsvorsprüngen über dem Meer und hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Geheimtipp für Yachtcharter-Enthusiasten entwickelt. Mit ihren versteckten Grotten, kristallklaren Buchten und der authentischen süditalienischen Atmosphäre bietet Polignano a Mare eine perfekte Mischung aus Kultur, Natur und nautischem Abenteuer.

Wer eine Yacht in dieser Region chartert, erlebt nicht nur die spektakuläre Küstenlandschaft vom Wasser aus, sondern taucht ein in eine Welt, in der sich Geschichte, Architektur und mediterrane Lebensfreude vereinen. Die weißen Häuser, die scheinbar direkt aus den Felsen zu wachsen scheinen, die engen Gassen der Altstadt und die legendäre Grotta Palazzese – eine Höhlenrestaurant direkt am Meer – machen Polignano a Mare zu einem unvergesslichen Stopover auf jeder Segeltour entlang der apulischen Küste.

Warum Polignano a Mare das perfekte Ziel für Yachtcharter ist

Polignano a Mare vereint mehrere Vorteile, die es für Charter-Segler besonders attraktiv machen. Die strategische Lage an der südlichen Adria ermöglicht es, sowohl nördlich in Richtung Monopoli und Bari als auch südlich nach Brindisi und weiter zu den griechischen Inseln zu segeln. Die Küstenlinie ist geprägt von spektakulären Felsformationen, versteckten Buchten und glasklarem Wasser, das zum Schnorcheln und Baden einlädt.

Besonders reizvoll ist die Kombination aus nautischem Erlebnis und kulturellem Reichtum. Nach einem Tag auf dem Wasser können Segler in den engen Gassen der Altstadt flanieren, in traditionellen Trattorien speisen oder die berühmte Eisdiele Gelateria Martinucci besuchen. Die lokale Küche Apuliens mit ihren frischen Meeresfrüchten, Orecchiette-Pasta und dem hervorragenden Olivenöl ist ein Genuss für sich.

Die beste Reisezeit für Yachtcharter in Polignano a Mare

Die optimale Zeit für eine Yachtcharter in Polignano a Mare erstreckt sich von Mai bis Oktober. In den Sommermonaten Juli und August herrschen ideale Segelbedingungen mit konstantem Wind und Wassertemperaturen um die 25 Grad. Allerdings ist in dieser Hochsaison auch mit mehr Betrieb in den Häfen und höheren Preisen zu rechnen.

Besonders empfehlenswert sind die Monate Juni und September, wenn das Wetter noch stabil ist, die Temperaturen jedoch angenehmer ausfallen und die Küstenstädte weniger überlaufen sind. Im Frühjahr und Herbst zeigt sich die apulische Küste von ihrer authentischsten Seite, wenn überwiegend Einheimische das mediterrane Leben genießen. Wer flexibel ist und spontane Angebote nutzen möchte, sollte sich nach Last-minute-Deals für Yachtcharter umsehen, die auch in Italien verfügbar sind.

Nautische Besonderheiten der Region

Die Adriaküste bei Polignano a Mare zeichnet sich durch überwiegend milde Winde aus, die vor allem in den Vormittagsstunden aus Nordwest wehen. Die vorherrschenden Maestrale-Winde im Sommer sorgen für angenehme Segelbedingungen, können jedoch nachmittags auffrischen. Die Küstengewässer sind gut kartografiert, und die Navigation ist dank moderner GPS-Systeme und gut sichtbarer Landmarken unkompliziert.

Dennoch sollten Segler die zahlreichen Unterwasserfelsen und Riffe beachten, die besonders in Küstennähe vorhanden sind. Ein aktuelles Seekartenset und sorgfältige Routenplanung sind unerlässlich. Für weniger erfahrene Segler empfiehlt sich eine Yachtcharter mit Skipper, die auch in Italien verfügbar ist und einen entspannten Einstieg in die Welt des Segelns ermöglicht.

Luftaufnahme von pplignano a mare: weiße Häuser auf Kalkklippen, türkisblaues Meer und Luxussegelyacht.

