Mallorca ist mehr als nur Ballermann und Strandurlaub – die größte Baleareninsel bietet Seglern eine faszinierende Vielfalt an Küstenlandschaften, versteckten Buchten und erstklassigen Marinas. Wer einmal die Freiheit erlebt hat, mit der Yacht entlang der zerklüfteten Steilküsten zu gleiten oder in türkisfarbenen Ankerbuchten zu schwimmen, wird verstehen, warum Mallorca Segelrouten zu den beliebtesten im gesamten Mittelmeer gehören. Die Insel vereint ideale Segelbedingungen mit hervorragender Infrastruktur und mediterranem Flair – perfekt für Einsteiger wie für erfahrene Skipper.
Die Gewässer rund um Mallorca zeichnen sich durch überschaubare Distanzen, verlässliche Windverhältnisse und eine beeindruckende Dichte an Häfen und Ankerbuchten aus. Von der pulsierenden Hauptstadt Palma mit ihrer historischen Altstadt und modernen Marinas bis zu einsamen Calas im Nordosten – die Vielfalt ist enorm. Dabei muss man kein erfahrener Hochseesegler sein, um die Schönheit der Insel vom Wasser aus zu genießen. Viele Mallorca Segelrouten eignen sich hervorragend für entspannte Wochentrips oder einwöchige Törns mit moderaten Tagesetappen.
Warum Mallorca das perfekte Segelrevier ist
Mallorca punktet mit einer außergewöhnlichen Kombination aus Sicherheit, Komfort und Abwechslung. Die Insel verfügt über mehr als 40 Marinas und Sporthäfen, die meisten davon mit erstklassiger Ausstattung und ganzjährigem Service. Das bedeutet: Wo immer du unterwegs bist, ist ein sicherer Hafen nie weit entfernt. Gleichzeitig gibt es zahlreiche geschützte Buchten, in denen du kostenlos ankern und die Natur in Ruhe genießen kannst.
Ein weiterer Vorteil sind die Wetterbedingungen. Von April bis Oktober herrschen auf Mallorca ideale Segelbedingungen mit angenehmen Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius und stabilen Windverhältnissen. Der vorherrschende Wind ist der Embat, eine thermische Brise, die nachmittags vom Meer her weht und Seglern verlässlichen Wind zwischen 10 und 20 Knoten beschert. Starke Stürme sind selten, und die Wettervorhersage ist in der Regel zuverlässig – ein entscheidender Faktor für entspanntes Segeln.
Die besten Jahreszeiten für deinen Segeltörn
Die Hauptsaison für Segler auf Mallorca erstreckt sich von Mai bis Oktober. In diesen Monaten sind die Temperaturen angenehm warm, die Sonne scheint zuverlässig, und das Wasser lädt zum Schwimmen ein. Besonders empfehlenswert sind die Monate Mai, Juni und September. Zu dieser Zeit sind die Häfen und Buchten noch nicht überlaufen, die Preise moderater, und die Wassertemperaturen bereits bzw. noch angenehm warm.
Im Hochsommer, besonders im Juli und August, kann es in den beliebten Buchten und Marinas voll werden. Wer Wert auf Ruhe legt, sollte diese Monate meiden oder gezielt weniger frequentierte Ankerbuchten ansteuern. Auch im Frühjahr, ab März, und im Herbst bis November lässt sich Mallorca wunderbar besegeln – wenn auch mit etwas kühleren Temperaturen und gelegentlich unbeständigerem Wetter.
Die schönsten Mallorca Segelrouten im Überblick
Bei der Planung deines Segeltörns hast du die Wahl zwischen verschiedenen klassischen Routen, die jeweils unterschiedliche Facetten der Insel zeigen. Die beliebteste und abwechslungsreichste Route führt von Palma aus entlang der Westküste nach Norden bis zur Halbinsel Formentor und zurück entlang der Ostküste. Diese Rundtour bietet spektakuläre Landschaften, charmante Hafenstädtchen und einige der schönsten Ankerbuchten des Mittelmeers.
