Cala Comte Ankerplätze: Die besten Yacht-Spots vor Ibiza

Luxusyacht ankert in türkisfarbenem Wasser bei Cala Comte – cala comte ankerplätze, goldene Klippen im warmen Abendlicht

Entdecken Sie die schönsten Cala Comte Ankerplätze vor Ibizas Westküste. Dieser Guide zeigt Ihnen die besten Ankerbuchten mit türkisfarbenem Wasser, optimale Ankertiefen, Schutz vor Wind und Wellen sowie wichtige Navigationstipps. Erfahren Sie alles über sichere Ankermanöver, Meeresgrund-Beschaffenheit und die perfekte Ankerposition für unvergessliche Segeltage in dieser paradiesischen Bucht.

Inhaltsverzeichnis

Die Cala Comte Ankerplätze zählen zu den begehrtesten Yacht-Spots vor der Westküste Ibizas. Mit ihrem türkisfarbenen Wasser, den vorgelagerten Felseninseln und spektakulären Sonnenuntergängen bietet Cala Comte ein einzigartiges Ankererlebnis für Charter-Crews und Segler. Dieser umfassende Guide führt dich durch alle wichtigen Aspekte rund um die Ankerplätze bei Cala Comte – von nautischen Details über Wind- und Wetterbedingungen bis hin zu praktischen Tipps für deinen perfekten Ankertag vor dieser Traumbucht.

Cala Comte, auch bekannt als Cala Conta, liegt an der südwestlichen Küste Ibizas, etwa 8 Seemeilen westlich von Ibiza-Stadt. Die Bucht ist berühmt für ihre mehreren kleinen Sandstrände, die durch felsige Landzungen voneinander getrennt sind. Aus nautischer Sicht macht gerade diese Gliederung die Bucht so reizvoll: Je nach Windrichtung und Wellengang findest du hier verschiedene geschützte Ankerplätze, die unterschiedliche Vorzüge bieten. Die vorgelagerten Inselchen – allen voran die markante Illa des Bosc – schaffen zusätzliche Liegeplätze und dienen als natürlicher Wellenbrecher.

Geografische Lage und nautische Besonderheiten der Cala Comte Ankerplätze

Die Cala Comte erstreckt sich über eine Küstenlinie von etwa 500 Metern und gliedert sich in drei Hauptbuchten: Platges de Comte im Norden, die zentrale Hauptbucht und Cala Comte Süd. Nautisch gesehen befinden sich die Cala Comte Ankerplätze bei den Koordinaten 38°56’N, 1°13’E. Die Wassertiefe variiert stark: Während du direkt vor den Stränden bereits bei 2-3 Metern Tiefe auf Sand triffst, fallen die Bereiche zwischen den Inseln und dem Festland teilweise auf 8-12 Meter ab. Diese unterschiedlichen Tiefen ermöglichen es Yachten verschiedener Größenklassen, einen passenden Ankerplatz zu finden.

Besonders charakteristisch für die Cala Comte Ankerplätze ist das kristallklare Wasser, das selbst bei 10 Metern Tiefe noch freie Sicht auf den sandigen Grund gewährt. Dies erleichtert das Ankermanöver erheblich, da du die Kette und den Ankergrund präzise im Blick hast. Der Untergrund besteht überwiegend aus festem Sand mit vereinzelten Seegraswiesen (Posidonia oceanica), die geschützt sind und gemieden werden sollten. In den Randbereichen der Bucht findest du auch felsigen Grund, der für das Ankern weniger geeignet ist, aber beim Schnorcheln spektakuläre Unterwasserlandschaften offenbart.

Die drei Hauptankerbereiche im Überblick

Der nördliche Ankerbereich vor Platges de Comte eignet sich besonders bei südlichen bis südwestlichen Winden. Hier liegt man in 4-6 Metern Wassertiefe auf gutem Sandgrund. Der Abstand zum Strand beträgt etwa 100-150 Meter, was für Dinghifahrten ideal ist. Die zentrale Hauptbucht direkt vor dem größten Strandabschnitt bietet die meisten Ankermöglichkeiten, wird jedoch in der Hochsaison entsprechend stark frequentiert. Hier kannst du in 3-8 Metern Tiefe ankern, wobei die tieferen Bereiche weiter draußen liegen. Der südliche Bereich zwischen Festland und den vorgelagerten Inseln ist der geschützteste Ankerplatz bei Nordwinden, allerdings auch der anspruchsvollste aufgrund der engeren Durchfahrten zwischen den Felsen.