Yachthäfen und Marinas rund um Polignano a Mare

Obwohl Polignano a Mare selbst keinen großen Yachthafen besitzt, gibt es in unmittelbarer Nähe mehrere gut ausgestattete Marinas, die als ideale Ausgangspunkte für Segeltörns entlang der apulischen Küste dienen. Die meisten Charteryachten werden in den größeren Häfen von Bari oder Brindisi übernommen, von wo aus Polignano a Mare leicht zu erreichen ist.

Marina di Mola – der nächstgelegene Hafen

Nur etwa 5 Kilometer nördlich von Polignano a Mare liegt die Marina di Mola, ein kleiner aber gut ausgestatteter Hafen mit rund 200 Liegeplätzen. Die Marina bietet alle notwendigen Einrichtungen wie Wasser- und Stromanschlüsse, Duschen, sanitäre Anlagen und einen kleinen Supermarkt. Für Yachten mit einer Länge bis zu 20 Metern stehen ausreichend Plätze zur Verfügung, größere Schiffe sollten jedoch vorher reservieren.

Die Preise für einen Liegeplatz variieren je nach Saison und Bootsgröße. In der Hochsaison (Juli-August) können die Kosten für eine 40-Fuß-Yacht zwischen 60 und 80 Euro pro Nacht betragen. Diese Marina-Gebühren sind vergleichbar mit ähnlichen Häfen in der Region und beinhalten in der Regel Basisleistungen. Von der Marina di Mola aus erreicht man die Altstadt von Polignano a Mare bequem zu Fuß oder mit einem kurzen Taxi.

Porto Turistico di Bari – die große Alternative

Etwa 30 Kilometer nördlich von Polignano a Mare befindet sich der Porto Turistico di Bari, einer der größten und modernsten Yachthäfen Süditaliens. Mit über 600 Liegeplätzen bietet er ausgezeichnete Infrastruktur inklusive Werft, Tankstelle, Restaurant, Geschäfte und eine professionelle Charter-Basis. Hier findet man auch zahlreiche Anbieter für Yachtcharter, die verschiedene Bootstypen vom klassischen Segelboot bis zum modernen Katamaran im Programm haben.

Wer einen Katamaran mieten möchte, wird in Bari fündig, da diese komfortablen Mehrrumpfboote zunehmend auch im Mittelmeer nachgefragt werden. Die Marina ist gut an das Stadtzentrum von Bari angebunden, sodass sich ein Stadtbummel vor oder nach dem Törn anbietet. Der Flughafen Bari-Palese liegt nur 15 Kilometer entfernt und ermöglicht eine bequeme An- und Abreise.

Marina di Brindisi – südlicher Ausgangspunkt

Für Segler, die ihre Route von Süden nach Norden planen, ist die Marina di Brindisi eine hervorragende Option. Der historische Hafen liegt etwa 70 Kilometer südlich von Polignano a Mare und bietet rund 400 Liegeplätze mit kompletter Ausstattung. Von hier aus lässt sich die gesamte Küste Apuliens bis hinauf nach Gargano erkunden.

Die Marina di Brindisi punktet mit konkurrenzfähigen Preisen und einem ausgezeichneten Service. Zudem ist sie ein idealer Ausgangspunkt für Einwegcharter, falls man beispielsweise in Brindisi starten und in einem nördlichen Hafen die Yacht zurückgeben möchte. Diese Flexibilität ermöglicht längere Strecken ohne Rückfahrt und maximiert die Entdeckungsfreude entlang der Küste.

Die schönsten Buchten und Ankerplätze rund um Polignano a Mare

Eine der größten Freuden beim Segeln entlang der Küste von Polignano a Mare ist das Entdecken versteckter Buchten und natürlicher Ankerplätze, die vom Land aus oft schwer zugänglich sind. Die Felsküste bietet zahlreiche geschützte Spots, die zum Baden, Schnorcheln und Entspannen einladen.

Cala Porto – die Bucht direkt vor der Stadt

Die Cala Porto liegt unmittelbar unterhalb der Altstadt von Polignano a Mare und ist zweifellos der spektakulärste Ankerplatz der Region. Die kleine Bucht wird von hohen Klippen umrahmt, auf denen die weißen Häuser der Stadt thronen. Das türkisblaue Wasser ist kristallklar und lädt zum Schwimmen ein. Aufgrund der begrenzten Größe finden hier jedoch nur wenige Yachten Platz, und bei auflandigem Wind sollte man vorsichtig sein.