Eine Alternative ist die kürzere Südwest-Route, die von Palma aus entlang der Südküste bis nach Colònia de Sant Jordi führt. Diese Strecke eignet sich besonders für Einsteiger oder kürzere Törns und punktet mit langen Sandstränden und entspannten Ankerbuchten. Wer mehr Action sucht, kann von Mallorca aus auch einen Abstecher zur Nachbarinsel Cabrera unternehmen – ein Naturparadies und Nationalpark mit kristallklarem Wasser und unberührter Natur.
Route 1: Palma – Andratx – Port de Sóller – Alcúdia
Diese klassische Westküsten-Route beginnt in Palma de Mallorca, dem lebendigen Herzen der Insel. Von hier aus segelst du zunächst in südwestlicher Richtung nach Port d’Andratx, einem malerischen Hafenort mit exklusivem Flair und hervorragenden Restaurants. Die Strecke beträgt etwa 15 Seemeilen und eignet sich ideal für einen entspannten ersten Segeltag.
Weiter geht es entlang der imposanten Tramuntana-Küste nach Port de Sóller. Diese Etappe zählt zu den landschaftlich spektakulärsten Mallorca Segelrouten überhaupt: Steile Klippen, einsame Buchten und das türkisblaue Wasser des Mittelmeers bilden eine atemberaubende Kulisse. Port de Sóller selbst liegt in einer geschützten Bucht umgeben von Bergen und bietet eine charmante Mischung aus Tradition und Moderne. Von hier aus kannst du einen Landausflug ins malerische Bergdorf Sóller unternehmen oder einfach die entspannte Atmosphäre im Hafen genießen.
Die nächste Etappe führt dich weiter nach Norden, vorbei an der spektakulären Halbinsel Formentor, zur lebhaften Hafenstadt Alcúdia. Die Bucht von Alcúdia gehört zu den größten und sichersten Ankerbuchten Mallorcas und bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Ankern oder Festmachen. Die historische Altstadt von Alcúdia mit ihren gut erhaltenen Stadtmauern und engen Gassen lädt zu einem Bummel ein. Von hier aus kannst du entweder zurück nach Palma segeln oder die Ostküste erkunden.

Die wichtigsten Häfen und Marinas auf Mallorca
Mallorca verfügt über ein dichtes Netz erstklassiger Marinas, die perfekt auf die Bedürfnisse von Seglern zugeschnitten sind. Die meisten Häfen bieten moderne Sanitäranlagen, Strom- und Wasseranschlüsse, WLAN, Tankstellen und gut sortierte Chandleries. Viele Marinas haben zudem Restaurants, Supermärkte und technische Werkstätten direkt vor Ort – ideal für längere Aufenthalte oder wenn Reparaturen anstehen.
Der größte und modernste Hafen der Insel ist der Real Club Náutico de Palma, der direkt neben der historischen Kathedrale La Seu liegt. Mit über 700 Liegeplätzen und einer ausgezeichneten Infrastruktur ist er der perfekte Ausgangspunkt für Segeltörns rund um Mallorca. Auch die nahegelegenen Marinas Club de Mar und Port Calanova bieten erstklassige Einrichtungen und sind gut an die Stadt angebunden.
Port d’Andratx: Luxus und Exklusivität
Port d’Andratx gilt als einer der exklusivsten Häfen Mallorcas und zieht vor allem große Yachten und anspruchsvolle Segler an. Der Hafen liegt malerisch in einer geschützten Bucht, umgeben von Bergen und eleganten Villen. Die Marina verfügt über etwa 450 Liegeplätze und bietet alle denkbaren Services – von der Yacht-Wartung über Concierge-Dienste bis zu gehobenen Restaurants direkt am Wasser.
Preislich liegt Port d’Andratx im oberen Segment, doch die Atmosphäre und die Qualität der Infrastruktur rechtfertigen die Kosten. Besonders in den Sommermonaten ist eine rechtzeitige Reservierung empfehlenswert, da der Hafen schnell ausgebucht ist. Von hier aus lassen sich wunderbare Tagesausflüge in die nahegelegene Serra de Tramuntana oder zur einsamen Dracheninsel Sa Dragonera unternehmen.