Die vorgelagerten Inseln – insbesondere die Illa des Bosc – schaffen weitere Ankermöglichkeiten. Erfahrene Skipper können zwischen Insel und Festland ankern, was spektakuläre Ausblicke und guten Schutz bietet, jedoch präzise Navigation erfordert. Die Durchfahrt zwischen den Inseln ist bei ruhigem Wetter gut befahrbar, sollte aber nur bei guter Sicht und ausreichender Erfahrung genutzt werden. Wer hier ankert, genießt oft mehr Ruhe als in der Hauptbucht, da viele Charteryachten die engeren Passagen meiden.

Anfahrt und Navigation zu den Cala Comte Ankerplätzen

Die Anfahrt zu den Cala Comte Ankerplätzen erfolgt üblicherweise von Ibiza-Stadt oder von den südlich gelegenen Häfen wie San Antonio. Von Ibiza-Stadt aus steuerst du zunächst westwärts entlang der Küste, passierst die bekannte Cala d’Hort mit Blick auf die mystische Felsinsel Es Vedrà und erreichst nach etwa 1,5-2 Stunden Fahrt (je nach Bootstyp) die Cala Comte. Von San Antonio aus ist die Strecke kürzer – nur etwa 4 Seemeilen nach Süden –, was die Bucht zu einem beliebten Ziel für Tagesausflüge macht.

Bei der Navigation solltest du die Untiefen und Felsen rund um die vorgelagerten Inseln beachten. Die Hauptinsel Illa des Bosc ist gut sichtbar, aber zwischen ihr und dem Festland sowie den kleineren Felseninseln verlaufen flachere Bereiche. Moderne Kartenplotter zeigen diese Gefahrenstellen zuverlässig an, dennoch empfiehlt sich bei der ersten Anfahrt erhöhte Aufmerksamkeit. Die Annäherung erfolgt am besten von Westen oder Nordwesten, wo die Wassertiefe allmählich abnimmt und keine versteckten Hindernisse lauern.

Wichtige Navigationshilfen und Referenzpunkte

Als Hauptreferenzpunkt dient die markante Illa des Bosc mit ihrem charakteristischen rötlichen Felsgestein. An ihrem höchsten Punkt erhebt sich ein kleines Plateau, das auch von weiter Entfernung gut erkennbar ist. Weiterhin orientierst du dich an den Strandbars und dem auffälligen Sunset Ashram an der Küste – ein architektonisch markantes Gebäude, das sich über den Felsen erhebt. Bei Sonnenschein reflektiert das türkisfarbene Wasser der Bucht weithin sichtbar, was die Identifikation zusätzlich erleichtert.

GPS-Koordinaten für die Annäherung: 38°56.2’N, 1°12.8’E als Ausgangspunkt etwa 300 Meter vor der Bucht. Von hier aus navigierst du langsam mit reduzierter Geschwindigkeit in die gewünschte Ankerbucht. Achte auf andere ankernde Yachten und deren Schwojkreis, besonders in der Hauptsaison wenn die Cala Comte Ankerplätze stark belegt sind. Ein Blick auf die Windrichtung der bereits ankernden Boote gibt dir Aufschluss über die vorherrschende Windsituation.

Luxusyacht ankert im kristallklaren Wasser von Cala Comte Ankerplätze, Sandstrand und Illa des Bosc im Hintergrund.

Wind- und Wetterbedingungen an den Cala Comte Ankerplätzen

Die vorherrschenden Winde vor Ibizas Westküste kommen aus südwestlichen bis westlichen Richtungen, besonders in den Sommermonaten. Diese sogenannten Seewindbrise-Systeme entwickeln sich typischerweise ab dem späten Vormittag und erreichen ihren Höhepunkt am Nachmittag mit 10-15 Knoten. Die Cala Comte Ankerplätze bieten bei diesen Bedingungen nur moderaten Schutz, da die Bucht nach Westen hin offen liegt. Bei Windstärken über 15 Knoten aus West bis Südwest kann es ungemütlich werden, mit spürbarem Schwell, der in die Bucht läuft.

Nordwinde hingegen, die vor allem in Frühjahr und Herbst auftreten können, bieten den Cala Comte Ankerplätzen exzellenten Schutz. Die Landmasse Ibizas schirmt die Bucht effektiv ab, und selbst bei stärkeren nördlichen Winden liegt man hier ruhig und geschützt. Dies macht Cala Comte zu einem idealen Ausweichziel, wenn die Nordküste Ibizas zu unruhig wird. Auch bei östlichen Winden profitiert man vom Schutz der Insel, allerdings können leichte Fallböen von den Hügeln herabwehen.