Der Ankergrund besteht aus Sand und bietet bei Tiefen zwischen 3 und 8 Metern guten Halt. Besonders stimmungsvoll ist es, hier am Abend zu ankern und die beleuchtete Altstadt vom Wasser aus zu bewundern. Ein Dingi ermöglicht einen schnellen Landgang zur Erkundung der Stadt. Für Fotografen ist dieser Spot ein absolutes Muss – die Kulisse mit den Höhlen und überhängenden Felsen ist einzigartig.

Grotta Palazzese – die legendäre Meereshöhle

Etwa 500 Meter südlich der Altstadt befindet sich eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Region: die Grotta Palazzese, eine natürliche Höhle im Felsen, in der sich ein exklusives Restaurant befindet. Vom Wasser aus bietet sich ein beeindruckender Blick auf diese geologische Formation. Zwar kann man hier nicht ankern, aber ein Vorbeifahren mit der Yacht gehört zu den Highlights jeder Tour.

Die Grotte ist Teil eines Netzwerks von Meereshöhlen, die sich entlang der Küste erstrecken. Mit dem Dingi oder beim Schnorcheln lassen sich einige davon erkunden. Das Licht, das durch die Öffnungen in die Höhlen fällt, erzeugt faszinierende Farbenspiele im Wasser. Diese natürlichen Formationen sind Zeugnis der jahrtausendealten Erosion durch Wind und Wellen.

Cala Paguro und Cala Incina – ruhige Alternativen

Wer es ruhiger mag, findet etwa 3 Kilometer nördlich von Polignano a Mare die Buchten Cala Paguro und Cala Incina. Diese etwas abgelegenen Spots sind deutlich weniger frequentiert und bieten bei ruhiger See hervorragende Ankermöglichkeiten. Die Buchten sind von niedrigen Felsen umgeben und das Wasser ist außergewöhnlich klar – ideal zum Schnorcheln und Tauchen.

Der Ankergrund ist hier etwas gemischt aus Sand und Seegras, daher empfiehlt sich ein Ankergeschirr mit ausreichend Kette. Bei Nordwest-Wind sind diese Buchten gut geschützt, bei auffrischendem Südwind sollte man jedoch einen anderen Spot wählen. Die Ruhe und Abgeschiedenheit machen diese Plätze besonders attraktiv für alle, die dem Trubel entfliehen möchten.

Unterwasserblick bei pplignano a mare: türkisblaues Adriatisches Wasser, weiße Segelyacht ankert über klarem Felsenboden.

Torre dell’Orso – der Strand mit den Felsnadeln

Etwa 50 Kilometer südlich von Polignano a Mare liegt einer der schönsten Strände Apuliens: Torre dell’Orso. Der lange Sandstrand wird von zwei markanten Felsnadeln flankiert, die als „Due Sorelle“ (Die zwei Schwestern) bekannt sind. Vor der Küste bietet sich ein ausgezeichneter Ankerplatz in 5 bis 10 Metern Tiefe auf Sandgrund.

Dieser Spot ist besonders bei Familien beliebt, da der Strand flach ins Wasser abfällt und das Schwimmen sicher ist. Mit dem Dingi kann man an den Strand fahren und die Umgebung erkunden. In der Hochsaison kann es hier recht voll werden, daher empfiehlt sich ein Besuch in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag. Die Felsnadeln bieten auch interessante Schnorchelmöglichkeiten.

Monopoli und seine Buchten

Nur 12 Kilometer nördlich von Polignano a Mare liegt die charmante Hafenstadt Monopoli mit ihrer venezianisch geprägten Altstadt. Die Küste rund um Monopoli bietet mehrere geschützte Buchten, darunter Cala Porta Vecchia direkt am Stadthafen. Hier kann man für einen Landgang anlegen und die historische Altstadt besichtigen.