Port de Sóller: Naturhafen mit Charme
Port de Sóller ist einer der schönsten Naturhäfen Mallorcas und liegt eingebettet zwischen hohen Bergen am Ende eines langen Fjords. Die Marina bietet etwa 450 Liegeplätze und ist trotz ihrer relativen Abgeschiegenheit hervorragend ausgestattet. Besonders reizvoll ist die historische Straßenbahn, die Port de Sóller mit dem Bergdorf Sóller verbindet – eine nostalgische Fahrt durch Orangen- und Zitronenhaine.
Der Hafen ist gut geschützt vor Wind und Wellen und eignet sich ideal als Zwischenstopp auf der Westküstenroute. In der Umgebung gibt es zahlreiche Ankerbuchten, darunter die wunderschöne Cala Tuent und die berühmte Sa Calobra, die allerdings nur bei ruhigem Wetter angefahren werden sollten. Port de Sóller ist auch ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen entlang der spektakulären Tramuntana-Küste.
Puerto de Alcúdia: Familienfreundlich und gut geschützt
Die Marina von Alcúdia gehört zu den größten und modernsten der Insel. Mit über 700 Liegeplätzen und einer breiten Palette an Services ist sie besonders bei Familien und längeren Aufenthalten beliebt. Die Bucht von Alcúdia ist hervorragend geschützt und bietet auch bei stärkerem Wind sichere Ankermöglichichten. Der lange Sandstrand und die flach abfallende Küste machen den Ort ideal für Segler mit Kindern.
In der Umgebung der Marina findest du zahlreiche Restaurants, Bars und Geschäfte. Die historische Altstadt mit ihren mittelalterlichen Stadtmauern und dem charmanten Markt am Dienstag und Sonntag ist nur wenige Gehminuten entfernt. Von Alcúdia aus kannst du auch Tagesausflüge zur Playa de Formentor unternehmen, einem der spektakulärsten Strände der Insel.
Porto Colom: Authentischer Fischerhafen
Im Gegensatz zu den modernen Yachthäfen hat Porto Colom an der Ostküste seinen ursprünglichen Charakter als traditioneller Fischerhafen bewahrt. Die natürliche Hafenbucht gehört zu den schönsten und größten der Insel und bietet Platz für etwa 200 Yachten. Das Ambiente ist entspannt und authentisch, mit kleinen Fischerbooten, bunten Bootshäusern und urigen Tapas-Bars direkt am Wasser.
Porto Colom ist ein idealer Ausgangspunkt für die Erkundung der ruhigeren Ostküste. In der Nähe liegen zahlreiche malerische Ankerbuchten wie Cala Marçal oder Cala d’Or. Die Infrastruktur ist einfacher als in den großen Marinas, aber völlig ausreichend. Für Segler, die das authentische Mallorca fernab vom Massentourismus suchen, ist Porto Colom ein echter Geheimtipp.
Die schönsten Ankerbuchten rund um Mallorca
Neben den zahlreichen Marinas bietet Mallorca unzählige traumhafte Ankerbuchten, in denen du kostenlos übernachten und die Ruhe der Natur genießen kannst. Viele dieser Calas sind nur vom Wasser aus erreichbar und bieten kristallklares Wasser, weiße Sandstrände und spektakuläre Felsformationen. Allerdings solltest du die Wetterbedingungen und Windrichtung immer genau beobachten, da nicht alle Buchten bei jedem Wetter sicher sind.
Besonders an der Westküste gibt es zahlreiche geschützte Ankerbuchten, die sich perfekt für einen entspannten Badestopp oder eine ruhige Nacht an Bord eignen. Die meisten Buchten verfügen über guten Ankergrund aus Sand oder Seegras, was für sicheren Halt sorgt. Wichtig ist, dass du beim Ankern auf den Schutz des empfindlichen Posidonia-Seegrases achtest – in vielen Schutzgebieten ist das Ankern auf Seegraswiesen verboten.
Cala Pi: Fjordähnliche Schönheit im Süden
Cala Pi liegt an der Südküste Mallorcas und ist eine der eindrucksvollsten Ankerbuchten der Insel. Die schmale, fjordähnliche Bucht erstreckt sich tief ins Landesinnere und ist von hohen Klippen umgeben. Das türkisfarbene Wasser und der kleine Sandstrand am Ende der Bucht machen Cala Pi zu einem beliebten Ankerplatz, besonders in den Sommermonaten.