Kritisch können südliche bis südöstliche Winde sein, die direkt in die Bucht stehen. Bei solchen Bedingungen solltest du die Cala Comte Ankerplätze meiden oder nur für kurze Aufenthalte nutzen. Der Schwell läuft dann ungehindert in die Bucht und lässt die Yachten stark schwojen. Alternative Ankerplätze wie die geschütztere Cala Saladeta im Norden sollten dann in Betracht gezogen werden.

Saisonale Unterschiede und beste Ankerzeiten

Die beste Zeit für einen Besuch der Cala Comte Ankerplätze ist zweifellos Mai bis Juni sowie September bis Oktober. In diesen Monaten sind die Wetterbedingungen stabil, die Temperaturen angenehm warm, und die Bucht noch nicht überlaufen. Im Juli und August erreicht der Andrang seinen Höhepunkt – an Wochenenden können sich hier 30-50 Yachten tummeln, was das Ankermanöver zur Herausforderung macht und die Idylle deutlich mindert. Wer in der Hochsaison dennoch hier ankern möchte, sollte früh am Morgen (vor 10 Uhr) eintreffen, um einen guten Platz zu sichern.

In den Wintermonaten November bis März ist mit gelegentlichen Stürmen und unbeständigem Wetter zu rechnen. Die Cala Comte Ankerplätze werden dann nur selten frequentiert, die Strandbars sind geschlossen, und die Infrastruktur an Land eingeschränkt. Für Langfahrtsegler kann die Bucht aber als Zwischenstopp bei passendem Wetter durchaus attraktiv sein – mit dem großen Vorteil absoluter Einsamkeit. Die durchschnittlichen Wassertemperaturen reichen von 14°C im Februar bis 26°C im August, wobei die Badesaison effektiv von Mai bis Oktober dauert.

Gezeiten spielen im Mittelmeer generell eine untergeordnete Rolle, der Tidenhub bei Ibiza beträgt lediglich 20-30 cm. Dennoch solltest du bei der Ankerwahl die minimale Wassertiefe im Hinterkopf behalten, besonders wenn du mit einer Yacht tieferen Tiefgangs unterwegs bist. Luftdruckschwankungen und starke Winde können gelegentlich zu größeren Wasserstandsänderungen führen als die astronomische Tide.

Ankertechnik und praktische Tipps für die Cala Comte Ankerplätze

Das Ankern in der Cala Comte erfordert aufmerksame Planung und saubere Seemannschaft. Der Ankergrund aus Sand ist grundsätzlich gut haltend, vorausgesetzt du setzt genügend Kette. Eine Faustregel für die Cala Comte Ankerplätze: mindestens das Vierfache der Wassertiefe an Kette ausbringen, besser das Fünf- bis Sechsfache, wenn Raum vorhanden ist. Bei 6 Metern Wassertiefe bedeutet das 30-36 Meter Kette. Berücksichtige dabei den Schwojkreis – bei starker Belegung musst du möglicherweise mit weniger Kette auskommen, was die Haltekraft reduziert.

Beim Ankervorgang empfiehlt sich folgendes Vorgehen: Nähere dich dem gewünschten Ankerplatz langsam gegen den Wind. Stoppe die Yacht vollständig ab und lasse den Anker kontrolliert fallen. Sobald er den Grund berührt, gibst du langsam rückwärts, während gleichzeitig die Kette ausrauscht. Wenn die gewünschte Kettenlänge draußen ist, stopfe die Kette und gib nochmals kurz Rückwärtsschub, um den Anker einzugraben. Überprüfe die Position per GPS und beobachte einige Minuten, ob die Yacht tatsächlich steht oder schleift. Ein Blick ins klare Wasser zeigt dir meist, ob der Anker gut gefasst hat.

Besondere Herausforderungen in der Hochsaison

Die größte Herausforderung an den Cala Comte Ankerplätzen ist zweifellos die hohe Dichte an Yachten im Hochsommer. Früh ankommen ist hier die Devise. Wer gegen Mittag eintrifft, findet oft nur noch Plätze weit draußen oder in ungünstigen Bereichen mit felsigem Grund oder Seegras. Zudem musst du beim Ankern besonders auf die bereits liegenden Boote achten: Schwojkreise überlappen sich schnell, und bei drehendem Wind können Kollisionen drohen. Kommunikation mit Nachbaryachten ist hier Gold wert – ein kurzer Funkspruch auf Kanal 77 (den informellen Anker-Kanal) kann Missverständnisse vermeiden.