Monopoli verfügt über einen kleinen Yachthafen mit etwa 150 Liegeplätzen, der eine gute Alternative zur Marina di Mola darstellt. Die Stadt ist weniger touristisch als Polignano a Mare, aber nicht weniger reizvoll. Die zahlreichen Restaurants am Hafen servieren exzellente Fischgerichte zu fairen Preisen. Ein Spaziergang entlang der Hafenmole bei Sonnenuntergang gehört zu den stimmungsvollsten Erlebnissen der Region.

Praktische Tipps für die Yachtcharter in Polignano a Mare

Die Organisation einer Yachtcharter in der Region Polignano a Mare erfordert einige Vorbereitungen, ist aber dank der guten Infrastruktur und zahlreichen Anbieter relativ unkompliziert. Ob man ein Boot mit oder ohne Skipper chartert, hängt von den eigenen nautischen Fähigkeiten und Vorlieben ab.

Yachtcharter mit oder ohne Skipper?

Für erfahrene Segler mit entsprechenden Lizenzen bietet sich eine Bareboat-Charter an, bei der man das Boot ohne Crew übernimmt und selbstständig segelt. In Italien werden dafür in der Regel ein international anerkannter Bootsführerschein sowie ein Funkzeugnis verlangt. Wer diese Qualifikationen nicht besitzt, muss aber nicht auf den Segelurlaub verzichten.

Viele Charter-Unternehmen bieten die Möglichkeit, eine Yacht ohne Führerschein zu mieten, wenn ein professioneller Skipper an Bord ist. Diese Option ist besonders für Einsteiger ideal, da man nicht nur sicher unterwegs ist, sondern auch von der lokalen Expertise des Skippers profitiert. Er kennt die besten Ankerplätze, kann bei der Navigation helfen und gibt wertvolle Tipps zur Region.

Kosten und Budgetplanung

Die Kosten für eine Yachtcharter in Polignano a Mare variieren je nach Bootstyp, Saison und Ausstattung erheblich. Eine klassische 40-Fuß-Segelyacht kostet in der Hochsaison etwa 2.500 bis 4.000 Euro pro Woche. Moderne Katamarane liegen deutlich höher bei 4.000 bis 8.000 Euro pro Woche. Dazu kommen noch Nebenkosten wie Marina-Gebühren, Treibstoff, Verpflegung und eventuell eine Kaution.

Wer sich über die Yachtcharter-Kosten im Detail informieren möchte, findet in unserem umfassenden Ratgeber alle wichtigen Informationen und Spartipps. Eine gute Planung hilft, unerwartete Ausgaben zu vermeiden und das Budget optimal zu nutzen. In der Nebensaison lassen sich oft attraktive Rabatte erzielen.

Die ideale Routenplanung

Für einen einwöchigen Törn ab Polignano a Mare bietet sich eine Route entlang der südlichen Adriaküste an. Eine mögliche 7-Tage-Segelroute könnte folgendermaßen aussehen: Start in Bari, erster Stopp Polignano a Mare, dann weiter nach Monopoli, anschließend südwärts nach Torre dell’Orso, Otranto, Santa Maria di Leuca an der Stiefelspitze, zurück über Gallipoli und Castro, und schließlich wieder nordwärts nach Bari.

Diese Route bietet eine perfekte Mischung aus Segeln, Ankern in einsamen Buchten und Stadtbesichtigungen. Die Etappen sind mit durchschnittlich 20 bis 40 Seemeilen moderat und lassen genügend Zeit zum Entspannen und Erkunden. Wer mehr Zeit hat, kann die Route auf 10 oder 14 Tage ausdehnen und noch tiefer in die apulische Küstenwelt eintauchen.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele rund um Polignano a Mare

Neben dem nautischen Erlebnis bietet die Region um Polignano a Mare zahlreiche kulturelle und landschaftliche Highlights, die einen Landgang lohnenswert machen. Die Mischung aus historischen Städten, archäologischen Stätten und kulinarischen Genüssen macht jeden Segeltörn zu einer Entdeckungsreise.

Die Altstadt von Polignano a Mare

Das historische Zentrum von Polignano a Mare ist ein Labyrinth aus engen Gassen, weißgetünchten Häusern und versteckten Plätzen. Besonders sehenswert ist die Piazza Vittorio Emanuele II mit ihren Cafés und Restaurants, von der aus man einen spektakulären Blick auf das Meer hat. Die Terrazza Santo Stefano ist der perfekte Ort für ein Sonnenuntergangsfoto.