Der Ankergrund ist gut, und die Bucht bietet Schutz vor den meisten Windrichtungen. Allerdings kann es bei südlichen Winden zu Dünung kommen. Am Strand gibt es ein kleines Restaurant, das in der Saison geöffnet hat. Von hier aus kannst du auch zu Fuß auf die Klippen steigen und den spektakulären Ausblick über die Küste genießen. Aufgrund ihrer Schönheit und Beliebtheit solltest du früh ankommen, um einen guten Ankerplatz zu ergattern.
Cala Figuera: Postkartenidylle im Südosten
Cala Figuera ist ein malerisches Fischerdorf im Südosten Mallorcas, das sich in zwei schmalen Meeresarmen ins Landesinnere erstreckt. Die Bucht gehört zu den fotogensten Orten der Insel, mit bunten Bootshäusern, traditionellen Llaüts (Fischerbooten) und kristallklarem Wasser. Ankern ist hier nur bedingt möglich, da die Bucht recht eng und oft mit Fischerbooten belegt ist.
Dennoch lohnt sich ein Besuch mit dem Dinghi, um das authentische Flair des Ortes zu erleben. Entlang der Kais reihen sich gemütliche Restaurants und Cafés, in denen du frischen Fisch und mallorquinische Spezialitäten genießen kannst. In der Umgebung gibt es zudem einige schöne Ankerbuchten wie Cala Santanyí oder Cala Llombards, die sich perfekt für einen ruhigen Badestopp eignen.

Cala Tuent und Sa Calobra: Spektakuläre Westküste
An der Nordwestküste Mallorcas liegen zwei der spektakulärsten Ankerbuchten der Insel: Cala Tuent und die weltberühmte Sa Calobra. Beide Buchten sind umgeben von den steil aufragenden Bergen der Serra de Tramuntana und bieten eine atemberaubende Kulisse. Das Wasser ist hier besonders klar und tief, ideal zum Schnorcheln und Schwimmen.
Allerdings sind beide Buchten nur bei ruhigem Wetter zu empfehlen. Bei Nord- oder Nordwestwind kann es zu gefährlicher Dünung kommen. Auch die Ankerbedingungen sind anspruchsvoll: Der Grund ist teils felsig, und die Wassertiefe nimmt schnell zu. Dennoch gehört ein Besuch dieser Buchten zu den Höhepunkten jedes Segeltörns auf Mallorca – allein die Anfahrt entlang der dramatischen Steilküste ist unvergesslich.
Cala Llamp und Cala Egos: Geheimtipps im Südwesten
Zwischen Andratx und Santa Ponça liegen einige der schönsten und ruhigsten Ankerbuchten Mallorcas. Cala Llamp und Cala Egos sind noch relativ unbekannt und bieten kristallklares Wasser, felsige Küsten und hervorragende Schnorchelmöglichkeiten. Die Buchten sind gut geschützt vor den vorherrschenden Windrichtungen und eignen sich ideal für eine ruhige Nacht vor Anker.
Besonders schön ist die Abendstimmung, wenn die Sonne hinter den Klippen versinkt und das Wasser in goldenes Licht taucht. Die Buchten sind klein und bieten nur Platz für wenige Yachten – ein weiterer Grund, warum sie zu den Geheimtipps unter den Mallorca Segelrouten gehören. In der Nähe liegt auch die exklusive Urbanisation Camp de Mar mit einem netten Strandrestaurant.
Praktische Tipps für deine Segeltour auf Mallorca
Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zu einem entspannten und sicheren Segeltörn. Neben der Routenplanung solltest du dich mit den lokalen Gegebenheiten, Vorschriften und Besonderheiten vertraut machen. Mallorca ist zwar ein anfängerfreundliches Revier, aber ein paar Dinge gibt es dennoch zu beachten.
Zunächst solltest du sicherstellen, dass du über alle notwendigen Dokumente und Qualifikationen verfügst. Für das Führen einer Yacht in spanischen Gewässern benötigst du einen anerkannten Bootsführerschein – in der Regel den Sportbootführerschein See oder ein international anerkanntes Äquivalent. Auch eine Funkbetriebszeugnisse kann sinnvoll sein, ist aber nicht zwingend erforderlich. Wenn du dir unsicher bist, bietet sich eine Yachtcharter mit Skipper an – eine Option, die auch auf Mallorca von vielen Charterfirmen angeboten wird.