Ein weiteres Thema sind die zahlreichen Ausflugsboote und Wassersportler. Jetskis, Stand-Up-Paddler und Schwimmer bewegen sich zwischen den ankernden Yachten, was erhöhte Aufmerksamkeit erfordert. Achte darauf, dass deine Ankerkette nicht zur Stolperfalle für Schwimmer wird. In sehr flachen Bereichen (unter 3 Meter) solltest du aus Sicherheitsgründen gar nicht ankern. Die Strandbereiche sind zudem durch Bojenfelder für Badegäste markiert – halte entsprechenden Abstand.

Falls du merkst, dass dein Anker nicht zuverlässig hält oder der Ankerplatz zu eng wird, scheue dich nicht, neu zu ankern. Lieber einmal mehr das Manöver wiederholen als nachts im Schwell gegen die Nachbaryacht zu schwojen. Erfahrene Skipper nutzen auch gerne eine zusätzliche Heckanker- oder Mooringleine zu einem Felsblock an Land, um die Yacht zu stabilisieren – allerdings ist dies an den Cala Comte Ankerplätzen aufgrund der meist größeren Entfernung zum Ufer und der Badeaktivität weniger üblich.

Versorgung, Infrastruktur und Landgänge

Einer der großen Vorzüge der Cala Comte Ankerplätze ist die gute Infrastruktur an Land. Mehrere Strandbars und Restaurants säumen die Küste, darunter das berühmte Sunset Ashram, das für seine Sundowner-Partys und die Panorama-Terrasse bekannt ist. Der Landgang erfolgt mit dem Dinghi, wobei du am Strand anlanden kannst – achte dabei auf Badegäste und markiere dein Dinghi gut, damit es nicht mit den vielen anderen verwechselt wird. Alternativ gibt es gelegentlich auch offizielle Dinghi-Anlegestellen, je nach Saison und Organisation vor Ort.

Trinkwasser oder Treibstoff bekommst du direkt an der Cala Comte nicht. Die nächsten Marinas befinden sich in San Antonio (etwa 4 Seemeilen nördlich) oder in Ibiza-Stadt. Für den täglichen Bedarf gibt es jedoch einen kleinen Kiosk sowie die Strandbars, die Snacks, Getränke und Eis anbieten. Wer umfassende Proviantierung benötigt, sollte diese vor der Anfahrt in einem der Häfen erledigen. Die Preise an den Strandbars sind erwartungsgemäß touristisch, aber die Lage und das Ambiente rechtfertigen den Aufschlag.

Restaurants und Beach Clubs

Das gastronomische Highlight ist zweifellos das Sunset Ashram. Die Location thront auf den Felsen oberhalb des südlichen Strandabschnitts und bietet eine atemberaubende Aussicht über die Bucht und die vorgelagerten Inseln. Reservierungen sind in der Hochsaison dringend empfohlen, da der Club sehr beliebt ist. Neben klassisch mediterraner Küche gibt es auch asiatische Einflüsse und eine umfangreiche Cocktailkarte. Die Preise bewegen sich im gehobenen Segment, aber für einen besonderen Abend an Land ist das Sunset Ashram ein Erlebnis.

Weitere Optionen sind die einfacheren Chiringuitos direkt am Strand, die frischen Fisch, Paella und Tapas servieren. Diese sind familienfreundlicher und deutlich lockerer, perfekt für einen entspannten Mittagssnack nach einem Vormittag auf der Yacht. Einige dieser Bars bieten auch WLAN an, was für Crews auf längeren Törns ein willkommener Service ist. Die sanitären Anlagen sind in der Regel öffentlich zugänglich und sauber gehalten, allerdings in der Hochsaison oft stark frequentiert.

Abends verwandelt sich die Cala Comte in einen magischen Ort: Die untergehende Sonne taucht die Bucht in warmes Licht, und von den Strandbars erklingen Chill-out-Klänge. Viele Yachties bleiben über Nacht vor Anker, um dieses Spektakel vom Boot aus zu genießen. Das nächtliche Ankern ist grundsätzlich erlaubt, allerdings solltest du deine Ankerlaterne setzen und bei auffrischendem Wind wachsam bleiben. Eine Ankerwache ist bei unsicheren Bedingungen ratsam.

Luftbild von Cala Comte Ankerplätze bei Sonnenuntergang: Luxusyachten in türkisfarbem Wasser, Illa des Bosc.