Ein Spaziergang entlang der Via Roma führt durch das Herz der Altstadt vorbei an kleinen Boutiquen, Kunstgalerien und traditionellen Handwerksläden. Unbedingt probieren sollte man das lokale Eis bei Gelateria Martinucci – die Sorte „Caffè Speciale“ ist legendär. Die Chiesa Matrice, die Hauptkirche der Stadt, stammt aus dem 13. Jahrhundert und beeindruckt mit ihrer schlichten romanischen Architektur.

Grotte di Castellana – ein unterirdisches Wunder

Etwa 20 Kilometer landeinwärts von Polignano a Mare befinden sich die Grotte di Castellana, eines der spektakulärsten Höhlensysteme Italiens. Die Tropfsteinhöhlen erstrecken sich über 3 Kilometer und erreichen Tiefen von bis zu 122 Metern. Geführte Touren ermöglichen die Besichtigung der eindrucksvollsten Hallen mit bizarren Stalaktiten und Stalagmiten.

Der Besuch der Grotten ist ein perfekter Ausflug für einen heißen Sommertag, da die Temperatur in den Höhlen konstant bei angenehmen 16-18 Grad liegt. Die „Grotta Bianca“ (Weiße Höhle) gilt als eine der schönsten Höhlen der Welt und beeindruckt mit ihren alabasterweißen Kalkformationen. Für den Besuch sollte man etwa 2-3 Stunden einplanen.

Alberobello – die Stadt der Trulli

Ein weiterer lohnenswerter Landausflug führt nach Alberobello, etwa 40 Kilometer südöstlich von Polignano a Mare. Die Stadt ist berühmt für ihre einzigartigen Trulli – kegelförmige Steinhäuser mit charakteristischen spitzen Dächern. Über 1.500 dieser traditionellen Bauten aus dem 17. Jahrhundert prägen das Stadtbild und machen Alberobello zu einem UNESCO-Weltkulturerbe.

Ein Bummel durch die Viertel Rione Monti und Aia Piccola fühlt sich an wie eine Zeitreise. Viele Trulli beherbergen heute kleine Geschäfte, Restaurants oder Museen. Man kann auch in einem Trullo übernachten – eine ungewöhnliche, aber unvergessliche Erfahrung. Die Stadt ist touristisch gut erschlossen, behält aber trotzdem ihren authentischen Charme.

pplignano a mare: Tagesaufnahme der weißen Trulli-Häuser in Alberobello, enge Kopfsteinwege und Touristen unter blauem Himmel

Ostuni – die weiße Stadt

Etwa 50 Kilometer südlich von Polignano a Mare liegt Ostuni, oft als „La Città Bianca“ (Die weiße Stadt) bezeichnet. Die Stadt thront auf drei Hügeln und ist von weitem an ihren strahlend weißen Häusern zu erkennen. Die Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen, Treppen und Durchgängen ist autofrei und lädt zum gemütlichen Erkunden ein.

Die Kathedrale Santa Maria Assunta aus dem 15. Jahrhundert mit ihrer prächtigen Rosettenfassade ist das Wahrzeichen der Stadt. Von den Aussichtspunkten der Oberstadt bietet sich ein atemberaubender Panoramablick über die Olivenhaine bis zum Meer. Ostuni ist auch ein kulinarisches Highlight – die Restaurants servieren exzellente apulische Küche mit lokalen Spezialitäten wie Orecchiette mit Cime di Rapa oder frittierte Meeresfrüchte.

Kulinarische Highlights und Einkaufstipps

Ein Segelurlaub in Apulien ist auch immer eine kulinarische Entdeckungsreise. Die Region ist bekannt für ihre ausgezeichneten Produkte und die authentische mediterrane Küche. Wer auf einer Yacht unterwegs ist, sollte unbedingt die lokalen Märkte besuchen und sich mit frischen Zutaten eindecken.