Wetter und Navigation
Das Wetter auf Mallorca ist im Sommer meist stabil und gut vorhersagbar. Dennoch solltest du täglich die aktuellen Wetterberichte und Seewettervorhersagen checken. Besonders im Frühjahr und Herbst können sich Wetterbedingungen schnell ändern. Die spanische Wetterbehörde AEMET bietet detaillierte Vorhersagen, auch speziell für Seefahrer.
Für die Navigation solltest du moderne Seekarten und ein zuverlässiges GPS-System an Bord haben. Zusätzlich empfiehlt sich die Nutzung von Navigations-Apps wie Navionics oder iNavX, die detaillierte Küstenkarten und Informationen zu Häfen und Ankerbuchten bieten. Auch ein gutes altes Papier-Kartenwerk kann im Notfall hilfreich sein. Die Gewässer rund um Mallorca sind gut betonnt, und die meisten Gefahrenstellen sind klar markiert.
Kosten und Budget
Die Kosten für einen Segeltörn auf Mallorca variieren je nach Saison, Bootsgröße und gewählter Route. Die Charterpreise liegen in der Hochsaison (Juli/August) deutlich höher als in der Nebensaison. Eine Segelyacht für eine Woche kostet je nach Größe und Ausstattung zwischen 1.500 und 5.000 Euro oder mehr. Hinzu kommen Nebenkosten für Treibstoff, Hafengebühren, Endreinigung und eventuell eine Kaution.
Die Hafengebühren auf Mallorca variieren stark: Während du in den großen Marinas wie Palma oder Port d’Andratx mit 50 bis 100 Euro pro Nacht rechnen musst, gibt es in kleineren Häfen wie Porto Cristo oder Cala Ratjada auch günstigere Optionen. Ankern in den zahlreichen Buchten ist grundsätzlich kostenlos, spart also deutlich Budget. Für Proviant und Restaurantbesuche solltest du zusätzlich einplanen – die Preise auf Mallorca entsprechen etwa deutschem Niveau, in touristischen Hotspots teils höher.
Sicherheit und Vorschriften
Sicherheit sollte auf jedem Segeltörn oberste Priorität haben. Stelle sicher, dass deine Yacht mit allen erforderlichen Sicherheitsausrüstungen ausgestattet ist: Rettungswesten für alle Personen an Bord, Rettungsring, Feuerlöscher, Signalmittel und ein funktionierendes UKW-Funkgerät. Auch eine gut ausgestattete Bordapotheke und ein Erste-Hilfe-Set gehören zur Grundausstattung.
Beachte auch die lokalen Vorschriften und Schutzgebiete. Rund um Mallorca gibt es mehrere Meeresschutzgebiete, in denen besondere Regeln gelten. Das Ankern auf Seegraswiesen (Posidonia) ist strikt verboten und wird mit hohen Geldstrafen geahndet. Achte daher beim Ankern immer auf den Grund – moderne Kartenplotter zeigen die Schutzgebiete meist an. Auch Geschwindigkeitsbegrenzungen in Küstennähe und Badezonen müssen eingehalten werden.
Alternative Routen und Abstecher
Wenn du mehr Zeit hast oder etwas Abwechslung suchst, bieten sich von Mallorca aus auch Abstecher zu den Nachbarinseln an. Besonders der Cabrera-Archipel im Süden ist ein lohnenswertes Ziel. Der Nationalpark besteht aus 19 kleinen Inseln und ist ein Paradies für Naturliebhaber und Schnorchler. Das Wasser hier gehört zu den klarsten des Mittelmeers, und die unberührte Natur ist einzigartig.
Für den Besuch von Cabrera benötigst du eine Genehmigung, die du vorab online beantragen kannst. Die Anzahl der Boote, die täglich anlegen dürfen, ist begrenzt, daher solltest du frühzeitig buchen. Die Überfahrt von Mallorca nach Cabrera dauert etwa 2 bis 3 Stunden, je nach Abfahrtshafen. Besonders schön ist die Anfahrt in die natürliche Hafenbucht von Cabrera, umgeben von steilen Klippen und mit einer kleinen Festung auf dem Hügel.