Alternative Ankerplätze und Kombinationsmöglichkeiten

Wer die Cala Comte Ankerplätze bereits kennt oder bei ungünstigen Bedingungen einen Ausweichplatz sucht, findet in der Umgebung zahlreiche Alternativen. Nördlich liegt die bereits erwähnte Cala Saladeta, eine kleinere, geschütztere Bucht, die vor allem bei westlichen Winden ruhigeres Liegen ermöglicht. Noch weiter nördlich erreicht man Port de Sant Antoni, wo vollwertige Marinas mit allen Versorgungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Südlich von Cala Comte bietet die Cala d’Hort spektakuläre Ausblicke auf die Felsinsel Es Vedrà – ein Ankerplatz für Naturliebhaber und Fotografen.

Für eine abwechslungsreiche Ankertour rund um Ibiza lassen sich die Cala Comte Ankerplätze hervorragend in Mehrtagesrouten integrieren. Ein klassischer Törn könnte von Ibiza-Stadt starten, entlang der Südküste über die Playa d’en Bossa und Es Cubells führen, dann Cala Comte ansteuern, weiter nordwärts zu den Buchten bei San Antonio und schließlich zurück nach Ibiza-Stadt. Eine solche Route bietet maximale Vielfalt an Landschaften, Ankerplätzen und Erlebnissen.

Kombination mit Formentera

Viele Charter-Crews kombinieren ihren Besuch der Cala Comte Ankerplätze mit einem Abstecher nach Formentera, der kleineren Nachbarinsel südlich von Ibiza. Die Überfahrt von Cala Comte nach Formentera dauert etwa 2-3 Stunden, je nach Zielhafen. Die Strände und Ankerplätze Formenteras – allen voran die berühmte Playa de Ses Illetes – bieten karibisches Flair mit weißem Sand und türkisfarbenem Wasser. Diese Kombination macht aus einem einwöchigen Charter ein rundes Erlebnis mit den Highlights beider Inseln.

Alternativ lohnt sich auch die Erkundung der Westküste Ibizas weiter nach Norden. Buchten wie Cala Salada, Cala Gracioneta oder die wildere Küste bei Punta Galera bieten einsame Ankerplätze fernab des Trubels. Hier ist die Infrastruktur an Land meist deutlich einfacher, dafür gewinnst du an Naturerlebnis und Ruhe. Für erfahrene Crews, die Abwechslung schätzen, ist eine Mischung aus belebten Spots wie Cala Comte und ruhigen Buchten die ideale Strategie.

Umwelt- und Naturschutz an den Cala Comte Ankerplätzen

Die Gewässer rund um Ibiza sind Teil eines sensiblen mediterranen Ökosystems. Besonders die Seegraswiesen (Posidonia oceanica) spielen eine zentrale Rolle für die Wasserqualität und als Lebensraum für zahlreiche Meereslebewesen. An den Cala Comte Ankerplätzen findest du stellenweise ausgedehnte Posidonia-Felder, die du beim Ankern unbedingt meiden solltest. Das Seegras ist nicht nur geschützt, sondern bietet auch schlechten Ankergrund – der Anker hält schlecht und kann beim Lichten die Pflanzen beschädigen.

Um umweltbewusst zu ankern, nutze nach Möglichkeit die sandigen Bereiche und vermeide es, den Anker durch Seegrasfelder zu ziehen. Moderne Kartenplotter zeigen oft die Vegetation am Meeresgrund an, was die Wahl des richtigen Ankerplatzes erleichtert. Falls dein Anker doch einmal im Seegras festhängt, ziehe ihn vorsichtig vertikal nach oben statt horizontal, um Schäden zu minimieren. In einigen besonders sensiblen Bereichen Ibizas werden zunehmend Mooringbojen installiert, um die Seegraswiesen zu schützen – falls solche bei Cala Comte verfügbar sind, nutze sie bevorzugt.

Abfallmanagement und Wasserqualität

Die hohe Frequentierung der Cala Comte Ankerplätze stellt eine Belastung für die Umwelt dar. Umso wichtiger ist verantwortungsvolles Verhalten aller Yachties. Entsorge Müll ausschließlich an Land in den dafür vorgesehenen Behältern, niemals über Bord. Auch organischer Abfall gehört nicht ins Meer – Essensreste können das ökologische Gleichgewicht stören und unerwünschte Tiere anlocken. Fäkalienentsorgung muss über die Bordtoilette mit geschlossenem Fäkalientank erfolgen, Entleerung nur in Häfen an dafür vorgesehenen Pumpstationen.