Lokale Spezialitäten

Zu den kulinarischen Highlights der Region gehören die berühmten Orecchiette – kleine ohrförmige Nudeln, die traditionell mit Cime di Rapa (Stängelkohl) oder Tomaten serviert werden. Frische Meeresfrüchte wie Miesmuscheln, Tintenfisch und Seeigel sind fangfrisch und von hervorragender Qualität. Das apulische Olivenöl gilt als eines der besten Italiens und sollte unbedingt probiert werden.

Besonders empfehlenswert ist die Focaccia Barese – ein fluffiges Fladenbrot mit Tomaten und Oliven, das perfekt als Snack an Bord passt. Die Burrata, ein cremiger Mozzarella-Käse aus der Region, ist ein absolutes Muss. Dazu ein Glas Primitivo di Manduria, der kräftige Rotwein der Region, und das mediterrane Glück ist perfekt. Für alle, die eine Packliste für den Segelurlaub erstellen, sollten lokale Delikatessen fest eingeplant werden.

Einkaufsmöglichkeiten für die Bordverpflegung

In Polignano a Mare gibt es mehrere kleine Supermärkte und einen wöchentlichen Markt (samstags), wo man frisches Obst, Gemüse, Fisch und lokale Produkte kaufen kann. Größere Supermärkte finden sich in Monopoli und Bari. Besonders empfehlenswert ist der Fischmarkt am Hafen von Monopoli, wo jeden Morgen frischer Fang angeboten wird.

Wer auf Luxus nicht verzichten möchte, findet in Polignano a Mare auch Feinkostläden, die erlesene lokale Produkte wie Olivenöl, Weine, Käse und luftgetrocknete Schinken anbieten. Diese machen sich auch hervorragend als Mitbringsel. Die Bäckereien der Region backen täglich frisches Brot und süße Teilchen wie Pasticciotto – ein cremegefülltes Blätterteigtörtchen.

Sicherheit und nautische Hinweise

Die Navigation entlang der apulischen Küste ist im Allgemeinen unkompliziert, erfordert aber dennoch Aufmerksamkeit und gute Vorbereitung. Einige wichtige Sicherheitsaspekte sollten beachtet werden.

Wetter und Windverhältnisse

Die vorherrschenden Winde in der Region sind der Maestrale aus Nordwest und die Bora aus Nordost. Im Sommer sind die Winde meist moderat mit 10-15 Knoten, können aber bei Wetterumschwüngen auch stärker werden. Besonders im Frühjahr und Herbst sollte man die Wettervorhersage genau verfolgen. Die beste Reisezeit für Yachtcharter in mediterranen Gewässern liegt zwischen Mai und Oktober.

Gewitter können im Sommer schnell aufziehen, besonders in den Nachmittagsstunden. Bei Anzeichen einer Wetteränderung sollte man rechtzeitig einen geschützten Hafen oder Ankerplatz aufsuchen. Die italienische Küstenwache ist gut organisiert und über VHF-Kanal 16 erreichbar. Eine funktionierende Wetterstation an Bord ist unerlässlich.

Navigation und Kartenmaterial

Für die Navigation entlang der Küste empfiehlt sich neben GPS auch traditionelles Kartenmaterial. Die italienischen Seekarten sind detailliert und zuverlässig. Besonders wichtig ist die Beachtung der zahlreichen Unterwasserfelsen und Riffe, die entlang der Küste verstreut sind. Bei der Annäherung an die Küste sollte man stets vorsichtig navigieren und bei Unsicherheit lieber etwas mehr Abstand halten.

Moderne Kartenplotter mit aktuellen elektronischen Seekarten erleichtern die Navigation erheblich. Dennoch sollte man sich nicht ausschließlich auf elektronische Hilfsmittel verlassen. Die Markierung der Fahrrinnen und Häfen ist gut, trotzdem empfiehlt sich eine vorherige Hafenrecherche. Einige der kleineren Buchten sind nicht in allen Karten eingetragen, daher sind lokale Kenntnisse oder ein erfahrener Skipper von Vorteil.

Geheimtipps für erfahrene Segler

Wer die bekannten Routen bereits kennt und nach neuen Herausforderungen sucht, findet entlang der apulischen Küste einige versteckte Perlen, die nur selten in Reiseführern erwähnt werden.