Segeltörn nach Ibiza oder Menorca
Für erfahrenere Segler und längere Törns bieten sich auch die Nachbarinseln Ibiza und Menorca an. Die Überfahrt von Mallorca nach Ibiza beträgt etwa 50 Seemeilen und ist bei gutem Wetter problemlos machbar. Ibiza bietet eine lebendige Partyszene, aber auch ruhige Ankerbuchten und traumhafte Strände wie Cala Saladeta auf Ibiza oder Cala Comte.
Menorca liegt etwa 40 Seemeilen nordöstlich von Mallorca und ist bekannt für ihre unberührte Natur und authentische Atmosphäre. Die Insel ist deutlich ruhiger als Mallorca und bietet zahlreiche einsame Buchten, besonders an der Südküste. Mahón, die Hauptstadt, hat einen der schönsten und tiefsten Naturhäfen des Mittelmeers. Eine kombinierte Tour Mallorca-Menorca gehört zu den reizvollsten Mallorca Segelrouten für Fortgeschrittene.

Vergleich mit anderen Segelrevieren im Mittelmeer
Mallorca ist zweifellos eines der beliebtesten Segelreviere im Mittelmeer, aber wie schneidet es im Vergleich zu anderen Destinationen ab? Kroatien beispielsweise ist bekannt für seine unzähligen Inseln und geschützten Gewässer. Die Segelrouten Kroatien 7 Tage bieten ähnlich abwechslungsreiche Küstenlandschaften und sind ebenfalls anfängerfreundlich. Allerdings ist die Infrastruktur auf Mallorca noch einen Tick moderner und die Distanzen kürzer.
Sardinien wiederum punktet mit wilder, unberührter Natur und spektakulären Buchten wie der Cala Luna in Sardinien. Die Insel ist weniger touristisch als Mallorca, dafür sind manche Häfen weniger gut ausgebaut. Wer absolute Ruhe sucht und auf Komfort teilweise verzichten kann, wird Sardinien lieben. Für Einsteiger und Familien ist Mallorca aber oft die entspanntere Wahl.
Mallorca vs. Kroatien: Welches Revier passt zu dir?
Beide Reviere haben ihre Vorzüge. Kroatien besticht durch die schiere Anzahl an Inseln und die vielfältigen Routenoptionen. Die beste Reisezeit für Yachtcharter in Kroatien liegt ähnlich wie auf Mallorca zwischen Mai und September. Die Kosten sind in Kroatien tendenziell etwas günstiger, besonders bei den Hafengebühren und der Verpflegung. Wenn du mehr Inseln erkunden und längere Strecken segeln möchtest, ist Kroatien ideal.
Mallorca hingegen überzeugt durch kürzere Distanzen, exzellente Infrastruktur und eine größere Vielfalt an Landausflügen und kulturellen Sehenswürdigkeiten. Auch das gastronomische Angebot ist auf Mallorca breiter gefächert. Für Familien mit Kindern oder Einsteiger sind die Mallorca Segelrouten oft die bessere Wahl. Wer mehr Action und Partyleben sucht, findet auf Mallorca ebenfalls reichlich Gelegenheit dazu – von Palma bis zu den Strandclubs an der Ostküste.
Charter-Optionen und Bootswahl
Die Auswahl an Charteryachten auf Mallorca ist riesig. Von klassischen Segelyachten über moderne Katamarane bis zu luxuriösen Motoryachten ist alles verfügbar. Die meisten Charterfirmen haben ihren Sitz in Palma, aber auch in anderen Häfen wie Alcúdia oder Porto Cristo gibt es gute Anbieter. Besonders beliebt sind Bareboat-Charter, bei denen du die Yacht ohne Crew selbst führst – vorausgesetzt, du hast die nötigen Qualifikationen.
Wenn du unsicher bist oder erstmals in diesem Revier unterwegs bist, kann ein Skipper sinnvoll sein. Viele Anbieter haben erfahrene Skipper im Portfolio, die die lokalen Gewässer genau kennen und dir wertvolle Tipps geben können. Auch eine Yachtcharter inklusive Skipper und Hostess ist möglich – für alle, die maximalen Komfort und Service wünschen.