Beim Schwimmen und Schnorcheln rund um die Yacht achte darauf, keine Sonnencreme zu verwenden, die Mikroplastik oder schädliche Chemikalien enthält. Rifffreundliche, biologisch abbaubare Produkte sind die bessere Wahl und schützen das empfindliche marine Leben. Die Wasserqualität an der Cala Comte ist generell exzellent, mit Sichtweiten von oft über 20 Metern – ein Zustand, den es zu bewahren gilt. Vermeide das Einleiten von Grauwasser (Spül- und Duschwasser) in unmittelbarer Nähe zum Strand oder bei dichter Belegung.

Auch beim Thema nachhaltiger Segelurlaub lassen sich viele Prinzipien auf das Ankern vor Ibiza übertragen: Reduziere den Energieverbrauch an Bord, nutze Solarenergie, vermeide unnötigen Generatorbetrieb und respektiere die Natur. Je mehr Yachties sich verantwortungsbewusst verhalten, desto länger bleiben die Cala Comte Ankerplätze das Paradies, das sie heute sind.

Sicherheitsaspekte und Notfallmanagement

Auch wenn die Cala Comte Ankerplätze in den meisten Fällen sicheres und entspanntes Ankern ermöglichen, solltest du immer auf unvorhergesehene Situationen vorbereitet sein. Wetterumschwünge können im Mittelmeer rasch auftreten – ein zunächst ruhiger Tag kann nachmittags durch auffrischende Winde oder aufziehendes Gewitter ungemütlich werden. Behalte stets die Wettervorhersage im Blick (Apps wie Windy oder PredictWind sind hier unverzichtbar) und sei bereit, bei Verschlechterung den Ankerplatz zu verlassen und einen geschützteren Hafen anzusteuern.

Ein wichtiger Sicherheitsaspekt ist die Ankerwache. Besonders nachts oder bei wechselnden Winden sollte jemand an Bord regelmäßig die Position überprüfen. GPS-basierte Anker-Alarm-Apps sind hier sehr hilfreich – sie warnen dich, sobald die Yacht den definierten Schwojkreis verlässt. Falls der Anker tatsächlich schleifen sollte, reagiere sofort: Motor starten, langsam gegen die Drift halten und den Anker neu setzen. Panik ist fehl am Platz – ruhiges, überlegtes Handeln bringt dich sicher durch die Situation.

Kommunikation und Notfallkontakte

Stelle sicher, dass dein UKW-Funkgerät einsatzbereit ist und du die wichtigen Kanäle kennst: Kanal 16 ist der internationale Notruf- und Anrufkanal, Kanal 9 wird von der spanischen Küstenwache genutzt. Im Notfall – sei es medizinisch, technisch oder wetterbedingt – erreichst du über Kanal 16 die Rettungsleitstelle (Salvamento Marítimo). Die Notrufnummer per Handy ist in Spanien die 112. Halte immer die genaue Position deiner Yacht bereit (GPS-Koordinaten), um im Ernstfall schnelle Hilfe zu ermöglichen.

Für technische Probleme oder kleinere Notfälle kann auch die Charter-Basis hilfreiche Unterstützung bieten. Die meisten Vercharterer haben 24/7-Hotlines und können bei Bedarf Mechaniker, Ersatzteile oder Abschleppboote organisieren. Speichere alle wichtigen Nummern bereits vor dem Törnstart in deinem Handy ab. Auch der Kontakt zu benachbarten Yachten im Ankerfeld kann im Notfall Gold wert sein – gegenseitige Hilfe unter Seglern ist eine bewährte Tradition.

Kosten und wirtschaftliche Aspekte

Das Ankern an den Cala Comte Ankerplätzen selbst ist kostenlos – einer der großen Vorteile gegenüber Marinaaufenthalten. Allerdings solltest du die indirekten Kosten im Blick behalten: Treibstoffverbrauch für die Anfahrt, Dinghifahrten zum Strand, Restaurantbesuche und eventuelle Servicegebühren an Land. Ein Restaurantbesuch im Sunset Ashram kann schnell 50-100 Euro pro Person kosten, während die einfacheren Strandbars mit 20-30 Euro pro Person kalkulierbar sind.

Im Vergleich zu den Marinas auf Ibiza sparst du durch freies Ankern erheblich. Eine Nacht im Hafen von Ibiza-Stadt oder San Antonio kostet je nach Yachtgröße und Saison zwischen 80 und 300 Euro. Wer eine Woche chartert und mehrere Nächte vor Anker verbringt, kann die Gesamtkosten des Urlaubs deutlich reduzieren. Allerdings fehlt beim Ankern der Komfort fester Strom- und Wasseranschlüsse sowie die Sicherheit eines geschützten Hafens. Es gilt, die richtige Balance zwischen Kosten, Komfort und Erlebnis zu finden.