Die Tremiti-Inseln

Etwa 80 Seemeilen nördlich von Polignano a Mare liegt das Tremiti-Archipel – eine Gruppe kleiner Inseln mitten in der Adria. Die Inseln San Domino, San Nicola und Capraia bieten spektakuläre Ankerbuchten mit kristallklarem Wasser und reicher Unterwasserwelt. Der Meerespark Isole Tremiti ist ein geschütztes Gebiet und gilt als eines der besten Tauchreviere Italiens.

Die Überfahrt zu den Tremiti-Inseln erfordert gute Seemannschaft und sollte nur bei stabilem Wetter unternommen werden. Die Belohnung ist ein nahezu karibisches Ambiente mit türkisblauem Wasser, weißen Klippen und einsamen Buchten. Auf der Hauptinsel San Domino gibt es einen kleinen Hafen mit begrenzten Liegeplätzen – eine Reservierung ist in der Hochsaison empfehlenswert.

Castro Marina – der versteckte Perle

Etwa 100 Kilometer südöstlich von Polignano a Mare liegt das malerische Castro Marina, ein kleiner Fischerort mit einem charmanten Hafen. Die Zingarini-Höhle bei Castro ist eine beeindruckende Meeresgrotte, die mit dem Dingi oder beim Schnorcheln erkundet werden kann. Das Städtchen selbst ist wenig touristisch und bietet authentisches süditalienisches Flair.

Der kleine Hafen von Castro Marina bietet etwa 50 Liegeplätze und ist ein idealer Zwischenstopp auf dem Weg zur Stiefelspitze bei Santa Maria di Leuca. Die Restaurants am Hafen servieren hervorragenden frischen Fisch zu moderaten Preisen. Die Umgebung eignet sich auch gut für ausgedehnte Küstenwanderungen mit spektakulären Ausblicken.

Nachhaltigkeit beim Segeln

Immer mehr Segler legen Wert auf nachhaltigen Segelurlaub und umweltbewusstes Verhalten auf dem Wasser. Auch in Polignano a Mare und entlang der apulischen Küste kann man einiges tun, um die Umwelt zu schonen: Müll konsequent entsorgen, auf umweltfreundliche Reinigungsmittel achten, in geschützten Bereichen vorsichtig ankern und die lokale Flora und Fauna respektieren.

Einige Charter-Unternehmen bieten mittlerweile auch Yachten mit umweltfreundlichen Antrieben oder Solarpanels an. Die Wahl eines lokalen Anbieters unterstützt zudem die regionale Wirtschaft. Beim Einkaufen kann man auf regionale und saisonale Produkte setzen und Plastik vermeiden. So wird der Segelurlaub nicht nur zum persönlichen Erlebnis, sondern auch zu einem Beitrag zum Schutz des Mittelmeers.

Fazit: Polignano a Mare als Segelziel

Polignano a Mare und die apulische Küste bieten alles, was das Seglerherz begehrt: spektakuläre Landschaften, kristallklares Wasser, charmante Küstenstädte und eine hervorragende Infrastruktur für Yachtcharter. Die Kombination aus nautischem Abenteuer, kulturellen Highlights und kulinarischen Genüssen macht diese Region zu einem der attraktivsten Segelreviere im Mittelmeer.

Ob man als erfahrener Segler auf eigene Faust unterwegs ist oder als Einsteiger mit Skipper segelt – die apulische Küste begeistert mit ihrer Vielfalt und Authentizität. Die Möglichkeit, versteckte Buchten zu entdecken, in historischen Häfen anzulegen und die mediterrane Lebensweise zu genießen, macht jeden Törn zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wer einmal hier gesegelt ist, wird mit Sicherheit wiederkommen, denn Polignano a Mare und seine Umgebung haben eine ganz besondere Magie, die man vom Meer aus am besten erleben kann.

Royal Charter unterstützt Sie bei der Planung Ihrer perfekten Yachtcharter in Polignano a Mare und ganz Italien. Von der Auswahl des passenden Bootes über die Routenplanung bis hin zu lokalen Geheimtipps – wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zum Traum-Segeltörn an der Adriaküste.

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