Katamaran oder Monohull?
Eine häufige Frage bei der Bootswahl ist: Katamaran oder klassische Segelyacht? Katamarane bieten deutlich mehr Platz, Stabilität und Komfort, besonders für Familien oder größere Gruppen. Sie liegen ruhiger im Wasser und haben meist flache Aufbauten mit viel Platz an Deck. Auch für Ankerbuchten sind Katamarane ideal, da sie weniger Tiefgang haben und näher an den Strand heranfahren können. Die Vor- und Nachteile beim Katamaran mieten gelten ähnlich auch auf Mallorca.
Monohulls, also klassische Einrumpfyachten, sind hingegen sportlicher, wendiger und bieten ein authentischeres Segelerlebnis. Sie sind meist günstiger in der Charter und haben niedrigere Hafengebühren. Für erfahrene Segler, die das Segelgefühl lieben, ist eine Monohull oft die erste Wahl. Welche Variante für dich die richtige ist, hängt von deinen Prioritäten, der Gruppengröße und dem Budget ab.
Insider-Tipps für unvergessliche Erlebnisse
Abseits der klassischen Routen und bekannten Häfen gibt es auf Mallorca zahlreiche Geheimtipps, die deinen Törn zu etwas Besonderem machen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Besuch der winzigen Insel Sa Dragonera vor der Südwestküste? Die unbewohnte Insel ist ein Naturschutzgebiet und bietet spektakuläre Wanderwege, Leuchttürme und Ausblicke. Ankern ist in der nahegelegenen Cala Lladó möglich.
Ein weiterer Tipp ist ein Abstecher zur versteckten Cala Deià an der Nordwestküste. Die kleine Bucht ist nur zu Fuß oder per Boot erreichbar und bietet glasklares Wasser sowie ein urig-rustikales Strandrestaurant, in dem du frischen Fisch und Paella direkt mit den Füßen im Sand genießen kannst. Solche authentischen Momente abseits der Touristenpfade machen die Mallorca Segelrouten so reizvoll.
Kulinarische Highlights an Bord und an Land
Mallorca ist ein Paradies für Feinschmecker. Ob frischer Fisch, Meeresfrüchte, lokale Wurstwaren oder die berühmte Ensaïmada – die mallorquinische Küche ist vielfältig und köstlich. In den Häfen und Küstenorten findest du zahlreiche ausgezeichnete Restaurants, oft direkt am Wasser mit herrlichem Blick auf den Sonnenuntergang.
Auch an Bord lässt sich hervorragend kochen: Nutze die lokalen Märkte in Palma, Alcúdia oder Santanyí, um frisches Obst, Gemüse, Käse und Wein einzukaufen. Ein Abendessen vor Anker in einer einsamen Bucht, während die Sonne langsam hinter den Bergen versinkt, gehört zu den unvergesslichen Momenten eines jeden Segeltörns. Vergiss nicht, eine gute Flasche mallorquinischen Weins an Bord zu haben – die Weinregion Binissalem produziert hervorragende Tropfen.
Fazit: Mallorca – ein Segelparadies für jeden
Die Mallorca Segelrouten bieten eine perfekte Mischung aus Komfort, Vielfalt und mediterranem Flair. Egal, ob du ein erfahrener Skipper bist oder zum ersten Mal eine Yacht charterst – Mallorca bietet ideale Bedingungen für einen unvergesslichen Segeltörn. Die hervorragende Infrastruktur, die Vielzahl an Häfen und Ankerbuchten sowie die landschaftliche Schönheit machen die Insel zu einem der beliebtesten Segelreviere Europas.
Von den dramatischen Steilküsten der Tramuntana über die ruhigen Buchten der Ostküste bis zu den mondänen Häfen im Südwesten – Mallorca hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Auch die Kombination aus Segelsport, Kultur, Gastronomie und Natur ist einzigartig. Wer einmal die Freiheit genossen hat, mit der Yacht entlang der mallorquinischen Küste zu gleiten, wird immer wieder zurückkehren wollen. Plane deinen nächsten Törn jetzt und entdecke die Vielfalt der Mallorca Segelrouten selbst – es lohnt sich!