Charter-Optionen und Buchungstipps

Für Crews, die Ibiza und die Cala Comte Ankerplätze entdecken möchten, stehen zahlreiche Charter-Optionen zur Verfügung. Von kleineren Segelyachten über komfortable Katamarane bis hin zu luxuriösen Motoryachten ist alles buchbar. Die Preise variieren stark je nach Saison, Bootstyp und Ausstattung. In der Hochsaison (Juli/August) können die Charterpreise doppelt so hoch sein wie in der Nebensaison. Frühbucher profitieren oft von Rabatten, ebenso Last-Minute-Entschlossene, die flexibel sind.

Wer zum ersten Mal chartert oder sich unsicher fühlt, sollte eine Yachtcharter mit Skipper in Betracht ziehen. Ein erfahrener Skipper kennt die Gewässer, die besten Ankerplätze und navigiert sicher durch alle Situationen. Das erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern auch den Erlebnisfaktor, da du dich voll auf Entspannung und Genuss konzentrieren kannst. Viele Charter-Anbieter bieten auch Kombi-Pakete mit Skipper und Hostess an, die sich um Verpflegung und Service kümmern – ein rundum sorgloses Paket.

Praktische Checkliste für den perfekten Tag an den Cala Comte Ankerplätzen

Damit dein Besuch der Cala Comte Ankerplätze zum unvergesslichen Erlebnis wird, hier eine praktische Checkliste: Vor der Abfahrt: Wettervorhersage prüfen, genügend Trinkwasser und Proviant an Bord, Dinghi funktionstüchtig und aufgeblasen, Schnorchelausrüstung einpacken, Sonnenschutz nicht vergessen. Bei der Anfahrt: Seekarten und GPS prüfen, Ankerplatz vorher mental planen, Geschwindigkeit reduzieren ab 300 Meter vor der Bucht. Beim Ankern: Ankergrund checken (Sand, nicht Seegras), ausreichend Kette ausbringen, Position per GPS speichern, Schwojkreis beobachten.

Während des Aufenthalts: Regelmäßig Position kontrollieren, Wetteränderungen im Blick behalten, respektvoll gegenüber Nachbaryachten und Badegästen verhalten, Umweltschutzregeln einhalten. Vor der Abfahrt: Anker kontrolliert lichten (nicht durch Seegras ziehen), Ankerkette auf Beschädigungen prüfen, Müll entsorgt und Yacht aufgeräumt. Mit dieser Checkliste bist du bestens vorbereitet und kannst deinen Tag in vollen Zügen genießen.

Unterwasserfoto eines Yachtankers auf sandigem Grund bei cala comte ankerplätze, Kette sichtbar, Meeresleben

Kulturelle Highlights und Ausflüge in der Umgebung

Neben dem reinen Anker- und Badevergnügen bietet die Region um Cala Comte auch kulturelle und landschaftliche Highlights. Ein Ausflug zum nahegelegenen Dorf Sant Josep de sa Talaia lohnt sich – der Ort bewahrt den authentischen ibizenkischen Charme mit weißen Häusern, kleinen Gassen und einem gemütlichen Dorfplatz. Hier findest du lokale Märkte, traditionelle Restaurants und einen Einblick in das Leben abseits des Touristenrummels. Vom Puig de sa Talaia, dem höchsten Berg Ibizas (475 Meter), hast du bei klarer Sicht einen spektakulären Rundblick über die gesamte Insel und bis nach Formentera.

Die historische Altstadt von Dalt Vila in Ibiza-Stadt – UNESCO-Weltkulturerbe – ist ein absolutes Muss für kulturinteressierte Besucher. Die mittelalterliche Festungsanlage, verwinkelte Gassen, Galerien und Boutiquen sowie die Kathedrale auf dem höchsten Punkt der Altstadt erzählen von der bewegten Geschichte der Insel. Ein Landausflug von den Cala Comte Ankerplätzen nach Dalt Vila lässt sich gut organisieren: Mit dem Dinghi an Land, Taxi oder Mietwagen nach Ibiza-Stadt (etwa 20 Minuten Fahrt) und einen halben Tag Kultur und Shopping genießen.

Wassersport und Freizeitaktivitäten

Die Gewässer rund um die Cala Comte Ankerplätze sind ein Paradies für Wassersport auf Ibiza. Schnorcheln ist hier ein absolutes Highlight – die Felsformationen und kleinen Höhlen rund um die Illa des Bosc beherbergen bunte Fischschwärme, Tintenfische und gelegentlich sogar kleine Rochen. Für Taucher bietet die Umgebung mehrere interessante Spots, wobei organisierte Tauchausflüge meist von San Antonio oder Ibiza-Stadt starten. Stand-Up-Paddling vom Boot aus ist eine entspannte Art, die Bucht zu erkunden – viele Charter-Yachten haben SUP-Boards an Bord.

Wer es actionreicher mag, kann Jetski mieten oder Parasailing ausprobieren – entsprechende Anbieter finden sich an der Playa d’en Bossa oder in San Antonio. Für Familien mit Kindern sind die flachen, sandigen Bereiche der Cala Comte ideal zum Planschen und Sandburgen bauen. Das klare Wasser ermöglicht auch den Kleinen sicheres Schwimmen und Entdecken der Unterwasserwelt. Viele Familien kombinieren ihren Ibiza-Urlaub mit Kindern mit Yachtcharter – ein Abenteuer, das allen Generationen Spaß macht.

Fotografie und Erinnerungen festhalten

Die Cala Comte Ankerplätze gehören zu den fotogensten Orten Ibizas. Das Zusammenspiel von türkisfarbenem Wasser, weißem Sand, rötlichen Felsen und den charakteristischen Pinienbäumen ergibt Postkartenmotive. Besonders die Stunden rund um den Sonnenuntergang sind magisch: Das warme Licht taucht die Szenerie in goldene Töne, und die Sonne versinkt spektakulär hinter den vorgelagerten Inseln. Fotografen sollten ein Weitwinkelobjektiv für Landschaftsaufnahmen mitbringen sowie ein Teleobjektiv, um Details und Yachten im Ankerfeld einzufangen.

Für Drohnenaufnahmen gelten in Spanien strenge Regeln: Drohnenflüge über Menschenansammlungen, Stränden und in bestimmten Schutzzonen sind verboten. Informiere dich vorab über die aktuellen Bestimmungen und hole gegebenenfalls Genehmigungen ein. Unterwasserfotografie ist eine weitere reizvolle Option – mit einer GoPro oder speziellen Unterwasserkameras kannst du die farbenfrohe Meereswelt rund um deinen Ankerplatz dokumentieren. Vergiss nicht, auch Momente an Bord festzuhalten: das gemeinsame Frühstück im Cockpit, Sundowner auf dem Vordeck, lachende Gesichter deiner Crew – diese Bilder werden dir später wertvolle Erinnerungen sein.

Fazit: Die Cala Comte Ankerplätze als Höhepunkt deines Ibiza-Törns

Die Cala Comte Ankerplätze vereinen alles, was das Seglerherz begehrt: traumhafte Natur, gute Ankerbedingungen, lebendige Infrastruktur und die Möglichkeit zu vielfältigen Aktivitäten. Ob du einen entspannten Tag in der Sonne verbringen, die Unterwasserwelt erkunden, kulinarische Genüsse an Land erleben oder einfach den spektakulären Sonnenuntergang vom Boot aus genießen möchtest – hier findest du ideale Bedingungen. Die Kombination aus Schönheit, Zugänglichkeit und Vielfalt macht Cala Comte zu einem unverzichtbaren Stopp auf jeder Ibiza-Segelroute.

Gleichzeitig erfordert die Popularität der Bucht bewusstes und rücksichtsvolles Verhalten. Respekt vor der Natur, vorausschauendes Ankern und Rücksichtnahme auf andere Wassersportler und Badegäste sind essenziell, um dieses Paradies zu bewahren. Wer gut vorbereitet anreist, die Windverhältnisse kennt und flexibel auf Veränderungen reagiert, wird an den Cala Comte Ankerplätzen unvergessliche Momente erleben. Für alle, die Ibiza vom Wasser aus entdecken möchten, ist dieser Spot ein absolutes Must-see – ein Ort, der die Essenz des mediterranen Yachtlebens perfekt verkörpert.

Egal ob du Ibiza mit dem Boot für einen Tag oder im Rahmen einer längeren Charter erkundest, plane auf jeden Fall ausreichend Zeit für Cala Comte ein. Früh morgens ankommen, den Tag an Bord und im Wasser genießen, am Nachmittag an Land entspannen und abends den Sonnenuntergang feiern – so sieht der perfekte Tag an den Cala Comte Ankerplätzen aus. Fair winds und ruhige See wünschen wir dir für dein Ibiza-Abenteuer!

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